Beiträge von Baragge

    Den zeitlichen Vergleich mit dem WB-Neubau finde ich immer interessant: Um eine 13 km lange Schmalspurbahn praktisch neu zu bauen brauchte man einen Bruchteil der Zeit, der für diese Kreuzung und einige hundert Meter Strasse benötigt wird. Wäre man bei der WB gleich langsam gewesen, hätte der Neubau wohl 30 Jahre gedauert :D

    Als rein spekulative Ergänzung zum letzten Satz:

    Nach meinem Halbwissen ist es bei Akkus ein grundsätzliches Problem, dass man den Ladestand nicht einfach mit einem mechanischem Schwimmer messen kann. Nach Aussen veraten sie kaum den Ladestand, einzig kurz bevor er leer ist geht die Spannung etwas zurück. Prozentualle Ladestandsanzeigen auch z.B. auf dem Mobiltelefon sind eine reine Schätzung aufgrund des bisherigen Energieverbrauchs.

    Wenn man da bei der Ladestandsanzeige im Bus zu optimistisch rechnet oder vielleicht den Einfluss der Temperatur zu wenig berücksichtigt, ist der Akku bei einer Anzeige von vielleicht 25% in Wirklichkeit doch schon fast leer.

    Das wäre zumindest eine logische die Chauffeure entlastende Erklärung, falls die Busse tatsächlich wegen plötzlich leerem Akku abgeschleppt wurden.

    Aber trotzdem merkwürdig, wenn der Chauffeur einfach stur nach Plan weiter fährt bis der Akku leer ist um danach abgeschleppt werden zu müssen. Das wäre ja auch bei einem Dieselbus nicht anders, wenn man die Tankfüllstandanzeige ignoriert.

    Oder ist es vielleicht so, dass die Ladestandsanzeige zu wenig genau funktioniert?

    Entgegen der immer wieder verbreiteten Falschinformation gab es zu diesem Thema keine Volksabstimmung , sondern lediglich eine von einem PR-Büro organisierte "Benutzerumfrage". Mit Demokratie hat das nicht viel zu tun.

    Grundsätzlich steht es jedem ja demokratisch frei, eine Initiave zu starten und genügend Unterschriften zu sammeln um eine "richtige" Abstimmung zu erreichen, die bei Annahme die genaue Beschaffenheit von Sitzen im ÖV gesetzlich vorschreibt.

    (Oder man könnte gar entsprechende Demonstrationen veranstalten ;) )

    Ich sehe es auch aus zwei Seiten:


    Einerseits kann man sich fragen, warum jene, die keine USB-Ladebuchsen brauchen, diese mitfinanzieren müssen. Von den ganzen gesellschaftlich-technischen Fragen ganz zu schweigen (die kann aber ein ÖV-Betrieb kaum lösen und ist auch nicht dessen Aufgabe).


    Aber andererseits dürften die Kosten dafür ja kaum hoch sein. Auf Redunanz und Hochverfügbarkeit dafür kann man ja verzichten. Verglichen mit der vielen weiteren Elektronik und Software in heutigen Fahrzeugen dürfte der Aufwand für einige 5-Volt-Steckdosen ja vernachlässigbar sein. Und wenn man die Leute schon dazu drängen will, möglichst Smartphone-App-Tickets zu nutzen wäre es auch konsequent deren Nutzung durch Lademöglichkeiten zu vereinfachen. Wenn es bei Kontrollen weniger Leute gibt, die ihr Ticket wegen leerem Akku nicht zeigen können, kann man ja auch viel administrativen Aufwand sparen. Und davon profitieren indirekt auch Leute, die die Buchsen selber nicht benutzen. Und wenn es nur wenige Personen gibt, bei denen das der Ausschlag macht, öfter den ÖV zu nutzen, profitieren die anderen langfristig indirekt auch davon (besseres Angebot bei mehr Nutzung oder weniger Kosten pro Person durch bessere Auslastung).

    Tatsächlich, im BVB-Haltestellen-Fahrplan werden keine Expresskurse mehr aufgeführt, obwohl sie beim "theoretischem" Kursbuch-Fahrplan noch aufgeführt sind.

    Offenbar wurden diese (bzw. der 6-Minuten-Takt in der Gegenrichtung) mit den Doppelgelenkbussen klammheimlich und ohne jegliche Kommunikation abgeschafft.

    (Das finde ich ja nachvollziehbar und überhaupt nicht weiter schlimm, aber eine vollständigere und ehrlichere Kommunikation fände ich vorteilhaft, statt den üblichen "PR"-Mitteilungen, in welchen man kleinere negative Details oft weglässt.)

