Tramausbaupläne Kantone BS / BL

  • Die Pläne dürften noch einige kritische Fragen auslösen. Nicht unbedingt wegen der eigentlichen Verlängerung, sondern wegen der Tatsache, dass die Aussensportplätze des Schulhaus Gartenhof der Tramschleife weichen muss. Von den Planern wäre sicherlich interessant zu erfahren, weshalb nicht die Neubaustrecke bis zur Linie 6 (eine Station) weitergezogen wird. Dass die Tramendschleife in Allschwil keine 2. Linie verträgt ist zwar naheliegend; aber befriedigend erscheint mir die nun vorgeschlagene Lösung auch nicht. Mal sehen, was das Vernehmlassungsverfahren mit sich bringt.

  • Die Pläne dürften noch einige kritische Fragen auslösen. Nicht unbedingt wegen der eigentlichen Verlängerung, sondern wegen der Tatsache, dass die Aussensportplätze des Schulhaus Gartenhof der Tramschleife weichen muss. Von den Planern wäre sicherlich interessant zu erfahren, weshalb nicht die Neubaustrecke bis zur Linie 6 (eine Station) weitergezogen wird. Dass die Tramendschleife in Allschwil keine 2. Linie verträgt ist zwar naheliegend; aber befriedigend erscheint mir die nun vorgeschlagene Lösung auch nicht. Mal sehen, was das Vernehmlassungsverfahren mit sich bringt.

    Ich weiss, ich habe das schon wiederholt geäussert, aber eigentlich gäbe es eine relativ einfache Lösung dafür:


    Verzicht auf die Wendeschlaufe, dafür 6er und 8er verknüpfen (mit genügendem Pausen- und Verspätungspuffer-Aufenthalt!). In der einen Fahrtrichtung direkt an der Haltestelle Binningerstrasse, in der anderen Fahrtrichtung mit Abstecher nach Allschwil Dorf.


    So wäre keine zusätzliche Wendeschlaufe notwendig und die Kurszahl in Allschwil Dorf bliebe gleich, gleichzeitig wären die beiden Linien verbunden. Zwei Endhalte so nahe beieinander ohne direkte Umsteigemöglichkeit sind ja auch nicht wirklich effizient. Gleichzeitig würde das einen späteren Weiterbau Richtung Bachgraben nicht behindern bzw. es wäre keine Infrastruktur notwendig, die in diesem Fall dann wieder nicht mehr gebraucht würde.


    Einziger Nachteil wäre die etwas komplizierte Bedienung und Liniennetzplandarstellung von Allschwil Dorf, es käme eine andere Linie an als abfährt. Aber da es sich da nur um eine Strecke von einer Haltestelle handelt und es dort wohl nicht so viele ortsunkundige Fahrgäste gibt wäre das verschmerzbar.

    Einmal editiert, zuletzt von Baragge () aus folgendem Grund: "*Haltestelle* Binningerstrasse" zur deutlicheren Unterscheidung zum Strassennamen.

  • Also ein paar Fragen bleiben ja schon noch offen:

    - Wo kehrt die Linie 1? Ringlinie?

    - Verkehren auf dem E11 immer noch verkürzte Trams?

    - Wo ist in dieser Planung das Tram ins Bachgraben Gebiet geblieben? Linie 21?

    - Werden die Linien 15 und 16 an der Schifflände verknüpft? Ebenfalls Ringlinie?

  • BVB UND BLT Weniger Trams in der Innenstadt, mehr Zuverlässigkeit: So soll sich das Tramnetz ab 2030 entwickeln

    Die beiden Basel wollen das Tramnetz gemeinsam ausbauen. Besonderes Augenmerk legen sie auf die Innenstadt sowie die Erschliessung neuer Gebiete. So werden der vom Baselbieter Volk abgelehnte Margarethenstich, die Verlängerung der Linie 8 in Allschwil sowie eine Erschliessung des Klybeck-Areals aufgenommen.

    Silvana Schreier12.05.2021, 12.00 Uhr
    Die Basler Innenstadt ist ein Nadelöhr: Die geplanten Veränderungen sollen das Gebiet entlasten.

    Die Basler Innenstadt ist ein Nadelöhr: Die geplanten Veränderungen sollen das Gebiet entlasten.

    Kenneth Nars

    Die Kantone Baselland und Basel-Stadt haben zusammen mit der Baselland Transport AG (BLT) und den Basler Verkehrsbetrieben (BVB) bekanntgegeben, wie sie sich das künftige Tramliniennetz vorstellen. Sie wollen direktere Verbindungen schaffen, die Basler Innenstadt entlasten, pünktlicher unterwegs sein und neue Areale erschliessen. Die Veränderungen laufen unter der Tramnetzentwicklung 2030.


