Beiträge von Limbo

    Natürlich ist so ein Unfall äusserst tragisch und ich bin sicher, dass er nicht nur für das "Opfer" und deren Angehörigen, sondern auch für den "Verursacher", der offensichtlich die Regeln nicht eingehalten hatte sehr tragisch ist. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht um einen notorischen Raser handelt, sondern einfach um einen Chauffeur der wie so viel seiner Kollegen in ziemlichen Zeitdruck stand. Und grad hier beginnt für mich dir Diskussion, warum müssen sich Radfahrer und Lieferanten (und natürlich auch Fahrer und Benutzer des ÖV) um den wenigen verbliebenen Raum neben Parkierten PWs streiten. Warum schaffen wir nicht endlich ausreichend Platz für den Verkehr frei zu machen welcher der Allgemeinheit zu Gute kommt und warum bringen wir immer noch so grossen Opfer für diejenigen welche nicht bereit sind ihre Kutschen in der Garage zu versorgen, wenn sie diese dann nicht grad brauchen. Ich könnte ja, weil ich grad etwas viel Gerümpel in meiner Wohnung habe, einen Schrank auf die Parkfläche vor meiner Wohnung stellen, so eine Parkkarte dran heften, und dort das was ich nicht dauernd benötige versorgen, genau so wie es viele Autofahrer mit ihrer Gerümpel-Kutsche tun. Und gerade deshalb ist es doch nur richtig, Parkplätze dort aufzuheben wo diese einem Übergeordneten allgemeinen Interesse im Weg sind. Endlich weg mit all den herumgammelnden Blechkisten und genügend Raum für Fussgänger, Fahrräder, ÖV, Lieferanten und Handwerker im Einsatz.

    Wenn offensichtlich 50 % der Haushalte kein oder kein eigenes Auto besitzen, ist auch nicht zu erwarten, dass diese besonders autofreundlich stimmen und Leute wählen die sich mehr um Dinge bemühen welche dem Öffentlichen Verkehr und dem Fahrradfahrenden zu gute kommen. Die dauernden Blockierungen des Trams durch falsch parkierte Autos verhelfen dem Autoverkehr natürlich auch nicht zu zusätzlichen Sympathien. Der private Autoverkehr ist in dieser Stadt eine grosse Belastung für viele geworden und viele würden diesen ohne grosses Zögern aus der Stadt verbannen, wenn sie nur könnten.

    Ich würde mal davon ausgehen, dass der Flexity sicher ein recht gutes Fahrzeug ist, jedenfalls wenn man es in Verhältnis zum Gesamtpreis betrachtet. Kinderkrankheiten gibt es bei jedem Hersteller, wichtig ist ob man diese in einigermassen akzeptabler Zeit in den Griff bekommt. Die gut 57 Flexity in Basel sind jedenfalls relativ zuverlässig unterwegs und ob die Tangos die Schienen gar nicht beanspruchen würde ich mal nicht so ohne weiteres unterschreiben, jedenfalls wenn man weiss, dass in Dornach die Scheinen in der Schlaufe nach ca. 10 Jahren bereits ersetzt werden müssen. Sicher gibt es noch ähnliche Produkte aber ob diese im Preis-Leistungsverhältnis so viel besser abschneiden und sich deshalb eine Neu-Evaluierung lohnt, würde ich mal offen lassen.

    Also die Strecke beginnt am Ende des Hafenbahnhofs und bis dort sind die Geleise elektrifiziert. Sie führt dann zur Schweizerhalle und schliesst an der bestehenden Anlage an welche wiederum entlang der A2/A3 führt, diese mit einer Brücke überquert und dann Rangierbahnhof anschliesst. Tatsächlich geht die Fahrleitung ab dem Rangierbahnhof nur etwa bis zu Auguabasilea.

    Offensichtlich ist dieser Anschluss also hauptsächlich zur Bedienung der ganzen Industrieanlagen Schweizerhalle interessant und nur nebenbei als (Not?) Zufahrt zum Auhafen.

