Beiträge von oberländer

    Vorzeitige Ausmusterung? Die EW IV sind aktuell zwischen 31 und 40 Jahre alt. Im grösseren Stile ausgemustert werden die Wagen erst, wenn die neuen RABe 512 in zwei-drei Jahren abgeliefert werden. Und die jüngeren Steuerwagen bleiben sowieso...

    Die Frage ist hier vielleicht schon einmal gestellt worden, aber besteht bereits ein Hinweis dafür wann vorrausichtlich die ersten Tram-2000 Garnituren aus dem Betrieb gezogen werden?

    Die VBZ haben die Frage in einer Medienmitteilung indirekt damit beantwortet, dass zum "Normalfahrplan" erst auf Fahrplanwechsel im Dez. 21 gewechselt wird, Grund ist die momentane Corona-bedingte Lieferverzögerung von rund viereinhalb Monaten. Medienmitteilung VBZ


    Es kann darum davon ausgegangen werden, dass die ersten T2000 erst 2022 aus dem Betrieb genommen werden.


    Der Unfall mit 4009 macht's natürlich nicht besser. Da wird aber die Problematik weniger bei der Reparatur (4009 konnte mit eigener Kraft ins Depot fahren) als bei der Verfügbarkeit der Ersatzteile liegen.

    Naiv nachgefragt: Gibt es für verhältnissmässig junge Fahrzeuge keine Nachfrage auf dem internationalen Markt (Schwellenländer)?

    Bei einer fälligen Revision inkl. Erneuerung des elektronischen Teils käme eine Aufarbeitung relativ teuer. Gleichzeitig haben die Schwellenländer zu einen selber Hersteller, welche zu sehr billigen Preisen (und oft auch dementsprechende Qualität) auch eigene Produkte herstellen. Siehe Pesa, früher Solaris, etc.; zum anderen können sich diese dank EU-Fördergeldern immer öfter neue hochwertige Fahrzeuge leisten. Alleine Stadler hat fabrikneue Flirts an mittlerweile nahezu alle Schwellenländer liefern können.

    Dazu müsste der potentielle Käufer auch die gleichen Infrastrukturanforderungen (Spurweite, Stromsystem, etc.) erfüllen. Da bleiben dann nicht mehr viele Kandidaten übrig...

    Es geht noch besser…

    Aus dem Pannenzug von Bombardier wurden die Fahrgäste in zwei Girunos von Stadler evakuiert.


    …und auch ich konnte mir das nicht verkneifen.

    Wobei fairerweise erwähnt sein sollte, dass im Sept. 2020 auch der "Superzug" Giruno im Gotthard-Basistunnel "abgelegen" ist und evakuiert werden musste. In Sachen Zuverlässigkeit hat der Twindexx im Moment sogar weniger (!) Störungen als der Giruno; siehe hier.


    Die beiden Fahrzeuge sind sich in Sachen "Pannenzüge" näher, als man denkt...

    Nicht zwingend. Im Prinzip ist es Sache des Tramführers die Eigenschaften des Dampftrams zu kennen und den Bremsweg entsprechend anzupassen. Es sollte nicht sein, dass das Dampftram wegen eines Bedienfehlers nicht mehr fahren darf. Aber da werden wir den Ausgang des Verfahrens seitens der SUST abwarten müssen. Ich hoffe nur, dass das Dampftram bis dahin kein Fahrverbot bekommt.

    Die Fahrzeuge werden verschrottet weil sie wie schon erwähnt für 25 Jahre ausgelegt wurden, dieses Alter erreichen sie nun. Fahrzeug Kasten und Elektronik sind "durch" und hätten saniert werden müssen. Dass man sie nicht saniert, hat auch andere Gründe:

    • Die Fahrzeuge sind eine exotische Kleinflotte, nicht mit den neueren GTW kompatibel
    • Ihre Leistungsfähigkeit ist begrenzt, erst recht mit einem der vier Anhänger, was bei immer enger werden Fahrplänen das Einsatzgebiet einschränkt
    • Sie verfügen über keine autom. Kupplungen
    • Die Nachfrage auf den Thurbo-Linien erfordert erfreulicherweise grössere Fahrzeuge als die Zweiteiler.
    • Ihren Nachfolgern geht es nicht besser: Ab 2026 sollen die ersten GTW der zweiten Serie durch 70 neu zu beschaffende Triebzüge ersetzt werden; die Ausschreibung läuft schon. Da macht eine Revision der ältesten GTW erst recht keinen Sinn.

    Besagter Kommentar bestätigt einmal mehr die Wahrnehmung des Kantons als Hochburg der Autofahrer. Der Kerl hat garantiert gegen die Tramverlängerung gestimmt.


    Ansonsten: weshalb liest du überhaupt diese dümmliche Zeitung? Tamedia taugt nichts.