    «Entflechten, flexibilisieren und beschleunigen»,

    lautet das Credo der Beteiligten aus beiden Basel. Einen besonderen Fokus legen sie auf die Entlastung der Basler Innenstadt, heisst es in der Mitteilung. Während heute bis zu sieben Tramlinien zwischen Schifflände und Barfüsserplatz verkehren, sollen es ab 2030 zwei weniger sein. Der Grund: «Dieser Flaschenhals macht das Tramnetz bei Störungen im Zentrum anfällig, auch aufgrund fehlender Ausweichmöglichkeiten.»

    Neue Tramlinien in der Stadt und auf dem Land

    Um das Vorhaben auszuführen, müssen drei neue Tramstrecken gebaut werden. Diese führen durch den Petersgraben, den Claragraben und den Margarethenstich. Zusätzlich soll das ehemalige Werkareal Klybeck einen eigenen Anschluss an die Tramlinien erhalten.

    Doch nicht nur in der Innenstadt wird gebaut. Auch auf dem Land sollen Entwicklungsareale erschlossen werden. Die drei Ziele des Tramnetzes 2030: das Leimentaler Expresstram, die Erschliessung von Salina Raurica bis nach Augst und das Tram Letten in Allschwil.

    2022 soll die Politik entscheiden

    Die geplanten Veränderungen des Tramnetzes sollen in den nächsten zehn Jahren umgesetzt werden. Derzeit werden die Massnahmen ausgearbeitet. Mitfinanziert werden sie durch das Agglomerationsprogramm des Bundes. Der dritte Bericht zur Tramnetzentwicklung wird voraussichtlich Anfang 2022 in den Grossen Rat kommen, der über die einzelnen Kreditvorlagen beschliessen wird.

    Die neuen Linienführungen im Tramnetz 2030 im Überblick:

    • Linie 1: Verkehrt neu ganztägig über die Wettsteinbrücke und stellt via Claragraben eine schnelle Verbindung vom Klybeck an den Bahnhof SBB sicher.
    • Linie 8: Wird nach Allschwil ins Gewerbegebiet Letten und in Weil am Rhein bis zum Läublinpark verlängert. Die Linienführung durch die Innenstadt bleibt unverändert.
    • Linie 14: Verkehrt ab Riehenring neu direkt ins Klybeck und nach Kleinhüningen, stellt so die Erschliessung des Entwicklungsgebietes Klybeckplus sicher und verbessert die Anbindung an die Erlenmatt, erschliesst das Entwicklungsgebiet Salina Raurica bis nach Augst und bindet in Pratteln das Tram an die S-Bahn an.
    • Linie 15: Fährt neu in beide Richtungen via Barfüsserplatz zur Schifflände und nicht mehr zur Messe.
    • Linie 16: Verkehrt ab Barfüsserplatz neu via Petersgraben zur Schifflände, entlastet so den Marktplatz und bindet die Universität und das Unispital besser in das Tramnetz ein.
    • Linie 17: Verkehrt neu via Margarethenverbindung und Wettsteinbrücke an den Badischen Bahnhof. Entlastet so den Marktplatz und bindet das Leimental schneller an den Bahnhof Basel SBB und die Arbeitsplatzschwerpunkte im oberen Kleinbasel an.
    • Linie E11: Bindet das Birseck via Gundeli, Barfüsserplatz und Petersgraben direkt an Universität und Spitäler an und schafft eine direkte Verbindung vom Bahnhof St.Johann zur Innenstadt.
    • Linie 21: Verbindet den Badischen Bahnhof neu ganztags mit dem Bahnhof St.Johann.


    BZBASEL online 12.05.2021



    Das sind ja mal Ideen, rsp. Richtungen in die man gehen möchte.

    Der Rest wird wohl jetzt den evaluiert.

  • Also ein paar Fragen bleiben ja schon noch offen:

    - Wo kehrt die Linie 1? Ringlinie?

    - Verkehren auf dem E11 immer noch verkürzte Trams?

    - Wo ist in dieser Planung das Tram ins Bachgraben Gebiet geblieben? Linie 21?

    - Werden die Linien 15 und 16 an der Schifflände verknüpft? Ebenfalls Ringlinie?

    Siehe den Plan ganz unten auf http://www.tramnetz2030.ch.


    - 1er: Wiesenplatz-Claraplatz-Wettsteinplatz-Bahnhof SBB-Bahnhof St. Johann-höchstwahrscheinlich weiter als Linie 21 nach Bad. Bahnhof

    - Bachgraben ist nicht aufgeführt.

    - 15er und 16er an der Schifflände verknüpfen wäre relativ logisch, da ja die Wendeschlaufe nur noch ein Dienstgleis sein soll.


    Mir gefällt noch, dass wieder ganz traditionell der 17er nach Rodersdorf fährt.


    Aber es wird am Ende eh anders kommen. Es gab ja in den letzten Jahren einige solche Pläne, die nicht sehr lange Bestand hatten.

  • Zwar eher ein Detail, aber interessant finde ich, dass die Verlängerung der Linie 8 auf Weiler Gebiet erwähnt wird, nicht aber die bereits wesentlich weiter gediehene Verlängerung der Linie 3 zum neuen Technoparc St-Louis bzw. später zum EuroAirport.

