Beiträge von oberländer

    Interessant, dass momentan immer zwei Wagenführer an Board sind, für etwaige Probleme.

    Der zweite Wagenführer ist vor allem für die Schulung der Tramführer zuständig, was nach meinem Eindruck auch nötig ist. Gerade dem Tramführer heute fehlte spürbar die Routine, gerade beim Bremsen.


    Ich habe mir heute auch eine erste Fahrt mit dem Flexity gegönnt und war positiv überrascht. Stichworthaltig ein paar subjektive Eindrücke aus Fahrgastsicht:

    Positiv:

    +schönes Innendesign mit angenehmer Beleuchtung

    +sehr grosse Aussenanzeigen

    +hochwertige Verarbeitung

    +bequeme Holzsitze mit toller "Lounge" im Heck

    +sehr leiser, aber dennoch leistungsfähiger Antrieb mit guter Beschleunigung

    +grosse Laufruhe in allen Bereichen, besser als beim Flexity Basel

    +grosszügiges Platzangebot

    +tolle Rundumsicht für Tramführer


    Negativ:

    -zu enger Zustieg mit sehr schmaler Türe vorne und hinten

    -Anfahrmühe in grösseren Steigungen (wovon es in Zürich einige gibt; auf dem 11er vor allem zwischen Burgwies und Rehalp) Anfahrt war dort nur dank fleissigem "Sanden" möglich

    -Knarz- und Klappergeräusche bei vereinzelten Gelenken - muss bei einem fabrikneuen Fahrzeug nicht sein

    -nur jedes zweite Modul hat einen Info-Bildschirm, auf den notabene die langen Stationsnamen nicht mal draufpassen. "Schaffhauserplatz" wurde in Laufschrift angezeigt.


    Fazit:

    Sie (Bombardier) können's ja. Der Flexity Zürich erscheint mir eine gut gelungene Weiterentwicklung des älteren Bruders aus Basel zu sein. Trotz kleiner Schwächen überzeugt mich der Flexity, in dieser Form ist er eine sehr willkommene Bereicherung der Zürcher Tramflotte. Nun bleibt zu hoffen, dass möglichst bald die Serienlieferung weitergehen kann, bzw. die Zürcher Politik die finanziellen Mittel für die Verkürzung der Lieferintervalle sowie die 40 zusätzlichen Trams zeitnah bewilligt. Zürich hat's bitter nötig...

    Momentan befinden sich bei der Regie Laufen einige Bus-Exoten. Unter anderem im Liniendienst anzutreffen sind ein Facelift Citaro G aus der Innerschweiz (Passepartout) mit Berner Nummernschild und ein Citaro G (A-Welle) mit Walliser Nummernschild.

    Der Aargauer mit Walliser Kz. könnte von PU Steffen aus Remetschwil gekommen sein, Dann hätte er Bj. 2005/06 und wurde dieses Frühjahr ersetzt. Das Walliser Kennzeichen der Firma Ruffiner aus Turttmann VS gehören, diese Firma kauft alte Gelenker auf, um sie als Zubringer fürs Openair Gampel einzusetzen.

    Andreas Meyer hat in einem Interview mit der NZZ Stellung zu den ominösen 450'000 Fr. genommen, welche er gem. Boulevardpresse gratis erhalten haben soll:


    Zitat


    Die SBB haben im ersten Halbjahr einen Verlust von 479 Millionen Franken geschrieben. Das Parlament will den öffentlichen Verkehr mit 900 Millionen Franken unterstützen. Ihnen haben die SBB seit Ihrem Rücktritt Ende März noch 450 000 Franken bezahlt. Wie rechtfertigen Sie diesen Lohn vor sich selbst?

    Der Verwaltungsrat der SBB hat im vergangenen September mit der Suche nach einem Nachfolger für mich begonnen. Damit kein Zeitdruck entsteht, haben wir vertraglich vereinbart, meine Arbeitszeit unter Einhaltung der Kündigungsfrist per Ende September 2020 zu beenden. Der Verwaltungsrat wusste ja damals nicht, wie lange es dauern würde, bis die Stelle des CEO wieder besetzt ist.

