ELBA - Entwicklungsplanung Leimental-Birseck-Allschwil

  • Es gibt wohl keinen tolleren Beruf als Planer: Da kann man seinen Visionen freien Lauf lassen. Unten eine kleine Zusammenfassung zu diesem Projekt. Das detaillierte Ergebnis der Planungsaufträge kann auf der Homepage www.elba.bl.ch unter "Ergebnisse" nachgelesen werden.


    Nur so nebenbei: Eine Tramlinie nach Pfeffingen stand schon einmal im vergangenen Jahrhundert auf dem Reissbrett. Damals hätte es, platzmässig, sicherlich Möglichkeiten gegeben. Wo man aber heute dort eine Tramlinie durchführen möchte, bleibt mir ein Rätsel. Die Erschliessung mittels Buslinie 65 mit Anschluss an die SBB in Dornach-Arlesheim dürfte als ideal bezeichnet werden. Aber lassen wir die Planer, planen, ..., dafür werden sie ja auch (teuer) bezahlt!

  • Zitat

    Original von Fahrer Schwarz
    Eine Verlängerung des 11ers bis Pfeffingen scheint mir gar keine so schlechte Idee, bräuchte ja nicht unbedingt eigentrassiert zu sein.


    Ideen zu haben ist immer gut, aber man darf auch die Umsetzungschancen nicht aus den Augen verlieren. Und die sind aus den diversesten Gründen gleich Null. Aber wie gesagt, ..., nette Idee ... v.a. aus Sicht eines Tramfans!! :D

  • Eigentlich hätte Pfeffingen deutlich mehr Einwohner als etwa Rodersdorf. Aber wahrscheinlich kann man das nicht vergleichen, da früher in Sachen Bahnbau wohl andere Mentalitäten herrschten; heute würde, wenn es sie nicht schon gäbe, wahrscheinlich kaum noch eine Strecke nach Rodersdorf neu gebaut werden.


    Was auch noch interessant wäre, wäre Biel-Benken. Hätte noch deutlich mehr Einwohner als Pfeffingen und Platz für die Strecke scheint noch eher vorhanden zu sein (zumindest bei einem ersten Blick auf eine Karte).

  • Das Ziel der Bahnstrecke nach Rodersdorf war ja auch nicht, Rodersdorf zu erschliessen. Rodersdorf war als Durchgangsbahnhof auf der Strecke nach Bonfol vorgesehen. Die Gleisanlage war auch dementsprechend ausgelegt.

  • Zitat

    Original von Marcus Berger
    Wenn Biel und Benken katholisch gewesen wären, hätte man die Bahn dort durch gebaut.


    Stimmt nicht so, der Grund war rein wirtschaftlich, die Bahn nach Therwil zuführen. Allerdings musste man durch ein Sumpfgebiet durch.
    Deshalb gab es eine Fraktion, die die Bahn Biel-Benken führen wollen, weil einfacher zu bauen.
    Um zu sehen, wie schlimm der Sumpf war, grub man Löcher an einigen Stellen zum zu sehen, wie viel Wasser hineinfloss.
    Mein Ururgrossvater, der die Idee nach Biel-Benken als Unfug betrachetet, stand dann um 4 uhr morgens auf, ging zu den Löchern und schöpfte das Wasser aus. Als die Kommission dann ein paar Stunden später aufkreuzte, konnte er ihnen "beweisen", dass es kein Problem ist, die Bahn zu bauen.


    Von ihm steht eine Büste vor dem Coop in Oberwil.

  • Es gibt wohl keinen tolleren Beruf als Planer: Da kann man seinen Visionen freien Lauf lassen.


    Darum will ich auch Planer werden! :P:D



    Eine Verlängerung des 11ers bis Pfeffingen scheint mir gar keine so schlechte Idee, bräuchte ja nicht unbedingt eigentrassiert zu sein.


    Es ist wohl zu steil. Ich sähe eher eine Verlängerung zum Bahnhof Aesch zwecks besserer Anbindung an die Regio-S-Bahn.



    Zu Biel-Benken: Im Artikel wird ja auch eine Verlängerung des 2ers angesprochen. Vielleicht gerade in diese Richtung?

  • Den 2er wollte ich auch schon nach Biel-Benken verlängert sehen, von Oberwil der Birsig entlang durch's Gewerbegebiet von Biel-Benken bis zur Zivilschutzanlage beim Schul-Sportplatz. Stand auch in der ersten Version des Strategiepapiers Leimental der IGÖV aus dem Jahr 2003 (definitive Version: www.digital-lifestyle.ch/igoev). Aber die Kollegen meinten - wohl zu Recht - dass die Bebauung zu wenig dicht sei, da ist eine Erschliessung mit Bus angebrachter.



    Doch eine umsteigefreie Verbindung von Biel-Benken nach Basel ist m.M. ein Muss - denn dort will die überwiegende Mehrheit der Passagiere hin (und nicht nach Muttenz, diese Linienführung ist definitiv keine Wunschlinie!). Selbst Schönenbuch hat eine Direktverbindung zur Schifflände, in der inneren Agglomeration müssen sonst nur die Pfeffinger umsteigen, aber diese Gemeinde ist auch nur halb so gross wie Biel-Benken - trotzdem redet man da sogar über eine Tramverlängerung...


    Und welche Linie führt in die Innerstadt? Der 34er. Den müsste man nach Biel-Benken verlängern, das ergebe hervorragende Verbindungen bei vergleichsweise sehr tiefen Kosten.

  • die Linie 34 ist so schon zu lange und sehr Verspätungsanfällig.


    Und so leid es mir tut, ich verstehe zwar, dass die Benkener auch eine Direktverbindung haben wollen, aber es geht nun mal nicht immer,


    Ich bin mir sicher, dass die Leute von Mariastein, Metzerlen und sogar von Burg i.L. auch ab und an gerne eine direkte Anbindung hätten.

  • Am kommenden Wochenende stimmen die Baselbieter über ELBA ab. Für alle Nicht-Baselbieter: Nein, ..., es geht nicht um die Einverleibung der Mittelmeerinsel in das Baselbieter Kantonsgebiet. ELBA soll die räumliche Entwicklung und Verkehsplanung aufeinander abstimmen und langfristige Lösungen (bis 2050) erarbeiten. Gegen den Beschluss für einen Planungs- und Projektierungskredit über 11.2 Mio. Franken hat ein überparteiliches Komitee (SP Baselland, Grüne Baselland, Grünliberale Partei Baselland, JUSO Baselland, Junges Grünes Bündnis Nordwest, Pro Natura Baselland, Pro Velo beider Basel, VCS beider Basel) das Referenum ergriffen.


    Die 27 Massnahmen der Elba-Variante "Ausbau" hätten Kosten von 1.8 Milliarden zur Folge, ..., sofern wirklich alle so umgesetzt würden. Überjede einzelne Massnahme wird es jedoch möglich sein, zu gegeber Zeit abzustimmen.


    Ich will hier keine Abstimmungsempfehlungen abgeben. Darüber muss sich jeder selbst seine Gedanken machen. Interessant ist es vielleicht eher zu wissen, welche dieser 27 Massnahmen konkret den ÖV betreffen. In der heutigen bz findet sich eine entsprechende Zusammenstellung.

    Quelle: bz (MZ) vom 02.11.2015