    Aber einzelne Kommentare widerspiegeln eher den Wutbürger als die komplette Baselbieter Bevölkerung. Gerade bei den Kommentatoren macht es bei Artikeln generell den Eindruck, dass nur noch über alles gemotzt wird. Mindestens im Waldenburgertal ist die Bahn jedenfalls sehr beliebt.

    Tamedia dagegen halte ich mit vereinzelten Ausreissern durchaus für eine gute Zeitung. Für die Kommentare kann die Zeitung wenig, die könnte sie ja nur steuern, wenn sie sie zensurieren würde.

    Ich glaube, dass das Thema Schleudern sich legt, sobald die Trampiloten mehr Farpraxis haben und sich das Feingefühl zum Anfahren eingependelt hat.

    (Vielen Wagenführern fehlt auch das beliebte "Handrädli") .

    Aber meiner Meinung nach wird in Zürich sowieso rassiger, bzw. meist bis ans Limit beschleunigt und gebremst.

    Den Eindruck habe ich auch. In Sachen Schleudern liegt noch viel Potential. Entweder schleudern die Räder beim anfahren oder in grossen Steigungen.


    Bei den Flexitys kommt hinzu, dass sich die Ausbildung der Tramführer auf diesem Typ auf ein paar wenige Tage beschränkt, obwohl das Fahrzeug vom Fahren her was komplett anderes als die Cobra und erst recht als ein T2000 ist. Da merkt man den Tramführern die noch fehlende Fahrpraxis deutlich an. Da wird noch viel zu sehr ruckartig nach dem "Vollgas-Vollbremsen"-Stil gefahren. Die Konsequenz sieht man nun bei den Rädern.


    Die VBZ wird das Tram noch besser kennenlernen und einstellen müssen. Aber das wird besser werden.

    Bei der Cobra hat damals auch fast jedes Tram gerattert, während man heute nach meinem Eindruck die eckigen Räder einigermassen im Griff hat und Fahrzeuge mit extremen Flachstellen selten geworden sind.

    Allerdings gibt es Probleme mit der Radreifenabnutzung, diese müssen viel zu schnell gewechselt werden. Nun laufen Versuche mit anderer- härterer Stahlqualität. Dadurch sollen die Radreifen länger halten - was das für die Gleisabnutzung bedeutet muss wohl nicht erwähnt werden.

    Die Problematik der Gleisabnutzung lässt sich bei einem Niederflurtram fast nicht lösen. Ich denke, dass bei der Lösungssuche für dieses Problem auch der Fahrstil angesprochen werden sollte, bzw. abzuklären, wie die Tramführer "gleisschonender" fahren können.


    Was wir aber trotzdem nicht vergessen sollten: Das Tram ist nun ein halbes Jahr im Plandienst. Die Radreifenabnutzung ist bisher das einzige grössere Problem mit den neuen Fahrzeugen. Alles andere läuft sehr zuverlässig. was gerade bei diesem Hersteller nicht selbstverständlich ist.

    Ich werde die Vermutung nicht ganz los, dass man im Landkanton gegen alles ist, das etwas kostet und für einem selbst keinen direkten Nutzen hat. Aber solches Denken gibt es auch anderswo.

    Oh ja. Als im Kt. Zürich vor ein paar Jahren die Limmattalbahn zur Abstimmung anstand, meinte eine Kollegin dazu: "Ich habe Nein gestimmt. Ich fahre nie im Limmattal öV, warum soll ich Ja stimmen? ich brauche so eine Bahn nicht, die nützt mir nichts."

    Ich bin überzeugt, dass es im Baselland ähnlich gelaufen ist.

    Zynisch ausgedrückt kann die BLT vielleicht ganz froh sein, stand die Modernisierung der WB nie zur Abstimmung an. Ich bin nicht sicher, ob das Projekt angenommen worden wäre.


    Es braucht wohl noch etwas Zeit. Wenn der Bus im Stau stecken bleibt, bzw. die Strassen überlastet sind, vielleicht findet dann ein Umdenken statt.

    Im bis anhin öV-feindlichen Tessin hat es auch Jahrzehnte gedauert, bis die Überzeugung für einen guten Nahverkehr sowohl bei der Regierung als auch der Bevölkerung angekommen ist. Nun baut man im sehr autolastigen Lugano ein Tram...

    Solange die Mehrheit in einem Kanton nicht müde wird zu beweisen, dass ihnen die Blechkarosse um ihren Kopf wichtiger ist als umweltverträglicheren Öffentlicher Verkehr kann ich diesen Kanton auch so bezeichnen wie es mir passt. Wir leben hier noch in einer offensichtlich in einer Demokratie in der jeder denken und sagen kann was er will, solange er niemanden damit beleidigt.

    Diese Demokratie gilt für dein Privatleben, da kannst Du den Kanton BL bezeichnen wie es dir beliebt. Hier im Forum haben wir aber bestimmte Umgangsformen zu beachten. Und da möchte ich, dass der Kanton Baselland weiterhin als Kanton Baselland bezeichnet wird und nicht mit irgendwelchen Spottnamen. Einen gewissen Respekt ggü. den Behörden, den Kantonen und ihren Einwohnern sollte immer noch da sein, mag man noch so enttäuscht über deren öV-Politik sein.