    Na ... dann sind wir doch gespannt. Der gleiche "Bahnforum-Informant" stellte bereits am 03.09.2020 den ersten Umlauf per 07.09.2020 in Aussicht. Heutiges Zitat: "Wenn alles gut läuft sollten morgen die Medien informiert werden und das Flexity 4001 am Nachmittag für ein paar Umläufe auf den 11er geschickt werden."

    Einer der dortigen Informanten ist als Journalist tätig und hat eine entsprechende Einladung erhalten. Dem Vernehmen nach hat die VBZ kurzfristig auf Morgen zur "Pressefahrt" geladen, wo die Presse als geladene Gäste im Flexity mitfahren dürfen.

    Wiedereinmal einer dieser Artikel, bei welchem der allgemein-geneigte Leser den Eindruck bekommen sol oder kannl: "Ist doch unerhört!"


    Ich sag da nur "pacta sunt servanda" ... Verträge sind einzuhalten. Und ganz ehrlich: In wievielen Betrieben ist es üblich, dass man mit der Kündigung freigestellt wird und den Lohn weiterhin erhält. Und bei solchen Kaderstellen ist es bestimmt nichts aussergewöhnliches, eine Kündigungsfrist von mind. 6 bis 12 Monaten zu vereinbaren.


    Was will uns also 20min sagen??

    Es ist ein typischer Boulevardartikel für den Büezer, der die Wut auf "die da oben im Krawattensilo" anstacheln will.

    ich bin kein Fan von Meyer und ich bin kein Fan davon, dass der Mann eine Mio. pro Jahr verdient hat.


    Aber am Ende des Tages hat der Mann einen Arbeitsvertrag wie wir alle auch und in diesem sind die Bedingungen klar geregelt: Jeder Angestellte hat Recht auf Lohn bis zur Ablauf der Kündigungsfrist, mit dem einzigen Unterschied, dass bei Meyer die Kündigungsfrist länger und der Lohn höher ist. Es gibt keinen Grund, weshalb Meyer diese Rechte nicht erhalten soll.

    Meyer hat nicht gratis gearbeitet, sondern er wurde ein halbes Jahr vor Vertragsablauf in gegenseitigem Einvernehmen freigestellt. Sowas wird bei anderen Grosskonzernen mit anderen Kaderangestellten genauso gemacht, mit dem Unterschied, dass es die Boulevardpresse nicht mitbekommt, da Privatwirtschaft.


    Abgesehen davon steht in den SBB-Angaben in keinem Satz, dass Meyer nach der Stabsübergabe im April nichts gemacht hat. Zwar hat ab dann Vincent Ducrot die offizielle Leitung übernommen, aber er musste sich auch zuerst einarbeiten und das konnte er ja nicht tun, als er noch bei der TPF beschäftigt war.

    Vinnitsa scheint in der Tat wahrscheinlich, obwohl man vielleicht nicht gerade das Bedürfnis nach 132 weiteren Fahrzeugen hat?

    Ich bezweifle grundsätzlich, dass es Verkehrsbetriebe gibt, die Interesse an der kompletten Flotte haben, ich gehe davon aus, dass die T2000 zum einen auf mehrere Städte verteilt werden und zum anderen auch einige zum Schrotthändler gehen.


    In Sachen Vinitsa kann es natürlich auch sein, dass die T2000 dort wiederum die älteren Miragen ablösen.


    Abgesehen davon glaube ich nicht, das die VBZ alle 132 Fahrzeuge ausmustern werden. Zum einen hoffe ich schwer, dass mindestens ein T2000, lieber zwei als Musemsfahrzeug in Zürich erhalten bleibt, zum anderen hat die VBZ hoffentlich aus ihren Fehlern gelernt und behält noch einige T2000 ein paar Jahre als Notreserve, falls die Flexitys im Plandienst noch nicht so tun wie sie sollten. Und zum dritten werden die 132 Fahrzeuge erst komplett ersetzt werden können, wenn die VBZ die Optionseinlösung unter Dach und Fach hat.

    Weiss da jemand bereits mehr?

