Beiträge von oberländer

    Fairerweise muss gesagt sein, dass die Elektrobusse in diesem Umfang auch für die BVB Neuland sind. Über ein Dutzend Busse ist was ganz anderes als der bisherige einzige.

    Im Mercedes-Prospekt klingen die 140 km Reichweite gut, was es im Winter bei Minustemparaturen bedeutet, lernt die BVB gerade....


    Und gerade bei den Elektrobussen, wo die Reichweite nie Hundertprozentig abgeschätzt werden kann geht es fast nicht anders, als mit Learning-by-Doing und Lehrgeld, weil in der Praxis nie alles aufgehen kann, was man sich in der Theorie ausgedacht hat, gerade weil man - aber nicht nur - eine deutlich grössere Flotte an E-Bussen in Betrieb nimmt, als eine BLT. Darum ist es umso besser, wenn die BVB ihre E-Flotte nur nach und nach in Betrieb nimmt, so hat man immer noch genügend Dieselbusse im Bestand, die aushelfen können.


    Auf was ich hinauswill:

    Bitte etwas Geduld. Ich habe bis jetzt noch wenige Betriebe gesehen, wo die Einführung von E-Bussen problemlos abgelaufen ist.

    Bei den Hess Doppelgelenkern besteht das Problem nicht, da am Flughafen eine Ladesation ist, an der immer wieder Zwischengeladen wird.

    Um mal eine Kenngrösse zu liefern, was so an Strom "verbraucht" wird: Nach meinen Beobachtungen "verbraucht" der Doppelgelenker Flughafen-Basel einfach rund ca. 13% Batterie (Ladestand Flughafen 100%; am Bahnhof 87%).

    Oje das ist echt eine Sorry Schande wieder für die BVB, selbst die BLT oder MVG in München haben welche.

    Was für ein Saftladen.

    Beleidigungen und Beschimpfungen wie „Saftladen“ ggü einem ÖV-Betreiber kannst du gleich mal sein lassen. Das braucht es hier nicht.

    Am Vormittag waren alle 4 Kurse mit Akkus belegt. (ohne HVZ Verstärker)

    Allerdings brauchte es dafür 6 Busse - die immer wieder getauscht wurden.

    Wobei gerade in der aktuellen Phase dieser Mehrbedarf nicht automatisch mit "leeren Akkus" gleichgesetzt werden kann. Die BVB ist da immer noch in der Einführungsphase mit Fahrschulen. Erscheint mir der Fairness willen ggü. BVB noch erwähnenswert...

    Mit dem neuen Jahr bekommen die Zürcher Flexitys auch ein neues Einsatzgebiet. Ab heute Montag übernehmen die neuen Trams neu Umläufe auf dem 2er (Zürich Tiefenbrunnen-Schlieren Geissweid), wo sie momentan für vier Kurse vorgesehen sind. Damit sind es neu fünf Linien mit Einsätze der neuen Trams.


    Bei den Ablieferungen kann der drei-Wochen-Rythmus nachwievor beibehalten werden. Nächsten Donnerstag, 12. Januar wird mit 4037 das erste Fahrzeug von 2023 erwartet.

    Habe heute meine Premiere auf der WB gemacht. Störungen gab es keine, dafür Verspätungen im Minutenbereich und in Oberdorf einen längeren Aufenthalt.


    Gefallen tun die Fahrzeuge. welche selbst bei 80 km/h eine beeindruckende Laufruhe haben (da können alle anderen Trams zusammenpacken), sowie die Infrastruktur mit den neuen Haltestellen, die - BLT-typisch - einen hochwertigen Eindruck machen.


    Weniger gefallen tun die aktuellen Probleme mit der Signaltechnik, das momentan schlecht funktionierende KIS (keine Haltestellenansagen) sowie die Gestaltung des Endbahnhofs Waldenburg mit dem Depot und der Bushaltestelle in hässlichem grossflächigem Sichtbeton.

    Auf der anderen Seite grassiert aktuell eine Grippe, die viele Kinder "ins Bett legt" und ich könnte mir vorstellen, dass durch die Angst ums Kind eine Abmeldung fürs Weihnachts-Drämmli vergessen gehen kann.

