Beiträge von Baragge

    Ich kann (und darf hoffentlich) nur sagen, wie es bei mir mal vor ca. 10 Jahren war:


    Da gab es zuallererst den Konzentrations- und Reaktionstest. Medizinische Tests und alles weitere wären erst danach gekommen, wenn ich den Konzentrationstest bestanden gehabt hätte (was nicht der Fall war).


    Schätze mal, man macht das zuerst, bei welchem die Durchfallquote am höchsten ist, damit der Aufwand für die anderen Punkt nicht für nichts anfällt.


    Aber wie gesagt, das war vor etwa 10 Jahren.

    Dafür stauen sich die Trams dann bis zum Aeschenplatz und zur Markthalle. Und benutzen tut sie niemand mehr, weil die Fahrzeiten noch länger werden. Ein weiteres Kapitel zum Thema "Tram ausbremsen".


    Man fragt sich schon, wie es früher möglich war, dass es auf dem selben Platz ebenfalls 6 Tramgleise hatte, dazu aber noch Taxistandplätze, Veloparkplätze, zwei Autospuren und Grünanlage.


    Wahrscheinlich ist das Ziel einfach, dass der Platz dann noch eine grössere Asphaltwüste wird (oder im Stadtplaner-Kauderwelsch: "Der Stadtraum wird zu einem bespielbaren Boulevard aufgewertet"). Das mag in Visualisierungen ja schön schlicht und aufgeräumt aussehen, nicht aber in Realität.

    Wenn man nur noch hermetisch isoliert nur noch den optischen Eindruck hat (und durch den Trend zu Scheiben, die von aussen möglichst als schwarz erscheinen sollen selbst das nur noch limitiert) und alle anderen Sinne wegfallen (Bergluft, Wasserfallgeräusche ...) hat man letztendlich mehr davon, wenn man auf Youtube eine Führerstandsfahrt ansieht.


    Leider wird es halt wohl so sein, dass an heissen Tagen Dutzende Leute reklamieren "Wir wollen Klimaanlage!!!", während die, die lieber mehr von der Fahrt haben wollen, bei der RhB diese Möglichkeit bis vor kurzem meistens noch hatten und entsprechend keine Rückmeldungen gaben. Dadurch bekommen die Entscheider wohl einen repräsentativ falschen Eindruck.

    Nähme mich wunder, ob ihr das auch so seht.

    Grundsätzlich geht es in eine gute Richtung. Insbesondere, dass an Sonntagen schon ab 19 Uhr 15-Minuten-Takt herrscht gibt es wohl keiner grossen Stadt in der Schweiz.


    In anderen Städten sind die Takte ja oft etwas flexibler (nicht nur 7.5- oder 15-Minuten-Takt) und werden stärker auf die einzelnen Linien angepasst. Das geht in Basel aber vielleicht nicht so gut, da die Verkehrströme und Umsteigebedürfnisse in einer Stadt, in welcher der Hauptbahnhof nicht gleichzeitig auch das oder nahe am innerstädtischem Zentrum ist, komplexer sind.


    Natürlich gibt es auch einige Details, die noch besser gemacht werden könnten. Bei der S-Bahn wäre doch auch eine Anpassung möglich, die ohne grosse Infrastrukurausbauten möglich wäre: S1/TER wieder verknüpfen. Damit hätte die Busanbindung an den Bahnhof St. Johann noch mehr Nutzen. Der Leman Express beweist doch, dass das (wieder) möglich wäre. Wenn die Gesamtstrecke Mulhouse-Fricktal gemeinsam betrieben würde, wäre es auch kein "Verlust" für die SNCF. Aber offenbar nimmt man die Strecke nach Mulhouse etwas in "Geiselhaft" mit dem Flughafenbahnhof, in dem man Verbesserungen nur mit diesem vorsieht, auch wenn sie unabhängig davon möglich wären.


    Die Linien 35 und SWEG-3 würden ja keine unterschiedlichen Strecken mehr bedienen, womit eine Liniennummer reichen würde (optimalerweise 35).

    Wahrscheinlich gilt für diese Statistik nur die Waldenburgerbahn als "Bahn" und die Linien um Basel als "Tram", weshalb "Bahnstrecken der BLT" dann eben nur die Waldenburgerbahn ist.


    Ist halt immer das Problem bei Statistiken, es gibt oft Einzelfälle die nicht so recht zum Statistikdesign passen.

    Der Aeschenplatz sollte im Wörterbuch als Definition des Begriffs "Gordischen Knoten" stehen :)


    Meine Überlegungen:

    1. Auf den direkten IV-Weg Kunstmuseum-Denkmal müsste man verzichten. In Stosszeiten ist der ohnehin kaum nutzbar: Autos aus Richtung Bahnhof haben Rechtsvortritt. Unter Missachtung der Regel, dass Kreuzungsbereiche frei gehalten werden müssen, schliessen sie aber immer direkt zum Fussgängerstreifen beim Interdiscount auf. Also hat man nie die Chance weiterzufahren, was wiederum Rückstau auf der Strecke vom Kunstmuseum verursacht.

    2. Damit der dadurch nötige Umweg etwas kleiner wird, könnte man die Querungsmöglichkeit durch die Grünanlage auf Höhe KV etwas zum Aeschenplatz zurückversetzen, direkt nach der Tramhaltestelle. Nebenbei wäre so die Wendestrecke für den 80/81er etwas kürzer. So könnte der ganze Platz eher als grosser Kreisel betrachtet werden. Da sich das Verhältnis von Grün- und Strassenfläche nicht ändern würde, wäre das umweltmässig nicht so problematisch, einzig einige ältere Bäume müssten durch neue ersetzt werden.

    3. Die behindertengesetzmässig problematische Haltestelle des 3er und 14er Richtung Bankverein könnte man vor dem BaZ-Gebäude platzieren, wenn man auf das ehemalige 11er-Ausstiegsgleis verzichten würde.

    4. Beim 15er wäre vielleicht der selbe Kompromiss möglich, wie er sich etwa 2 Jahrzehnte beim 10er bewährt hat: Halt Richtung Denkmal in der Schlaufe, Richtung Bankverein dort wo der 10er früher hielt. Die Platzquerung wäre dank Punkt 1 ja kein Problem mehr.

    Noch unlogischer oder willkürlich erscheinend war auch, dass es ab Basel Richtung Deutschlang eigentlich nur recht wenige Einschränkungen gab, während es bis vor kurzem in Schaffhausen überhaupt keine Reisemöglichkeit nach Deutschland gab.


    Teilweise hängt es aber vielleicht auch mit den Kontrollmöglichkeiten zusammen: 3er und 8er fahren durch ein grösseres ständig besetztes Zollamt, während beim 10er zusätzliche Kontrollpunkte hätten geschaffen werden müssen.

    Man könnte ja einfach von vorne weg auf ausgefeilte Offensivkommunikationskampagnenstrategieplanungen verzichten und Pläne von Beginn an einfach offenlegen und Details auch begründen.


    Zum Beispiel "Linksverkehr damit Innenperron möglich ist" (das dürfte ja wohl der Grund sein, aber eben, man kann es nur raten). Ob das sinnvoll ist, kann sicher hinterfragt werden, aber so erfahren die Öffentlichkeit und die Medien auch die Überlegungen hinter den Plänen. So würde es dann viel weniger den Eindruck von "die spinnen doch" erzeugen.


    Ich glaube die Leute würden sich viel ernster genommen fühlen, wenn man die Kommunikation *weniger* ausgefeilt "PR-mässig" daher kommen würde. Dann gäbe es auch das Problem von im voraus veröffentlichten Halbwahrheiten nicht.