    Jein. Was ich weiss, ist dass Zimmerbergbus, bekanntlich schweizweit der erste Betreiber des neuen MAN-Models, mit den Leistungen des Fahrzeuges so "zufrieden" waren, dass von den fünf Fahrzeugen deren drei zurück zum Hersteller gehen. Die Fahrzeuge hätten Probleme mit den Türen und der Elektronik, diese Probleme seien so massiv, dass die halbjährigen Fahrzeuge auf Kulanz gegen drei Neuwagen ausgetauscht werden sollen.


    Unter Umständen sorgt die Behebung dieser Kinderkrankheiten bei Verzögerungen bei Lieferungen für andere Busbetriebe.

    Neben Zimmerbergbus haben übrigens auch die VBG in Volketswil und Travys in Yverdon solche Busse übernommen. Wer also Lust auf eine Probefahrt hat...

    Asche über mein Haupt ... aber neu ist zumindest die Info, dass es Hybridbusse sein werden ...

    Das neue MAN-Modell gibt es meines Wissens NUR in der Version als Hybridbus. Es ist ein "Mild-Hybrid" welcher 5-10% weniger Diesel verbrauchen soll.

    Zitat

    Doch die Altersschwächen der seit bald fünfzig Jahren herumkurvenden Tram 2000 werden immer übler. Der Stress in den VBZ-Werkstätten ist gross.

    "Bald 50jährig" ist übertrieben, die ersten beiden Serien des Tram2000 sind zwischen 33 und 44 Jahre alt (Bj. 1976-87). Und der Engpass entsteht meiner Meinung nach in erster Linie aufgrund zu wenig Fahrzeugen (m. W. Reserve 0 (!)) und nicht wegen "Altersschwächen". Die Erhöhung der Lieferkadenz hätte die VBZ darum schon viel früher beantragen sollen (wäre für Bombardier kein Problem gewesen), hier wurde auf dem Buckel der Kunden gespart.


    Darum ist es gut, dass nun korrigiert wird, bleibt zu hoffen, dass der Verkehrsrat den Ansinnen und der Optionseinlösung entspricht. Der Plandiensteinsatz wird davon abhängen, wann die VBZ vom BAV die Betriebsbewiligung für die Flexitys erhalten. Die VBZ geht nun von Oktober aus, wir werden sehen, ob das das BAV dann auch so sieht.

    Der Artikel ist meiner Meinung nach tendenziös und voreingenommen und missachtet die Unschuldsvermutung, die für alle vor einer entgültigen Verurteilung gelten sollte. Für die Boulevardzeitung ist die Schuldfrage schon vor dem entgültigen Urteil gefällt und über die Verantwortlichen wird mit an Beschimpfung grenzenden Worten gerichtet. Wer sich die Stellungnahme der VBL anschaut, wird feststellen, dass das Verhalten der Verantwortlichen wenig mit "davonschleichen" oder absichtlichem "Bschiss" zu tun hat. Auch der Blick sollte ggü. Schmassmann, Hunkeler und Co. ein Minium an Respekt und Anstand zollen...

    Corona als Grund könnten Laien dazu als Ausrede angeben. Experten welche ich heute bei einem Termin in Basel getroffen habe, wissen aber das Unterlagen und wichtige Tests sowie Messungen im Bereich Sicherheit/Bremsen fehlen. Kann sich also noch etwas hinziehen bis man mitfahren kann.

    Dass Corona ein Grund für Verzögerungen ist, ist eine Tatsache und keine Ausrede. Das ist auch von anderen Herstellern zu hören und braucht darum nicht abschätzig als "Laien-Aussage" bezeichnet zu werden. Es hat niemand gesagt, dass es der alleinige Grund ist. Corona sorgt für Verzögerungen, aber nicht nur. Die anderen Probleme sind weder was neues, noch ungewöhnlich geschweige denn sind sie ein Indiz dafür, dass es mit dem Fahrzeug grundsätzlich Probleme gibt. Sonst hätte die VBZ nicht den Antrag für die Bestellung von weiteren Fahrzeuge eingereicht.


    Ich persönlich halte deine Aussagen grundsätzlich für plausibel und ich glaube auch nicht, dass du sie dir aus den Finger saugst...

