Beiträge von Jääjä

    Gränzdrämmler


    Ich muss Dir leider für die Tatsachen, auf der ganzen Linie Recht geben. Zu Hause habe ich eine Fahrgastinformation, in der die grossen Fortschritte durch den 7 1/2 min-Betreib gelobt werden: Grössere Kompositionen usw. und Einsatzlinien dort, wo schon die grössten Kompositionen verkehren. Was ist davon übriggeblieben? Auf Linie 1, 6, 8, 14, 15 und 16 ist die Stundenkapazität kleiner geworden, die Einsatzlinien fahren schon lange nicht mehr.
    Investiert wird in Kleinbuslinien und in Konkurrenzlinien zum Tram.
    Die Trolleybuslinie 31 befördert im Jahr ein Viertel der Busfahrgäste, die übrigen entfällen auf Diesel- und Gasbuslinien.
    Was ich am wenigsten verstehe: Warum macht eine links-grüne Regierung hier mit? Wo bleiben VCS und Co.? Der VPOD kann doch nicht die einzige Organisation sein, die sich gegn die Entwicklung auflehnt.
    60 Millionen für ein Stadtcasino, 150 für die Muba, zig Millionen für "Verschönerungen" von Plätzen, und nun muss man halt sparen: An der Jugend, an der Kultur (Es soll mir keiner damit kommen, ich sei widersprüchlich: Der Musiksaal ist ja nicht im Stadtcasino, die verschiedenen Orchester usw. müssen empfindliche Subventionskürzungen hinnehmen).
    Gränzdrämmler, auch punkto Konzeptlosigkeit hast Du recht. Das Problem von Basel ist, dass man die vernünftige Mitte nie trifft. Gut wirtschaften ist nicht gleich sparen, es gibt auch eine Mitte zwischen Kleinbuslinien und S-Bahn usw. Die Verlängerung einer Tramlinie oder die Elektrifizierung von Buslinien bringen mit Sicherheit pro Aufwand am meisten Umsatzuwachs.

    Lieber Mathias Karrer


    Einen kleine Anmerkung: Trams werden von Wagenführern und Wagenführerinnen gefahren, nicht von Chauffeusen oder Chauffeuren. Dieser Ausdruck ist bis auf weiteres für Personen, welche ein Pneu-Fahrzeug mit Verbrennungsmotor führen, vorbehalten (reserviert). Vielleicht heisst das in ein paar Jahren der "Driver" oder die "Driverin", wer weiss. Der korrekte französische Ausdruck ist übrigens: Wattman(!)


    In einem Betrieb, wo mehrere hundert Personen arbeiten, ist es eigentlich normal, wenn zwischendurch die Emotionen hochgehen. Eine Grenze würde ich am ehesten ziehen, dort wo es die Fahrgäste negativ betrifft.

    @ kurduvadi


    Hallo Kurduvadi


    Ich habe gar nicht gewusst, dass unsere Nachbarn das Tram fleissig ausgebaut haben: Lörrach? St. Louis? Hüningen? Im Baelbiet fahren die Trams häufiger als früher, Linien sind aber keine neu gebaut worden oder habe ich etwas übersehen?




    Wie ernst es unseren Nachbarn mit dem Ausbau des Trams ist, hat man an der Verlängerung der Linie 8 nach Allschwil sehen können: Ein Dieselbus ist zumindest mittelfristig vorgezogen worden. Die Bewohner der ehemals ruhigen Quartiere sind begeistert vom schönen Klang der Dieselmotoren und der Verbesserung der Luftqualität.


    Wenn der Trolleybus zu teuer ist, wieso soll dann das Tram günstig sein? Trolleybuslinien kann man wie Tramlinien verlängern. Was spricht dagegen, dieses auch ins Ausland zu tun? Frankreich kennt Trolleybusse, Deutschland kennt Trolleybusse.


    Die Argumentation der Regierung betreffend Trolleybus besteht zum Teil darin, die beiden Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen ("Lieber ins Tram investieren usw."). Geschehen ist bis jetzt rein gar nichts. Das eine oder andere Projekt soll vom Bund subventioniert werden. Wieso dann auf den trolely verzichten? Alles in allem sind die Argumente der Regierung eher dürftig. Man kann nicht genug betonen: Wehret den Anfängen!! Basel hat in den letzten Jahren die Verdieselung des Betriebes kräftig vorangetrieben, zulasten der elektrisch betriebenen Linien. Ein Betrieb, der einen so hohen Kostendeckungsgrad hat wie die BVB müsste sich eigentlich für seine Kunden, für die Anwohner und für die Umwelt wehren, und nicht selber für den Fortbestand eines umweltfreundlichen und kundenfreundlichen Betriebs gefährliche und unsinnige Sparvorschläge machen. Die Qualität des Angebots, die Pflege des Rollmaterials usw. sind schlechter geworden.