    Mich wundert noch viel mehr, dass diese neu Verbindung nicht grad elektrifiziert wurde. Also offensichtlich doch nur eine "Notlösungs-Verbindung" und dafür scheint mir das ganze denn doch etwas teuer ausgefallen zu sein.

    Und ganz generell: Mir scheint, die öffentliche Diskussion zur E-Mobilität geht immer wieder in die eine Richtung, in der genüsslich ein Problem oder Fehler ausgeschlachtet wird und als Argument gebraucht, um zu zeigen "siehst du, es funktioniert nicht!". Ich erinnere mich da gerne an die Zeit, wo es bei Solarmodulen geheissen hat "die verbrauchen bei der Herstellung mehr Energie, als sie je liefern werden". Das hat zwar mal gestummen, doch heute stehen wir an einem ganz anderen Punkt und haben riesige Fortschritte gemacht. Trotzdem gibt es immer noch die Leute, die auch heute nicht Müde werden, den alten Stuss von sich zu geben.

    Bezüglich E-Mobilität erwarte ich, dass die Entwicklung ähnlich verlaufen wird wie im Solarbereich und wir generell immer weitere Fortschritte erzielen werden.

    Und trotzdem ist es immer noch so, dass für die Herstellung von Solarmodulen grosse Mengen Energie und Rohmaterial benötigt wird. Rohmaterial welches bei Abbau und Transport auch wieder erhebliche Mengen Energie benötigt. Zudem muss diese Energie zwischengespeichert werden und das geschieht immer noch mit Akkus deren Herstellung wirklich alles andere aus Umweltfreundlich ist.


    Darum ist es auch heute wichtig, dass man diese öffentliche Diskussion zur E-Mobilität seriös führt. Es stimmt aus meiner Sicht einfach nicht, wenn nun behauptet wird Elektrofahrzeuge seien die Lösung für alles, dazu kommen noch unzählige E-Bikes und E-Trottinets. Ganz zu schweigen von all den unzähligen Gadgets welche heute auch mit Solarmodul und Akku funktionieren.


    Ich möchte nicht falsch verstanden werden, der Öffentliche Verkehr soll und muss unbedingt möglichst umweltfreundlich und mit möglichst wenig Lärm betrieben werden und da sind elektrisch angetriebene Busse sicher optimal (wenigsten dort wo man kein Tram einsetzen kann). Aber diese sollen wenn immer möglichst dezentral mit Energie versorgt werden, denn das spart grosse und schwere Akkumulatoren. Aber der Individuelle Privatverkehr muss wo immer möglich reduziert und durch ÖV oder motorlosen Privatverkehr ersetzt werden.

    Ich würde einfach mal alle! Klimaanlagen stilllegen, auch die von den Privatautos. Jede Klimaanlage die Kühle erzeugt, generiert auch genau so viel und noch mehr Abwärme und deshalb wird es in unseren Städten immer wärmer.


    Also meine Forderung: Alle diese Dinger weg und offene Fenster und Ventilatoren wenn's denn mal etwas warm wird.

    Seit einiger Zeit fällt mir immer wieder auf, dass alles was in verschiedenen anderen Städten gut funktioniert, in Basel einfach immer aus irgendwelchen Sachzwängen nicht passt. Mir kommt da immer mehr der Verdacht auf, dass wenn man lange genug sucht, wohl immer einen Sachzwang gefunden werden um jedes neue Projekt zum Scheitern zu bringen.


    Ich denke auch Zwischenladung wird sich auf längere Sicht in den nächsten 20 bis 30 Jahren die beste Lösung bleiben. Auf das was danach kommen wird kann man heute einfach nicht mehr warten.


    Zudem, ich will zwar nicht unbedingt den Besserwisser spielen, aber bei 16 + 39 + 8 komme ich auf 63 Busse

    Na das wundert mich allerdings etwas, sind doch diese Schlaufe und Haltestelle erst etwa 10 bis 12 Jahre alt. Sind denn die Tangos doch nicht so freundlich zu den Schienen wie angenommen oder gibt es da andere Gründe?

