Beiträge von Baragge

    So, meine letzte Bemerkung dazu, sorry, dass mir nicht alles auf einmal einfiel:


    Reisende ab dem Bahnhof z.B. zum Novartis Campus, welchen weniger Reisezeit wichtiger als weniger umsteigen ist, können bis zum Kannenfeldplatz auch den 50er nehmen. Dann muss man zwar umsteigen, hat aber weniger Wartezeit am Kannenfeldplatz (und sofern es nicht extrem viel Verkehr hat auch weniger Fahrzeit bis dort). Im SBB-Online-Fahrplan wird diese Verbindung auch angezeigt (zeitweise ist man zumindest theorethisch noch schneller, wenn man den TER zum Bahnhof St. Johann nimmt und dort auf den 1er umsteigt, schade gibt es keine durchgebundenen S-Bahnen mehr dorthin).

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    Und ob ein Aufenthalt an der Dreirosenbrücke besser ist, ist ja auch nicht sicher. Auch wenn der offizielle Linienwechsel dort ist, kann es dort ja genau so gut auch durchgehende Reisende geben.


    Gut wäre aber, wenn die Durchsage am Kannenfeldplatz auch informieren würde, warum es den Aufenthalt gibt, dann wären sicher weniger Fahrgäste verärgert.

    Ist dieser künstliche Aufenthalt im Nachtbetrieb auch so lang oder gar noch länger?

    Abends findet der Aufenthalt am Bahnhof statt. Dann geht es aufgrund der geringeren Anzahl an Kursen wohl.


    Anders als mit dem Aufenthalt am Kannenfeldplatz geht es bei der Monsterlinie 1/14 wohl nicht.


    Optimal wäre es ja theoretisch, wenn der Aufenthalt gut 8 Minuten betragen würde und es eine (provisorische) Doppelhaltestelle gäbe (aber dafür gibt es wohl nirgends Platz). Dann könnten jene, die es eilig haben auf den vorderen Kurs umsteigen.


    Für Reisende vom Theater oder Bankverein Richtung Kannenfeldplatz hat der fehlende Aufenthalt am Bahnhof dafür auch Vorteile.

    Dann nehme ich ja alles zurück.


    Die eindeutig fehlerhafte Stele an der Lörracherstrasse in Riehen wurde aber noch nicht geändert, seit meine entsprechende Anfrage an die BVB mit "Weiterleitung an die zuständigen Stellen" beantwortet wurde, hörte ich nichts mehr.


    Und somit kann man wenigstens noch den 55er auf der Brücke fotografieren :)

    Vielleicht sollte man das nicht so sehr von einer bestimmten Minutenzahl abhängig machen, sondern davon, ob es durch die Verspätung Anschlussbrüche gibt.


    Wenn z.B. der Zug von Basel nach Zürich drei Minuten Verspätung hat und man deswegen z.B. den Zug nach Italien abfuhr oder man die letzte Verbindung des Tages in ein nur selten bedientes Dorf verpasst, ist es für die Betroffenen relativ dramatisch.


    Wenn hingegen z.B. der Zug von Chur nach Arosa (keine Anschlüsse ausser Innerort-Skibusse) 15 Minuten zu spät ankommt, fällt das wohl vielen nicht einmal auf (bei der Gegenrichtung wäre es natürlich anders).

    Ausserdem scheint die Stadt momentan auch gar nicht SO extrem autofeindlich und ÖV- und velofreundlich zu sein, wie oft gelästert wird.


    Momentan wird am Kunstmuseum ein Autoparking gebaut, wichtige zentrale Velorouten werden ohne irgendeine Umfahrungsmöglichkeit während Monaten gesperrt, Betrieb von Tramstrecken plötzlich ohne Ersatz eingeschränkt, von Ringautobahnen und neuen Autobahntunnels redet man auch wieder immer mehr.


    (Ob man das gut findet, ist natürlich eine andere Frage).

    Wenn man sich (auf beiden Seiten(!)) immer nur Whataboutistisch auf die Rowdies der anderen Seite bezieht und die Nicht-Rowdies ignoriert und alle in den selben Topf schmeisst, wird man bei der Diskussion nie weiter kommen. Weder sind alle Autofahrer Raser noch sind alle Velofahrer Velorowdies.

    Dieser schon etwas ältere Artikel fast meine Ansicht vielleicht gut zusammen:


    https://www.zeit.de/zeit-wisse…erkehrsberuhigung_NEU.xml


    "Wenn es zu laut, zu schnell, zu hektisch zugeht auf der Straße, sorgen Behörden mit Schildern für Ordnung. Ein niederländischer Verkehrsplaner erreicht mit dem Gegenteil bessere Ergebnisse: Ohne Regeln wird der Verkehr sicherer."

    "Verkehrsingenieure sehen ein Problem und stellen noch ein Schild mehr auf. Monderman sieht ein Problem und montiert Schilder ab. Alle Schilder. Und dann alle anderen Baumaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen, die versuchen, den Verkehr zu ordnen."