    Das Problem ist nur, dass sie stets eine Seite abbilden mit dem Unterton, dass immer Bombardier an den (weiteren) Verzögerungen schuld sei und Du als jemand bekannt bist, der eine - diplomatisch ausgedrückt - kritische Haltung ggü. Bombardier vertritt. Du musst Dich darum nicht wundern, wenn die Aussagen von den anderen - auch von mir - mit Vorsicht genossen werden...


    Die VBZ hat stets gesagt, dass sie erste Plandiensteinsätze konservativ plant, frühestens im Herbst zu erwarten sind und man erst im September mehr wisse. Der Herbst hat erst angefangen. Ich sehe da immer noch keine Probleme/Verzögerungen, die über das übliche Mass hinausgehen.

    Ich finde diese Optionseinlösung sehr sinnvoll, ebenso, dass nicht gleich 70 Fahrzeuge zusätzlich bestellt werden.


    Wenn du eine neue Ausschreibung machst, dann geht es wieder ein, zwei Jahre, bis der Auftrag vergeben werden kann und nochmals mindestens zwei für die Lieferfrist zwischen Auftragseingang und IBS des ersten Fahrzeuges. Diese Zeit hat die VBZ nicht.

    Die schon bestellten 70 Trams reichen gerade so, um die ersten beiden Serien des T2000 zu ersetzen. Selbst wenn man mit denen weiterfahren würde ist wegen dem BehiG 2023 Schluss, dann gehen nur noch Sänfte-Pony, Cobra und Flexity.


    Die 70 schon bestellten Flexitys wiederum reichen nicht für das schon gebaute Tram Hardbrücke, sie reichen nicht für die schon gebaute 2er Verlängerung nach Schlieren, sie reichen nicht für die vorgesehene Gefässerweiterung auf dem 4er und die vorgesehenen Liniennetzerweiterungen habe ich dabei noch nicht mal erwähnt.


    Die VBZ braucht die 40 weiteren Fahrzeuge darum zeitnah und nicht vier Jahre später, wenn dann mal ein neuer Typ geliefert werden würde.

    Und diese 40 Trams sind dabei noch das Minimum. Die VBZ wollte ja ursprünglich 70 Trams nachbestellen. Da wurde sie offensichtlich zurückgepfiffen und die Zahl nach unten korrigiert, was auch sinnvoll ist.


    Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich gehe davon aus, dass die 40 zusätzlichen Trams gerade so reichen, um den erwähnten Mehrbedarf (Hardbrücke/Schlieren) abzudecken und die 23 Sänften zu ersetzen. Sobald die vorgesehenen Liniennetzerweiterungen (Tram Affoltern, Tram Kloten, Verlängerung 15er nach Rehalp) politisch bewilligt sind, gehe ich davon aus, dass die VBZ weitere Optionen aus den noch max. zu bestellten 30 Trams ziehen wird.


    Es ist mir klar, dass das Flexity hier nicht beliebt ist und darum die Entscheidung nicht verstanden wird. Nichtsdestotrotz hat die VBZ den Typ nun ein knappes Jahr kennen lernen dürfen und hätte sich nicht für die Optionseinlösung entschieden, wenn das Tram wirklich so schlecht wäre, wie suggeriert wird. Dass das Tram noch nicht im Plandienst ist, ist zu einem guten Teil Coronabedingt und nicht (nur) des Fahrzeuges Schuld.
    Dass das Tram nicht das schienenschonendste ist, ist klar, aber das sind die Konkurrenzprodukte auch nicht (Combino/Avenio, Citadis, etc.), bzw. müssen das Gegenteil erst beweisen (Tramlink).

    Ich nehme niemanden von der VBZ in Schutz und habe das auch nicht nötig. Im Gegenteil: Ich finde es peinlich, dass denen nicht zum ersten Mal solche Info-Fails unterlaufen.


