BVB Tram - Flexity : Nachbestellung aus Option (ab 2023)

  • So, ..., jetzt hat die BaZ auch davon Wind bekommen, dass der BVB-VR beschlossen hat, die vertraglich vereinbarte Option für die Nachbestellung von Flexity-Fahrzeugen einzulösen. War doch erstaunt, wie lange sich diese interne Info "intern" halten konnte! ;)


    Quelle: BaZ vom 07.02.2020

  • oh nein.

    Nicht noch mehr Flexitys.

    Der Entscheid kommt nicht wirklich überraschend, da wie erwähnt eine entsprechende vertragliche Option besteht für die zeitnahe Lieferung zu einem vorab schon festgelegten Preis.

  • Die weitere Trambeschaffung von Flexitys ist noch nicht sicher.
    Mit der Pleite und der Zerschlagung der Firma Bombardier muss erst mal noch ein Käufer für den Tram Sektor gefunden werden.
    Alstom scheint nur auf den Bahnsektor von Bombardier aus zu sein.
    Kartell und Wettbewerbs Richtlinien der EU dürften auch gegen die Übernahme vom Bahn und Tram Sektor sein, ausserdem scheint Alstom kein grosse Interesse am Tram Sektor zu haben.


    Findet sich kein Käufer der Bombardier Tramsparte dürfte die BVB über längere Zeit Probleme mit der Ersatzteilbeschaffung für die Flexitys bekommen.


    So richtig Probleme dürfte aber Zürich bekommen.. was sollen die mit 2 Einzelfahrzeugen.
    Wobei 4002 noch immer nicht fertig ist.

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    FCBino für die Bruderholzbahn =O

  • Bei der Auftragslage wird sich schon ein Käufer nur für die Tramsparte finden. Ob die Kiste dann am Ende Bombardier Flexity, Stadler Flexity, Durmazlar Flexity oder sonstwie heisst, ist sekundär. Ich fürchte, du wirst dich an den Gedanken gewöhnen müssen ;-)

  • ... das würde der Verlust von vielen Arbeitsplätze bedeuten.

    Ob das jemals die Financier interessieren würde.

    Da müsste schon der kanadische Staat intervenieren, der ja auch Teilhaber bei Bombardier ist.

    Wer barfuss durchs Leben geht, dem kann man auch nichts in die Schuhe schieben.

  • Angesichts der sehr guten Auftragslage mit weit über 200 fix bestellten Flexitys in diversen Varianten halte ich es für äusserst unrealistisch, dass die Flexity-Produktion eingestellt wird. Wie auch? Es gibt unterschriebene Kaufverträge, bei denen Bombardier verpflichtet ist, diese einzuhalten. Und gerade wenn die Zahlen nicht rosig sind, ist der Verkauf von zusätzlichen Fahrzeugen (seien es Optionseinlösungen oder neue Aufträge) der naheliegendste Weg, um Einnahmen zu generieren und so die Lage zu verbessern.


    Sollte Bombardier die Tramsparte wirklich verkaufen wollen, findet sich mit Sicherheit ein Käufer dafür, der die Produktion weiterführt, alleine schon aufgrund der zu erwartenden Einnahmen durch die schon fix bestellten Fahrzeugen, bzw. die angekündigten Optionseinlösungen u.a. von Basel und Zürich. Ich halte es für vorstellbar, dass Bombardier die lukrative und erfolgreiche Tramsparte behalten will, falls nicht, bin ich überzeugt, dass andere Hersteller oder Investoren Interesse haben.

    Ich sehe keinen Grund, weshalb die BVB die Option nicht ziehen sollte, und ich wüsste auch nicht, warum Bombardier diese zusätzlichen Flexitys nicht bauen könnte.

  • Zur Erinnerung: Die "Flexity Basel" wurden schon so entwickelt, dass sie die Zulassungsbedingungen für die Schweiz, Deutschland und Frankreich einhalten, was alles andere als einfach war. Ziehen die BVB die Option für weiter Flexities, dürfte deren Zulassung kaum Probleme bereiten. Möchten die BVB einen anderen Tramtyp bestellen, beginnt dieser Aufwand praktisch von vorne - oder man verzichtet darauf, dass die neuen Trams das ganze Netz befahren können...