    Bei einzelnen Trams mit dunkler Frontanzeige kann ich - im Gegensatz zur BVB keine Regelmässigkeit feststellen und habe sowohl als User wie auch als Admin gewisse Mühe mit dieser Miesmacherei.


    Bei der BVB kann ich es verstehen, bei der BLT nicht. Dito betreffend deiner Sprüche von wegen BLT-Werbetrams. Das ist einmal vielleicht lustig, aber spätestens beim dritten Mal nicht mehr.


    Ich wäre darum froh, wenn Du den Grundsatz "weniger ist mehr" anwenden könntest.

    Die Akku-Bussen sind heute das erste Mal unterwegs. Das sollte man bei allen Vorbehalten ggü. der BVB beachten.

    Da wird die BVB eine gewisse Zeit brauchen, bis die Umläufe entsprechend sinnvoll angepasst sind, damit die Busse eben nicht nach einem halben Tag an die Steckdose müssen. Aber diese Zeit sollten wir der BVB geben, ehe die Akkubusse gleich als untauglich abgestempelt werden.


    Die BLT hat die gleichen Busse auf vergleichbaren Strecken; und dort fahren sie fast den ganzen Tag. Dito bei anderen Städten im Stadtverkehr


    Der eCitaro ist für 140 km Reichweite ausgelegt. Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, weshalb sie in Basel diese Reichweite nicht erreichen sollen.

    Allenfalls besteht die Möglichkeit, bei Mercedes die Miete von Occasionsbussen zu aufgrund der Lieferverzögerung verbesserten Konditionen auszuhandeln.


    Ansonsten habe ich den Eindruck, das der eine oder andere Hersteller die Nachfrage an E-Bussen etwas unterschätzt hat. Und die BVB ist noch gut dran. Bei Hess beträgt die Lieferverzögerung mittlerweile Jahre...

    BBA Aarau hätte eigentlich 17 E-Gelenkbusse (E-Citaros) im Jahr 2021 erhalten sollen. Jetzt müssen sie froh sein, wenn die Busse noch im Jahr 2024 kommen werden.

    Das ist so nicht richtig. Die BBA hat den Auftrag für E-Citaros "erst" im März 2022 erteilt, und auch dann definiert, dass die Busse erst ab Mitte 2023 zu liefern sind. Warum?

    Die Aarauer müssen zuerst im Depot die Ladeanlagen erstellen, und diese werden erst 2023 gebaut. Nachzulesen in der BBA-Medienmitteilung.

    Bis anhin war es bei diversen Bahnen stets so, dass neue Fahrzeuge rund ein halbes Jahr IBS hinter sich hatten, ehe man in den Plandienst ging.


    Bei der BLT wurde ein Grossteil der Flotte aufs Gleis gestellt und musste innert Wochenfrist sofort fahren, in der HVZ aktuell mit Reserve 0; sechs Fahrzeuge vorhanden, sechs Fahrzeuge im Plandienst. Das notabene auf einem neuen Zugsicherngssystem welches so noch nie gebaut wurde, von einem Hersteller, der ein Neuling auf diesem Gebiet ist und das in einem Zeitrahmen mit praktisch Null Zeitpuffer.


    Das ist dann irgendwann eine riskante Komponente zuviel...


    Das Problem ist nach meinem Verständnis nicht das Fahrzeug an sich, von wenigen Kinderkrankheiten abgesehen. Auf der Limmattalbahn läuft es ja. Und auch andernorts sind bereits Tramlinks in Betrieb (z. B. Lugano - Ponte Tresa). Schwierigkeiten bereitet v. a. CBTC.

    Die Limmattalbahn ist ein klassisches Tram mit Fahrt auf Sicht und teils bestehenden Strecken. In Lugano hatten die Tramlink auch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen, aber auch dort beschränkt sich die Neuerung auf die Fahrzeuge. Da ist die WB m. E. für die Betreiber die grösste Herausforderung aller drei Bahnen.

    Und ich schliesse mich euren Meldungen an: die BLT verliert meiner Meinung nach ganz sicher nicht das Gesicht mit einem solchen Bahnersatz, sondern zeigt Grösse. Sowas kommt auch bei den Leuten an, da bin ich überzeugt.