    Ich finde nur, dass man die Aussage "Die Fahrzeuge sind auf Linie xy im Einsatz" nicht zwingend automatisch als Plandiensteinsatz interpretieren kann und ich sie darum nicht per se als falsch erachte. Dass die Fahrzeuge im Laufe ihrer IBS das komplette VBZ-Netz abfahren, ist klar und auch logisch.

    ich habe manchmal das Gefühl, wir sind vom Socialmedia Team der BVB diesbezüglich verwöhnt was die Qualität und Zuverlässigkeit angeht

    Meines Wissens auch von anderen (Zürcher) Betrieben wird Socialmedia von einer zentralen ZVV-Kommunikationsabteilung bedient. Die Mitarbeitenden dort sind nach meinen Erfahrungen zwar sehr gut geschult darin, wie man kommuniziert, von technischen Aspekten ist aber wenig bis kein Wissen vorhanden, bzw. man verlässt sich darauf, was der Betrieb sagt, ohne es zu überprüfen.


    Und gerade bei neuen Trams in der IBS ist die Planung mehr oder weniger "rollend" bzw. passt sich den Leistungen des Fahrzeuges oder der Erteilung der Bewilligung an.

    Kleiner Trostpreis: Wenigstens ist Fahrzeug Nr. 4003 dem Vernehmen nach in Zürich eingetroffen.


    Die VBZ-Info ist falsch ... ! Ohää ... :/

    Die Info ist nicht falsch. Die Flexitys sind schon auf diesen beiden Linien unterwegs. Aber als Probe/Ausbildungsfahrt und nicht im Plandienst. Diesen entscheidenden Zusatz hat die Kommunikationsabteilung offensichtlich unterlassen...


    Und bitte etwas nicht vergessen: Die nun drei Flexitys sind erst seit einem guten halben Jahr in Zürich unterwegs. So eine Zeitspanne zwischen Ablieferung und Plandienst ist vollkommen normal und auch bei anderen Herstellern so. Der Plandiensteinsatz ist nicht verspätet.


    Als Vergleich: Der erste Capricorn-Triebzug von Stadler für die RhB wurde im Juni 2019 abgeliefert. Erste Plandiensteinsätze erfolgten ein Jahr (!) später.

    Da sind die nun neun Monate des Flexity noch im Rahmen...

    Bin zwar etwas spät mit meinem Kommentar, aber trotzdem möchte ich noch etwas loswerden:

    Im Artikel vom RTB eCitaro ist die Rede vom einem technischen Defekt. Ergo gibt es eine "Lösung RTB" nicht und es ist eher unpräzise, von einem generellen Problem zu reden. Mir ist kein weiterer Fall bekannt, wo eCitaros mit diesbezüglichen Problemen kämpfen (falls es sie gibt darf man mich gerne aufklären bzw. die Quelle posten). Scheinbar gibt es zwar gewisse Risiken im Betrieb laut Artikel, doch ohne weitere Infos bleibt es Spekulation.

    Ich habe den Artikel so interpretiert, dass der eCitaro technisch so konzipiert ist, dass bei hohen Aussentemperaturen die Klimaanlage zu Gunsten der Reichweite der Batterie abgeschaltet wird. Wenn dem nicht so ist umso besser.

    Mir scheint, die öffentliche Diskussion zur E-Mobilität geht immer wieder in die eine Richtung, in der genüsslich ein Problem oder Fehler ausgeschlachtet wird und als Argument gebraucht, um zu zeigen "siehst du, es funktioniert nicht!".

    Ich habe nicht den Eindruck, dass man generell etwas gegen die E-Mobilität hat. Aber "man" - sprich die Kunden/Medien - sind nicht bereit dafür Nachteile beim Komfort (wie eben eine nur teilweise laufende Klimaanlage) oder der Zuverlässigkeit hinzunehmen. Die Kunden erwarten von den E-Bussen die gleichen Leistungen (Fahrkomfort, Zuverlässigkeit) wie beim Dieselvorgänger.
    Meine These: Den Durchschnittskunden ist es egal, mit was ihr Bus angetrieben ist, technische Aspekte interessieren nicht, Hauptsache er ist pünktlich. Wenn aber der neue Busse stets zu spät kommt und im Sommer das heitere Schwitzen angesagt ist, dann ist es ihm nicht mehr egal und er beschwert sich bei der Boulevardpresse.


