Das velofreundliche Gleis kehrt Anfang 2027 zurück
Wie üblich berichtet der Regierungsrat im Rahmen des Statusberichts auch zum Stand des Pilotversuchs mit dem velofreundlichen Gleis. Dieser startete Ende 2021. Die bisherigen Erfahrungen und Befragungen zeigen, dass Velofahrende das velofreundliche Gleis als sicherer wahrnehmen als herkömmliche Tramgleise. Allerdings zeigten sich Probleme bei der Widerstandsfähigkeit des eingebauten Gummiprofils: Insbesondere durch das Bremsen und Anfahren der Trams entstanden Risse, in die Wasser eindringen konnte. Im Winter bestand jeweils die Gefahr, dass dieses Wasser gefriert und die Betriebssicherheit des Tramverkehrs gefährdet oder gar zu Entgleisungen führt. Das velofreundliche Gleis musste im Winter daher jeweils pausieren. Seit Dezember 2024 pausierte der Versuch vollständig, da für den Kanton und die BVB klar war, dass nur ein ganzjähriger Betrieb in Frage kommt. Der Hersteller arbeitete seither an der Wintertauglichkeit des Gummiprofils und konnte diese unterdessen in Werksversuchen nachweisen. Inzwischen liegt für die Fortsetzung des Versuchs mit kurzen Stücken des velofreundlichen Gleises vor und nach der Haltekante die Bewilligung des Bundesamts für Verkehr (BAV) vor. Der Bund macht allerdings die Auflage, dass das velofreundliche Gleis nun während vier bis fünf Winter-Halbjahren im regulären Betrieb getestet werden muss. Voraussichtlich Anfang 2027 wird die Haltestelle Bruderholzstrasse entsprechend umgebaut. Verläuft die Fortsetzung des Versuchs erfolgreich, entscheidet das BAV frühestens 2031, ob das velofreundliche Gleis an weiteren Haltestellen zum Einsatz kommen kann. Danach bräuchte es noch die entsprechenden politischen Entscheide.