    In Lörrach setzt man hingegen innerhalb der Fussgängerzone eher auf dieses "Shared Space"-Konzept (auch wenn man es vielleicht nicht offiziell so nennt).


    In Basel ist man hingegen eher noch bei "wenn es ein Problem gibt, stellt man noch ein Schild mehr auf". Auch und insbesondere die Veloverbände (man denke an die Diskussionen über das rechtlich belanglose und eher der Dekoration dienende "Velostrassen"-Schild).


    Dabei behaupte ich, diese meisten Aggressionen im Verkehr entstehen erst, weil die Leute Regeln verschieden interpretieren und entsprechend beide Seiten sich in ihrem Recht verletzt fühlen. Wenn es hingegen gar keine Regeln gibt, gibt es dieses Problem nicht.

    Ich finde, das macht man in Lörrach viel besser als in Basel.


    Ja, in Lörrach darf man in der ganzen Fussgängerzone Velo fahren. Das tönt ja erst mal schrecklich, aber es klappt ohne nennenswerte Probleme.


    Da man überall durch darf, ist man dafür auch viel eher bereit, ziemlich langsam und vorsichtig zu fahren. In Basel gibt es dafür wenige "Schneisen" durch die Fussgängerzone. Das führt einerseits dazu, dass die Fussgänger oft gar nicht wissen, wo Velo fahren erlaubt ist und wo nicht. Und bei den Velofahrern führt das dazu, dass man sich in der "Schneise" im Recht fühlt schnell zu fahren, schliesslich ist ja sonst überall velofrei. Und momentan gibt es keine Möglichkeit, mit dem Velo vom Barfüsserplatz und Bankverein/Aeschenplatz zu fahren, ausser man macht einen Umweg via Kleinbasel.


    Bezüglich den Baustellen kenne ich auch folgende Situation, dass die Bauarbeiter (die offensichtlich nur selten selber Velofahrer sind), den Velofahrern sagen, sie sollen doch auf dem Trottoir fahren. Manchmal muss man richtig diskutieren, dass man sich an die Verkehrsregeln halten und auf der Strasse fahren darf.

    Die Umleitungen für die Phase 2 am Bahnhof sind nun auch endlich aufgeschaltet:


    https://www.bvb.ch/de/aktuelle…stellen-centralbahnplatz/


    (Meiste Linien normal. Ausnahmen:


    - 1er wendet via Markthalle-Heuwaage-Aeschenplatz-SBB-Markthalle (und somit keine Kurse bis Bad. Bahnhof)

    - 15er in beiden Richtungen via Barfüsserplatz zur/von Schifflände (bis Ende 2020(!))


    Ausgenommen nächste Woche, solange Richtung Binningen Kronenplatz gebaut wird

    - 1er anstelle des 2er bis Bad. Bahnhof/Eglisee

    - 2er Busersatz Binningen Kronenplatz-SBB

    - 15er ebenfalls in beiden Richtungen via Barfüsserplatz zur/von Schifflände)

    Anbei noch eine Übersetzung, ohne Gewähr. Vielleicht etwas holprig, aber die grundsätzlichen Aussagen und der Ton sollten stimmen:


    "Tram 3: Inbetriebnahme von Ersatzbussen durch Agglomeration Saint-Louis


    Die BVB haben am Donnerstag 2. Mai einseitig beschlossen, den Verkehr der Tramlinie 3 zwischen den Haltestellen Burgfelderhof und Saint-Louis Bahnhof jeweils nach 20 einzustellen. Die französischen Behörden wurden durch die Presse informiert. Dieser Entscheid wurde verursacht durch einige Zwischenfälle auf der Tramstrecke seit einigen Wochen, die die Wagenführer verunsicherten.


    Die Vertreter der Agglomeration Saint-Louis und ihr Präsident verurteilen diese Vorfälle auf das Schärfste.


    In enger Zusammenarbeit mit der nationalen und kommunalen Polizei setzen wir alles daran, diese Situtation so schnell wie möglich zu beheben.


    Nichtsdestotrotz möchten wir klarstellen, dass dieser vorschneller und einseitiger Entscheid, welche durch die BVB ohne Rücksprache mit der Transport-Zuständigen, also der Agglomeration Saint-Louis, getroffen wurde, ein drastischer Akt ist, welcher die Vetragsbedingungen, unter anderem "gegenseitige Verplichtung zu Transparenz und Informationsaustausch bezüglich praktischen Fragen, insbesondere wenn sie Betriebsbedingungen oder angetroffene Schwierigkeiten betreffen" verletzt.


    Die BVB handelte ohne Rücksicht auf die Nutzer des Trams 3, vorwiegend Grenzgängern, zumal kein Ersatzangebot vorgesehen war.


    Am Freitag 3. Mai trafen wir uns mit der Direktion der BVB. Es war nicht möglich, eine Übereinkunft zu finden und es wurden auch keine Ersatzlösungen vorgeschlagen.


    Deswegen, um die Kontinuität der Transportkette zu sichern, stellt die Agglomeration Saint-Louis seit Freitag einen Shuttle-Bus, der zum gleichen Fahrplan wie das Tram verkehrt, also alle 30 Minuten ab 20h20 ab Burgfelderhof (Grenze) in RIchtung Bahnhof und ab Bahnhof ab 20h40 Richtung Burgfelderhof (siehe untenstehende Fahrpläne).