    Auch die BLT wird Busse inkl. Chauffeur stellen.

    Tönt äusserst sinnvoll. Aufgrund des WB-Ersatzbetriebs in den letzen Monaten dürfte die BLT ja nun einige nicht mehr benötigte Busse haben, die man so kurzfristig noch weiternutzen kann. (Sofern sich der WB-Betrieb weiter stabilisiert.)

    Meine Beobachtung vom frühem Mittwochnachmittag dieser Woche:


    Keine nennenswerte Probleme bei dieser Fahrt. Einzig die geografische Feinabstimmung der automatischen Ansage scheint noch nicht immer zu klappen, die Ansage für Bad Bubendorf erfolgte schon vor Erreichen von Liestal Gläubern (ex Altmarkt). Offenbar merkte das der aufmerksame Wagenfüher aber und die Gläubern-Ansage wurde zur Korrektur erneut abgespielt.

    Allerdings schienen die Räder schon stark abgefahren zu sein, es hat gerumpelt und getönt wie in einem Nostalgie-Zug. Laut einem Gespräch von einem Fahrgast mit dem Wagenführer, das ich mithörte, offenbar wegen vielen Notbremsungen aufgrund von Software-Problemen in den Tagen zuvor.

    Und wer ausser ein paar Freaks fährt am selben Tag mehrmals hin und her? Da kann man das Entwerten getrost entfallen lassen.

    Bei kürzeren Strecken mit dichtem Fahrplanangebot (was bei französischen Regionalzügen eher selten ist) kann das ja z.B. vorkommen, wenn man von irgendwo während längeren Mittagspausen nach Hause kann.

    Aber wenn das regelmässig zutrifft hat man wohl ohnehin ein Abo oder falls das einmalig ist vielleicht eine (ggf. durch FairTiq oder ähnliche Apps automatisch gewählte) Tageskarte für diesen Tag, da wohl günstiger als vier Einzelfahrten.

    Von dem her kann man da die Verluste durch wenige Freaks oder Schlaumeier wohl vernachlässigen.

    Persönliches Beispiel: Eine Zeit lang musste ich regelmässig von Basel nach Brugg pendeln. Einzelanschlussbilette Frick-Brugg zum regulären U-Abo waren immer noch günstiger als ein Kombi-Tarifverbund-Abo. Selten kam das auch zwei mal täglich vor. Wenn in diesem Fall das Billett auf der ersten Fahrt Frick-Brugg oder umgekehrt nicht entwertet wurde, da der Kontrolleur zufälligerweise nicht gerade auf dieser Strecke vorbeikam, konnte man durchaus in Versuchung kommen, für die zweite Fahrt kein neues Billett mehr zu lösen ... Aber eben, diese Fälle sind wohl vernachlässigbar.

    Das mit dem "Composter le billet" hat wohl so manchem Schweizer Reisenden in Frankreich böse Überraschungen beschert. Es ist übrigens auch im Stadtverkehr weit verbreitet. Dass etwa ein Trambillet, das aus dem Automaten kommt, nicht "einfach so" zum sofortigen Fahrtantritt berechtigt, sondern erst gültig wird, wenn man es dann auch noch abstempelt, ist für uns Schweizer nicht logisch.


    Die "raison d'être" dieses Systems ist jedoch eigentlich kundenfreundlich: Wenn man ein Billett kauft, ist dieses an sich wochen- oder monatelang gültig, nicht nur eine Stunde oder einen Tag. Damit man es nicht mehrmals verwenden kann, muss man es vor Fahrtantritt entwerten. Im von Kupplungssurfer verlinkten Artikel wird denn auch erklärt, dass Billette im Regionalverkehr neuerdings nur noch einen Tag und nicht mehr zwei Monate gültig sind...

    Ich fand dieses System auch gar nicht "so dumm". Bei uns gibt es ja auch Mehrfahrtenkarten, die vor Fahrtantritt entwertet werden müssen. Sprich die Infrastruktur mit Stempelautomaten braucht es ohnehin. Also konnte man Einzelbillette einfach als "Mehrfahrtenkarte mit nur einer Fahrt drauf" betrachten.

    Aber das Problem ist wohl, dass dieses eigentlich so simple Prinzip bei Billetten, die nicht auf Papier sind oder bei Fahrten über die Grenzen zu Gebieten mit anderen Regelungen nur schwierig kompatibel zu halten ist.

    Ausserdem müssten die Akkus der BVB Busse eine geringere Kapaziät haben, die BVB Busse sind speziell als Zwischenlader gedacht.

    Da die Linien 33 und 42 keine Ziwschenladestationen haben, müssen diese Busse mehrmals pro Tag getauscht werden.