    Am Ende des Tages interessiert sich der Grossteil der Kundschaft nicht für die Probleme der Bahn. Er will nur eines: Einen funktionierenden öV. Dieser hat in den letzten anderthalb Jahren per Bus so gut funktioniert, dass es den Kunden wahrscheinlich wenig ausmachen wird, wenn dieser noch etwas länger bleibt. Lieber so eine Lösung, als den Kunden an der Haltestelle im Regen - oder aktuell Schnee - stehen zu lassen.


    Von wegen Image:

    Es gibt nichts älteres als die Zeitung von Gestern. Eine Appenzeller Bahn hatte vor ein paar Jahren die gröbsten Probleme mit ihren Tangos. Heute redet keiner mehr davon. Oder die Cobra der VBZ: Bei der Einführung vor über 10 Jahren als "Klapperschlange" und Rumpelkiste von den Medien durchs Dorf gejagt, Heute liest man nichts mehr darüber. Und gerade die WB ist im Tal als "üses Bähnli" so beliebt, dass man auch diese Startschwierigkeiten in Kauf nimmt.

    Die neuen Tosa sollen in erster Linie die Grossflotte der MB Citaro II G ersetzen und so die Gelenkbus-Diesellinien elektrifizieren.

    Vorgesehen seien sie u. a. für die Linien 1, 4 und 5, die Linie 4 mit DGT.


    Der Trolleybusbetrieb bleibt bestehen, wird jedoch unter dem Strich reduziert:

    Zwar wird die Linie 9 auf Trolleybus umgestellt, gleichzeitig werden aber die Trolleylinien 6 und 19 auf Tosa umgestellt.


    Bei den Trolleybussen wird bis 2025 die Hess-Flotte (38 GT, 10 DGT) von 2004/06 ersetzt. Da wie bereits erwähnt die Linien 6 und 19 auf Tosa umgestellt werden, reduziert sich der Trolleybusbedarf um 29 Fahrzeuge; so werden die 48 Hess durch 19 Neufahrzeuge ersetzt.


    Bis die Elektrobusse abgeliefert sind, werden allerdings viele Dieselbusse über 15 Jahre als sein, das dürfte noch Probleme verursachen.

    Das Problem der Elektrobusse sind die langen Lieferfristen. Hersteller Hess wird langsam aber sicher "Opfer" des eigenen Erfolges. Durch die vielen grossen Bestellungen (26 Busse für Zürich, 30 für Neuchatel, 60 für Brisbane, 40 für Clermont-Ferrand, etc.) verdoppelt bis verdreifacht sich die Lieferfrist für neue Busse aktuell von einem Jahr auf zwei-drei Jahre. Die kleine Fabrik im Solothurnischen mag ja bald nicht mehr nach, mit der Konsequenz, dass die TPG nun drei Jahre warten muss, bis Hess den ersten Bus liefern kann...

    Der Schweizer Bushersteller Hess reitet momentan auf einer für ihn noch nie dagewesenen Erfolgswelle. Nach den grossen Rahmenverträgen bei Winterthur und Zürich dürfen die Solothurner den Erhalt des wohl grössten Auftrages aus der Schweiz vermelden:

    Die TPG in Genf bestellen bei Hess 119 (!) Elektrobusse, 65 Gelenkbusse, 54 Doppelgelenker.


    Die Busse erhalten das System Tosa, welches in Genf bereits im Einsatz steht.

    Die WB hat Vmax 80, weil ihre Strecke als normale Bahnlinie darauf ausgelegt und zugelassen ist. Die LTB dagegen ist ein klassisches Tram mit Fahrt auf Sicht und deutlich kürzeren Haltestellenabständen und darum auch ohne Abschnitte, wo man die 80 km/h ausfahren könnte. Ergo wird sie für Vmax 60 km/h zugelassen, so wie alle anderen Tramlinien der VBZ auch.Sie hat zwar auch eine Zugsicherung, aber die benötigt sie nur für die Überfuhren nach Bremgarten für den Unterhalt.


    Die Fahrzeuge sind im übrigen nicht identisch.

    Neben den unterschiedlichen Zugsicherungen ist auch das Stromsystem unterschiedlich:

    Die LTB-Version fährt mit 600 V/1200 V (600 V auf dem VBZ-Netz zwischen Altstetten und Schlieren). die WB mit 1500 V.