    Dieser Bus bedient alle Tramhaltestellen bis Bahnhof Saint-Louis.


    Die nationale und kommunale Polizei und die durch die Agglomeration Saint-Louis beauftragten Sicherheitsgesellschaften sichern eine verstärkte Überwachung der Tramstrecke und insbesondere der Haltestellen, des Bahnhofquartiers und des Place Mermoz.


    So bald als möglich wird die Agglomeration Saint-Louis auch die Videoüberwachungssysteme auf der Tramstrecke verstärken.


    Wir haben den BVB vorgeschlagen, das wir uns künftig in regelmässigen Abständen treffen sollten, um Sicherheitssituationen zu besprechen, bevor sie Überhand nehmen und um Transportunterbrücke zu vermeiden.


    Somit fordern wir, dass der Verkehr des Trams 3 unmittelbar zu den gewohnten Takten und Fahrplänen wieder aufgenommen wird".

    Ich kann wirklich beide Seiten verstehen. Dass man mit dieser Betriebseinschränkung bei den wirklich entscheidenden Stellen, die zu weit entfernt sind, wirklich Druck ausüben oder ein Zeichen setzen kann, denke ich kaum. Dafür funktioniert die französische Verwaltung einfach zu sehr anders, den Lokalbehörden von Saint-Louis, die sicher auch schon am verzweifeln sind, sind die Hände wohl gebunden. Gleichzeitig ist die Verantwortung der BVB für das Personal absolut nachvollziehbar und dieser Schritt als Notmassnahme verständlich. Und ich glaube oder hoffe durchaus, dass man auch in Pratteln oder Birsfelden so verfahren würde, nur kommt es dort wohl nie dazu, weil aufgrund der kleinräumigeren Verwaltungen schon zuvor gehandelt wird.


    Wenn es aber wirklich "nur" um rund 10 jugendliche Vollidioten um den Place Mermoz geht, könnte eine Lösung vielleicht auch nicht-polizeiliche Massnahmen sein, die eher auf lokaler Ebene organisiert werden könnten. Wenn z.B. eine Zeit lang nachts dort 20 Vertreter z.B. einer Bürgerinitiative rumstehen würden, von denen im Idealfall vielleicht einige in gewaltloser Konfliktmoderation, Pädagodik oder ähnlichem geschult wären, und bei Tramdurchfahrten Idioten mit Laserpointern ansprechen würde, könnte das Problem sicher gelöst werden. Nicht im Sinne einer gewaltgeilen Bürgerwehr, aber im Sinn von sozialer Nachbarschaftskontrolle. Wenn die Sprachbarriere nicht wäre, hätte ich direkt Lust, zu versuchen eine entsprechende Initiave zu starten.


    Wenn es kurzfristig keine Lösung gibt, wäre es vielleicht ja auch noch eine Möglichkeit, dass Distribus einige Buschauffeure zu Wagenführern weiterbilden könnten (kurzfristig könnte man vielleicht welche von Mulhouse übernehmen), die den 3er im Abendbetrieb im französischen Abschnitt führen könnten.

    Kroo macht weiter Schlagzeilen:

    http://onlinereports.ch/News.117+M594af001baa.0.html


    "Zwei Stunden später dann, an der Heuwaage-Kreuzung, habe ich einen einzelnen Kroomitarbeiter, der neben seinem auf der Insel parkierten Mofa stand, etwas beobachtet. Er studierte ausführlich sein Handy. War er in der Pause? War er im Dienst? Kurz darauf kam dann ein Bus der BVB - er winkte ihn durch. Oha, also doch im Dienst!"

    Jene, die an der Heuwaage stehen möchte ich aber etwas verteidigen. Die haben vielleicht nur die Aufgabe, die Durchfahrt der Busse zu regeln, die quer über die Kreuzung fahren, was normalerweise ja nicht erlaubt ist und nicht den übrigen Verkehr zu regeln.

    Die Zwangsfusion der Region Elsass mit Lothringen und Champagne-Ardenne zu "Grand-Est" hatte da sicher auch seine Nachteile (wobei ich mich nicht so auskenne, was in Frankreich auf welcher Ebene geregelt wird). Wenn das Gebiet bis fast zur Pariser Banlieue geht, gelten Probleme in der Basler Agglo wohl nicht mehr als so prominent und dringend.

    Viele denken wohl einfach, es sei wie bei 230 Volt Spannung, es reicht die Leitung nicht zu berühren, 1 cm daneben zu sein wäre aber kein Problem. Und all diese armen Typen in all den Warnungen hätten halt die Leitung berührt.


    Von dem her wäre es wichtig bei all den erzieherischen Warnungen auch dieses physikalische Detail zu erwähnen, was man zu Gunsten eines "Mach es einfach nicht, Punkt." wohl nicht immer macht, was dann wiederum zu solchen tödlichen Gedabkengängen führen kann.