    Danke für die Kenntnisnahme.

    Lithium Akkus - wie lange es wohl geht bis der erste Akku Bus in Basel ausbrennt? 🔥

    Der Bus ist vom Heck aus ausgebrannt. Die Akkus befinden sich im vorderen Teil, der nicht ausgebrannt ist. Das deutet für mich auf einen klassischen Motorbrand hin, etwas was schon bei allen Fahrzeugmarken passiert ist. Der Brand hat daraus folgend nichts mit den Batterien zu tun, und ich finde es auch falsch, einen Zusammenhang herzustellen.

    Oder auch diese Aussage: "Noch unklar ist gemäss Büttiker allerdings, ob dies nur in der Stadt oder auch auf den Vorortslinien möglich ist. Auf Letzteren greift nämlich das Eisenbahngesetz. Dort wird nach Signal und nicht auf Sicht gefahren – anders als auf dem Stadtgebiet." Ja was heisst das nun? Ist es auf den Vorortslinien eher "unproblematisch" für Büttiker, oder verbietet das Eisenbahngesetz die Nutzung?

    Grundsätzlich ist Radiohören auf Eisenbahnstrecken verboten. Das Thema gab es auch schon bei Lokführern bei SBB und Co. Und da die BLT-Linien auf den Überlandlinien als Eisenbahn klassifiziert sind, dürfen die Tramführer auch kein Radio hören.

    Genau der falsche Ansatz.

    Leute, denen keine flexible Arbeitszeit möglich ist, werden unschuldigerweise mit höheren Arbeitsweg-Kosten bestraft!

    Meine Rede. Das Problem ist, dass solche Ideen mittlerweile auch national diskutiert werden (von wegen Mobility Pricing).

    Und gerade die Abos haben den angenehmen Nebeneffekt, dass sie die Kunden auch ausserhalb des Pendelns in den öV locken. Eine Abschaffung wäre da kontraproduktiv. Worüber aber man diskutieren könnte, wäre ein moderater Preisaufschlag.


    Es geht bei solchen Ideen (die meisten aus den Kreisen von öV-kritischen Politikern kommen) stets darum, die Subventionen für den öV zu reduzieren, bzw. die Mehrkosten für die HVZ-Verkehre dem Kunden zu verrechnen. Dass nun sogar öV-freundliche Kräfte die Idee unterstützenswert finden, ist bedenklich.

    Aber nur zur Ablösung der Erdgas Busse und der restlichen MAN Busse sind es doch mehr Akku Busse.

    Bin mal gespannt ob auch schon von den neuen Mercedes Diesel abgestellt werden.

    Sehr alt werden die (zumindest in Basel) nicht werden.

    Wenn sie 2027 ersetzt würden, brächten sie es immerhin auf 12 Jahre. Vorher dürfte sie die BVB kaum ersetzen, da noch kaum abgeschrieben.

    Geht noch. Es gibt Busbetriebe, die ersetzen die Busse alle 10 Jahre.

    Doch der 30er könnte es sicher vertragen.

    Aber es lassen einige Haltestellen ohne eine Verlegung deren Einsatz nicht zu (Erasmussplatz, Bahnhof SBB, evt. Badischer Bahnhof in jetztiger Form, Mattenstrasse).

    Und was man auch bedenken muss, sind die Kosten. Die Hess-DGT sind mit 1.63 Mio. pro Bus relativ teuer, wenn der Besteller auf dieser Linie nur Gelenkbusse finanzieren will, dann wird das schwierig.

    Sicher. Aber mit einer grösseren Reichweite wird der Fahrzeugeinsatz flexibler, gerade bei Verspätungen könnten diese abgebaut werden, wenn der Bus nicht mehr zwingend bei jeder Runde aufgeladen werden müsste. In Bern hat man bei den ähnlichen, aber kleineren Bussen diese Möglichkeit sehr schätzen gelernt. Darum machen die Überlegungen der BVB Sinn.

    Der eCitaro ist nach meinem Eindruck ein ausgereiftes Produkt mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis, es spricht für sich, dass nun auch bei den E-Bussen Mercedes einen grossen Teil der Ausschreibungen gewinnen kann.


    Hess wiederum dürfte gewonnen haben, weil sie bei den DGT fast konkurrenzlos sind, bzw. Mercedes den Citaro nicht als DGT anbietet.


    Die BVB hat hier nach meinem Eindruck eine gute Wahl getroffen, besonders freut mich die Einführung von DGT auf dem chronisch überlasteten 50er.

    Ich würde der BVB aber empfehlen bei den Hess die erwähnte stärkere Batterie zu bestellen (sofern möglich). Eine Reichweite von nur 25-45 km dünkt mich etwas gar mager...