    Linie 42 sollte ja noch ein relativ geringes Problem sein, da sie ja nur während etwa je 2 Stunden zu den Stosszeiten verkehrt. (Sofern es zumindest dafür reicht).

    Wenn ich es unter https://www.bvb.ch/wp-content/…ng-Gelegenheitsladung.pdf richtig verstehe, sind Zwischenladungen nur bei den Doppelgelenkbussen der Linie 50 langfristig als zwingend notwendig geplant, bei Einfach-Gelenklinien wie dem 34er und 36er nur vorübergehend. Normalbusse und Linie 33 werden nicht erwähnt.

    Von dem her scheint da durchaus die Planung zu sein, dass da die Depotladung reichen sollte. Wenn und falls das die BLT beim 37er schafft, sollte das auch beim 33er gehen. Hoffentlich ...

    Der Klassiker ... :)


    Aber für die echte Dante Schuggi ja eigentlich schmeichelhaft. Für z.B. viele Hersteller von Markenprodukten ist es ja ein Lottogewinn, wenn der Markenname umgangssprachlich zum Gattungsbegriff wird, siehe etwa (vor allem in Deutschland) Taschentuch="Tempo" oder früher in der Schweiz vielleicht Mobiltelfon="Natel" oder so.

    Nur traurig, dass das auch in der nur noch pseudo-lokalen BaZ geschieht.

    Schätze mal, dass in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr rein aufgrund der kurzfristigen Arbeitskräfteplanung und -Verfügbarkeit ohnehin wenig getan werden könnte. Gleichzeitig dürften während dieser Zeit die Fahrgastfrequenzen geringer sein, so dass sich diese Zeit besser als "Anlaufbetrieb" eignet.


    Schlimmstenfalls wären nach der Behebung der grösseren Probleme danach mittelfristige geplante Busersatze spätabends oder an Wochenenden (im Winter ohne grösseren Ausflugsverkehr) für die Behebung der kleineren Probleme ja immer noch eingermassen vertretbar.

    Kann ich mir fast nicht vorstellen. Das wäre nämlich eine Blamage für die BLT.

    Ignorieren und ewiges Dahinschleppen von Problemen kann unter Umständen und abgesehem vom kurzfristig negativem PR-Effekt ja auch als eine grössere Blamage angesehen werden als eine ehrliche Kommunikation à la "Wir waren unter den gegebenen Zeitumständen zu optimistisch und ehrgeizig und mussten nun leider feststellen, dass wir doch noch eine Woche für Feinjustierung brauchen, sorry".


    Als langfristiger täglicher Benutzer wäre mir da die zweite Variante lieber. Wichtig wäre aber natürlich, dass es dann danach auch tatsächlich besser wird.


    Im ersten Monat nach der Eröffnung der alten WB anno dazumals gab es sicher auch massive Probleme ...

    So viel zu der von manchen Kreisen hochgelobten Umleitungsflexibilität von Bussen gebenüber Trams :)


    Wobei das ja eine äusserst schlecht getroffene Position für eine Panne ist, ein paar Dutzend Meter weiter hinten wäre das ein etwas weniger grosses Problem gewesen, da Überholmöglichkeit über Gegenspur.


    Dass in der Oltingerstrasse (Kreuzung Michelbacherstrasse) ein Hinderniss eingebaut wurde um Durchgangs-Schleichverkehr verständlicherweise zu unterbinden, dürfte Umleitungen in diesem Bereich auch erschweren (siehe alte relativ kurzzeitige 62er-Linienführung in den 90er-Jahren).

    In meiner egoistischten Sichtweise als Basler bringt mir eine Verbesserung des Fernverkehrs und insbesondere wieder direkte Verbindungen via Biel in die Westschweiz aber mehr als ein 15-Minuten-Takt nach Laufen.


    Die Tendenz dass man sämtliche Bahnausbauten sofort mit einem eher tramähnlichem Verkehr verstopfen will, finde ich eher kontraproduktiv.

    Mittlerweile wird bei 34er-Haltestellen-Fahrplänen Richtung Otto Wenk-Platz der Hinweis bei den Kursen bis Otto Wenk-Platz der entsprechende Hinweis aufgeführt. 31er fehlt aber noch. Es scheint also noch daran gearbeitet zu werden.


    Eine positive Neuerung finde ich noch, dass unterschiedliche Linienverläufe besser dargestellt werden, analog zu Postauto-Haltestellenfahrplänen, etwa beim 42er:


    pasted-from-clipboard.png

    Allerdings wird das noch nicht konsequent durchgezogen, beim 34er (via Habermatten oder nicht) wird diese Darstellung noch nicht benutzt.