  • Also ein paar Fragen bleiben ja schon noch offen:

    - Wo kehrt die Linie 1? Ringlinie?

    - Verkehren auf dem E11 immer noch verkürzte Trams?

    - Wo ist in dieser Planung das Tram ins Bachgraben Gebiet geblieben? Linie 21?

    - Werden die Linien 15 und 16 an der Schifflände verknüpft? Ebenfalls Ringlinie?


    - Linie 1 würde vom Bahnhof St. Johann via Bahnhof SBB und Claragraben an den Wiesenplatz fahren.

    - Ich vermute nein, da neue Trams für die Linien 17 und E11 bestellt wurden (https://www.bzbasel.ch/basel/o…n-stadler-rail-ld.2100918)

    - Wenn überhaupt, kommt dieses erst gegen Ende 2030, wenn der Autobahnzubringer fertiggestellt ist (https://www.bzbasel.ch/basel/b…lls-ueberhaupt-ld.2095230)

  • Eine Schlaufe ist in der Regel ein Dienstgleis. Da hatte ein Journi etwas falsch verstanden. Gegenwärtig wird einTeil der Schlaufe als Liniengleis verwendet, das wird in Zukunft wegfallen und es bleibt wieder nur ein reines Dienstgleis

  • Dürfte noch spannend werden, wie das Tramnetz 2030 dann mit dem neuen Eulergleis am Centralbahnplatz, das bis Ende 2022 realisiert werden soll, funktioniert. Vier Tramlinien (1, 2, 8, 17) an einer Haltekante, nachdem in der Vergangenheit bereits drei Tramlinien (8, 10, 11) an einer Haltekante zu viel waren?

  • Ich muss sagen, ich bin positiv überrascht vom neuen Tramnetzentwurf. Da wurde sehr gute Arbeit geleistet. Persönlich hätte ich gedacht, dass es mehr Sinn machen würde, den 16er durch die Innenstadt-Achse zu führen und den 15er via Petersgraben. Aber nun denn. Dafür bekommt das Kleinbasel mit der neuen 1er-Führung praktisch die optimale Bedienung, insbesondere in der bestenfalls langen und schlimmstenfalls bis zum Sankt-Nimmerleinstag währenden Spanne bis zur Realisierung des Herzstücks ;)

  • Ich finde die Planung im Grossen und Ganzen auch gelungen. Dies obwohl die Linienführung des E11 eine Verlegenheitslösung zu sein scheint. Fährt dieser doch relativ lang dieselbe Route wie der 16er (Heiliggeistkirche-Markthalle-Barfüsserplatz-Uni-Universitätsspital). Bleibt zu hoffen, dass sich bei BLT und den Gemeinden Münchenstein und Reinach doch noch irgendwann die Erkenntnis durchsetzt, dass es die Linie E11 auch in den Schulferien oder an Tagen wie gestern (Vortag Feiertag) braucht. Die Linie 21 würde ich übrigens in Linie 4 umbenennen. Sollte der Ast Bahnhof St. Johann-Bachgraben doch einmal kommen, könnte man die Linie 1 mit Endstation Dreirosenbrücke zur Ringlinie machen. Die Linie 21/4 ginge dann vom Badischen Bahnhof nach Allschwil.

  • Der Basler "Stararchitekt" Jacques Herzog bringt sich nun auch in die Diskussion ein. Es möge jeder selbst darüber nachdenken ...


    Leider ist der Artikel in der bzbasel nur als Abo+ aufgeschaltet. Aber möglicherweise fällt diese Lesesperre in den nächsten Tagen wieder.

    «Keine Trams mehr zwischen Barfüsserplatz und Schifflände»: Forderung von Jacques Herzog mit Unterstützung der Politik

    Die Stadt Zürich diskutiert über Express-Trams, die unter der Stadt durchfahren. Nun soll auch in Basel ein Masterplan Tram entwickelt werden.


    https://www.bzbasel.ch/basel/b…ng-der-politik-ld.2182257


    Quelle: bzbasel.ch

  • Generell geht es darum, das Tram unterirdisch zwischen Barfi und Schifflände zu führen.

    Wirklich realistische Gedanken sind dies m.E. aber nicht.


    Ich frage mich, wie steil aus Richtung Äschenplatz die Ein-, bzw. Ausfahrtsrampen (Zahnrad ^^ ) sein müssen, um die Hst. Barfi unterirdisch bedienen zu können?

    Aus den Richtungen Heuwaage / St. Johann wäre dies noch möglich.

    Wo müsste Ausfahrt Kleinbasel sein?


    Wer diesen Artikel der BZ nicht lesen kann, finde ich, verpasst nichts.

  • Und das Herzstück dürfte auch noch ein Hinderniss sein. (Aber mit diesem plus Petersgraben plus Claragraben könnten ja vielleicht immerhin die Tramlinien in der Innerstadt leicht reduziert werden).