    Zum Schluss noch ein persönliches Wort: Wie wäre es wohl, wenn Du zum Beispiel in der Nähe des Dorenbachkreisels wohnen würdest? 32x in der Stunde fährt ein lärmiger Dieselbus vorbei. Was hat das mit unseren Nachbarn zu tun?

    Zum Thema Spätverkehr: Als Fahrgast mache ich mehr schlechte als gute Erfahrungen. Oder wie sagt man dem, wenn im 15 Minuten Betrieb der 2er den Anschluss auf Sicht nicht abwartet und 5 Fahrgäste stehen lässt? Oder wenn der 6er ebenfalls auf Sicht dem 2er davonfährt?
    Ein solches Verhalten wird mit knappen Fahrzeiten eher gefördert, weil ein fahrgastfreundliches Verhalten zu Verspätungen führt, welche dann gemessen werden können. Die Zufriedenheit oder Dankbarkeit der Fahrgäste kann man nicht messen.
    Sicher hat die Situation im Spätverkehr mit dem Sparen zu tun: Im 15-Minuten-Betrieb sind die Kapazitäten zu knapp, die Kurse oft voll, was sofort zu Verspätungen und zum Verpassen der Anschlüsse führt.
    Was ich schlecht verstehe: Als Partisanen des öffentlichen Verkehrs sollten wir Druck gegen das Sparen machen. Und zwar sofort, bevor wir uns über die Scheinwerferformen der DÜWAG nur noch im Museum oder bei anderen Verkehrsbetrieben aufregen können.

    Die mechanische Kupplung ist vermutlich kein Problem: Steifkupplung + Steifkupplung wird immer noch praktiziert, z.B. 309 + 126. Steifkupplung plus +GF+Kupplung wird ebenfalls praktiziert, z.B. 331 + 375, 163 + 375. Hat Nr. 281 seine Solenoidbremse noch? Dann würden wahrscheinlich MW 181, 190, 215 passen, der Zug hätte eine durchgehende Bremse. Ob das vom BAV noch erlaubt wird, entzieht sich meiner Kenntnis. ?(
    Die Idee, den Anhänger 281 einzusetzen, finde ich prima. Schön wäre es, man könnte ihn mit Pinselstrich in den Zustand nach Umbau 1929 - 1931 versetzten (wie z.B. Nr. 330). Er würde dann zu einer ganzen Reihe von Museumswagen gut passen. Einige der Sommerwagen sind bis ca. 1955 in diesem Outfit gefahren. :rolleyes:

    Von einem Verkehrsbetrieb sollte man erwarten, dass er sich für seine Fahrgäste einsetzt und nicht die Regierung unkritisch beim Sparen unterstützt. In Basel, das lange Zeit stolz war auf seine Umweltschutzpolitik und das viel Pionierarbeit geleistet hat (U-Abo, Stromsparfonds, Erdgasbusse etc.), geht man jetzt retour, ?( auch unter einer links-grünen Mehrheit: Ausdehnhung des Dieselbetriebes unter Missachtung der Anwohnerschaft, spürbare Verschlechterung der Dienstleistungsqualität, drohende Abschaffung des Trolleybus, drohende Abschaffung der Erdgasbusse.
    8o Umstellungen von Tramlinien auf Bus im Spätbetrieb müssen vehement abgelehnt werden: Wirtschaftlich ist das sinnlos, politisch gefährlich für den Trambetrieb. Wenn bei steigenden Einnahmen und steigenden Passagierzahlen auch das Defizit steigt, wäre der Hebel wohl anderweitig anzusetzen. Bitte aufwachen!

    Dome


    Von der Komposition 612 + 210 + 1506 verfüge ich zwei bis drei SW-Aufnahmen, ebenso von der Kurzversion 210 + 1506.


    Ein weiterer Papagei ist 244 + 1421 + 1326 (Veloanhänger). Da gibt es zwei SW-Fotos von vorne und eine Aufnahme von hinten.


    203 + 1405 in Binningen als 2er, 214 + 1409 in Reinach Süd als 11er (entweder Einsatzkurs oder Verlegenheits-komposition), alles in SW.


    Bei Interesse können wir (mein Sohn und ich) gerne die Bilder scannen und per E-Mail senden.