    Dass am Bankverein die Haltestelle nahe an der Kreuzung sein soll, wäre eher gut. Die Tendenz zu relativ weit auseinanderliegenden Umsteigehalten (z.B. Voltaplatz) wäre eher etwas, was ich auch eher kritisiert und nicht gewünscht hätte (manchmal lässt es sich wohl baulich nicht vermeiden).

    Ja da kannich dir wirklich nur Recht geben. Die Gehdistanzen beim Umsteigen sollten wirklich immer so kurz wie nur möglich sein. Und dazu wenn immer möglich ohne dass man eine oder sogar mehrere viel befahrene Strasse überqueren muss.

    Also wenn man die Doppelstation am Bankverein aufheben will und die Trams künftig auf Höhe Drachencenter halten sollen, dann kann man diese Station eigentlich auch grad zwischen Brunngässlein und Aeschenplatz anordnen und zusammenlegen. Ob man noch 100 Meter weiter springen muss ist doch egal, aber gut für die Gesundheit. Und es gibt ja sowieso niemand der von der Linie 2 aus dem Kleinbasel auf die 3 oder 14 Richtung Birsfelden bzw. Muttenz/Pratteln oder umgekehrt umsteigen will. (Achtung könnte ironisch sein!)

    Öööhhmmmmmm .... auf die Gefahr hin mich jetzt völlig zu diskreditieren ... und jetzt?? Was will uns das Werbevideo sagen ...??

    Naja, mit dem Genfer System wir man an vielen Stationen, bestenfalls an allen kurz nachladen. Jede solche Nachladung reicht dann um ca 3 Min zu fahren. In Bern wird man wohl nur an einzelnen Endstationen nachladen und jede Nachladung reicht dann um ca 45 Min zu fahren. Mit beiden Systemen erreicht man, dass die nächtliche Ladung im Depot tagsüber "ergänzt" werden kann. Man brauch also keine Akkus mit so hoher Kapazität und kann trotzdem den ganzen Tag fahren, und muss nicht tagsüber ins Depot für eine Volladung. Beide Systeme haben jeweis Vor- und Nachteile.

    Sorry, ..., bin kein Elektrotechniker! Was wollen uns die beiden Zahleneinblendungen in den beiden Videos denn sagen??

    Wenn der Bus 200 kW leistet dann kann er mit der jeweiligen Ladung

    450 kW x 5 Min = 450 kW x 0.12 h = 54 kWh = 16 ca. Min fahren

    oder

    600 kW x 20 Sec = 600 kW x 0.0055 h = 3.33 kWh = ca. 1 Min fahren

    kW ist die leistung überhaupt und sagt nichts darüber aus wie lange diese erbracht wird.

    kWh ist die Leistung mal Zeit und sagu aus wie lange dies Leistung erbracht wird.

    10 kWh (Kilo Watt Stunde = Leistung über Zeit) sind 1 Stunde lang 10 kw oder 10 Stunden lang 1 kW.

    10 kW sind 100 A (Ampere = Strom) x 100 V (Volt = Spannung) oder 43.5 A x 230 V


    Wenn der Bus 200 kW leistet (entspricht ca. 300 PS) und der Akku 1200 kWh Kapazität hat, dann kann der Bus 6 Stunden lang mit der Höchstleistung fahren.

    Wenn mit 1000 A bei 600 V geladen wird, muss man 2 Stunden laden um die Kapazität von 1200 kWh zu erreichen.

    Natürlich fährt der Bus nicht immer mit maximaler Leistung, und man wird den Akku nie leer fahren.

    Dafür gibt es aber auch überall Verluste, man kann nie soviel Leistung aus einem Akku erhalten wie man in diesen hineinpumpt.

    Interessant erscheint mir, dass die Fahrgäste abgenommen haben aber die Kilometerleistung zugenommen hat. Könnte das bedeuten, dass weniger ein- und ausgestiegen, dafür weiter gefahren wurde, vielleicht weil weniger umgestiegen werden musste?