    Siehe als Beispiel Schaffhausen:
    Die wollen ihr Netz bekanntlich komplett auf E-Busse umstellen und beginnen in den nächsten Monaten mit ersten Testfahrten.
    Deren beiden erhaltenen Testfahrzeuge mögen ökologisch noch so sinnvoll sein: Erreichen sie die Vorgaben der VBSH nicht, wird das Experiment abgebrochen und wieder Dieselbusse bestellt.


    Aber die Wasserkraft ist so ziemlich erschöpft, da lässt sich nicht viel mehr Energie gewinnen.
    Als Grosskraftwerk Ausbau würde sich noch der Rheinfall (Erweiterung der bestehenden Anlage) anbieten, aber ob da Schweiz Tourismuss mit macht?

    Kleinkraftwerke bringen sehr wenig Energie.

    Bergstauseen dienen eher der Energeispeicherung als Stromerserven zu Spitzenzeiten.


    Weitere Vorschläge ???

    In der Schweiz sind aktuell zwei Wasserkraftausbauten projektiert:

    -Erhöhung Stausee am Grimsel (ist aktuell vor Bundesgericht hängig)

    -neuer Stausee Trift (in Planung)

    Wenn wir (egal ob nun Deutschland oder Schweiz) viele zuverlässige Energiequellen abstellen - ohne das wir andere gleichvoll zuverlässige Energiequellen dazu gewinnen, haben wir in Zukunft zu wenig Strom.

    Die Schweiz hat entschieden, dass keine neue AKW gebaut werden dürfen sie hat nicht entschieden, dass die bestehenden AKW abgeschaltet werden. Ist ein grosser Unterschied. Mühleberg wurde vom Betreiber auf eigenen Wunsch abgeschaltet, nicht auf Befehl vom Bund. Die übrigen AKW's dürfen zeitlich unbeschränkt betrieben werden, sie haben eine unbefristete Betriebsbewilligung. Die Schweiz muss sich beim Strom schon was einfallen lassen. Aber erst langfristig ab 2030ff. Stand heute werden die noch aktiven AKW's noch mindestens 10 Jahre im Betrieb bleiben, der Betreiber des jüngsten AKW (Leibstadt; Bj. 1984) rechnet gar mit einer Betriebsdauer von 60(!) Jahren, also bis 2044.

    Alle Ideen mit S-Bahn-Anbindung der Schweiz und Flughafen Zürich-Anbindung sind doch nur "Köder" um die CH einzubinden, damit überhaupt etwas passiert.


    Ist die BRD zu nichts mehr alleine fähig?

    Sind sie schon. Aber wenn dem "reichen Nachbarn" einen Teil der Kosten abschieben kann, dann sagt man nicht nein. ;)

    Das Problem ist, dass Du solchen historischen Fahrzeugen nicht per se die Fahrten verbieten kannst, freier Netzzugang lässt grüssen.

    Ich glaube auch nicht, dass Dampfloks von den SBB verboten werden, aber es kann für sie noch schwerer werden, auf Hauptlinien fahren zu können.

    Es ist zu befürchten, dass sie noch aufgrund solcher Vorkommnisse noch mehr Einschränkungen erhalten, sprich durch längere Tunnels wie dem Hauenstein nur noch mit Elektrounterstützung fahren dürfen. Von den finanziellen Folgen für die ehrenamtlichen Vereine durch solche Zwischenfälle ganz zu schweigen.

    Etzwilen-Singen ist es nicht (die haben keine solchen modernen Einrichtungen), also bleibt nur Laupen-Gümmenen.

    Und mit obenstehendem Bild ist es einfach: Das ist auf dem ehem. Streckengleis Laupen-Gümmenen, wenige Meter hinter dem Bahnhof Gümmenen.

    Dampfloks mögen schön anzuschauen sein - für den Bahnbetrieb 2020 sind sie nur bedingt geeignet.

    Geeignet schon, wenn man es mit der "Raucherei" in den Tunnels nicht übertreibt. Und gerade am Hauenstein frage ich mich, warum sie den Dampfzug nicht über die Bergstrecke oder die Bötzberglinie geleitet haben.