Beiträge von DerFremdeZürcher

    (...) die Grundkonfiguration der Wagenkäste lässt auch gar keine sinnvolle Anordnung zu (...)

    Dies wage ich zu bezweiflen – vor allem in Bezug auf die Variante der SBB – zumal stark davon auszugehen ist, dass grundsätzlich auf 4er-Sitzgruppen gesetzt werden wird, was die Sitz-/Fensteranordnung vereinfachen sollte. Da die Fahrzeuge hauptsächlich für S-Bahn-Einsätze im Grossraum Zürich vorgesehen sind, kann übrig gebliebener Raum ausserdem für Steh- oder Mehrzweckzonen verwendet werden. Im Endeffekt liegt die Inneneinrichtung aber in der Verantwortung des Kunden. Die Schuld hierfür kann man wirklich nicht dem Hersteller (Siemens) in die Schuhe schieben.

    Übrigens: Im SBB Twindexx hat man dies – im Gegensatz zu den Varianten der DB – auch relativ gut hinbekommen.

    (...) Siemens hat wie ich finde doch auch noch gute Qualität. (...)

    Dem kann ich grundsätzlich beipflichten. Natürlich sollte man kein pauschales “Qualitäts-Ranking” ohne differenzierte Betrachtung aller Einzelfälle erstellen, schliesslich gibt es solide Produkte von Bombardier ebenso wie problembehaftete Fahrzeuge aus dem Hause Stadler.

    Trotzdem hat Siemens meiner Meinung nach in der Vergangenheit vielfach überzeugende Qualität geliefert. Viele ihrer Züge wirken bemerkenswert robust. Auch die DTZ der Zürcher S-Bahn sind, abgesehen von gelegentlichen Tür- oder Kupplungsproblemen, aus Passagiersicht sehr komfortabel. Insbesondere der Fahrkomfort ist erstklassig, und die Fahrzeuge sind ausgesprochen leise. Das zieht sich generell durch die gesamte Desiro-Familie. Ein gutes Beispiel sind die Klassen 450 und 444 in England: zwar über 20 Jahre alt, aber punkto Fahrkomfort dortzulande immer noch kaum zu übertreffen, selbst von Stadler nicht. Umso beeindruckender, wenn man den teils maroden Zustand der britischen Infrastruktur bedenkt.

    Als grosser Stadler-Fan muss ich also anerkennen, dass Siemens beim Fahrkomfort oft leicht die Nase vorn hat, und vielfach nicht nur dort.

    Wie sich die neuen Fahrzeuge nun im Alltag bewähren, wird sich zeigen. Doch die mediale Aufregung über die Auftragsvergabe ist masslos übertrieben. Entscheidend sollten objektive Kriterien sein, nicht "patriotische" Reflexe. Diese führen erfahrungsgemäss zu nichts Gutem...

    Hmm eine schwierige Diskussion. Protektionismus ist klar nie eine gute Idee, andererseits ist es natürlich Schade, wenn ein derartiger "Flaggschiff" Auftrag ins Ausland geht. Eine Vorgabe zur (partiellen) Produktion in der Schweiz wäre möglicherweise ein guter Kompromiss gewesen, wobei in einem solchem Falle davon auszugehen ist, dass Stadler wohl den Auftrag erhalten hätte, ob verdient oder nicht. Denn für ausländische Firmen ist eine Produktion in der Schweiz wohl kaum ökonomisch sinnvoll, oder?

    Spannend zu sehen, was dann bei der nächsten grossen Ausschreibung (evtl. einstöckige Triebzüge für die S-Bahn 2G) passiert. Spezifisch ist es schwierig auszurechnen, ob dann eine Vergabe an Siemens erfolgt (evtl. zur Vereinfachung des Unterhalts), an Stadler (die SBB hat viele Erfahrungen mit FLIRTs) oder gar Alstom. Vielleicht wird auch kein einstöckiger Triebzug ausgeschrieben, sondern ein Kombi-Modell.

    Aber da dies frühestens in 5-10 Jahren der Fall sein wird, hat sich bis dann die wirtschaftliche Landschaft sowieso wohl stark verändert (siehe Konkurrenz von China, Vietnam oder Indien).

    Interessant. Nun, auch ich hätte mir wohl lieber Stadler Züge gewünscht. Trotzdem, aus Sicht der Passagiere sind die Siemens Dosto Züge (2G) weitestgehend angenehm, mal von Türstörungen und so abgesehen. Wo Stadlers Dosto zurzeit überlegen ist (zusätzliche Toilette, besseres PIS, grössere Mehrzweckzonen, insbesondere mehr Stehplätze und Veloabteile) scheint man hier zumindest nachzubessern. Steckdosen an jedem Platz finde ich übrigens auch sehr nützlich, denn auf gewissen Strecken sitzt man mittlerweile doch eine gute Zeit lang in der Bahn.

    Was ich mich jedoch frage, ist, wie diese Beschaffung mit dem S-Bahn 2-G Konzept zusammenhängt. Ich nehme an, man wird die Nutzungsdauer der bisherigen Siemens und Stadler Züge auslaufen lassen (und/oder noch diese auf andere Strecken z.B. IR/RE abschieben) und dann in ca. 5-7 Jahren die Beschaffung von einstöckigem Rollmaterial für die innere S-Bahn ausschreiben?

    Es fällt mir ehrlich gesagt gerade schwer, hier irgendwelche Parallelen zu sehen.

    Ja, der Vergleich hinkt. Schliesslich handelt es sich um ganz andere physikalische Phänomene. Ausserdem, der Twindexx ist in der Tat grässlich bzgl. Fahrdynamik und -komfort, auch heute noch. Trotz Lärm/Rumpeln würde ich absolut nicht das Gleiche von TINA behaupten.

    Beim Twindexx haben die Ausbesserungen nicht die groben Defizite der, von der SBB erzwungenen, grundlegenden Modifikationen in der Wagenkonstruktion ausgleichen können. Sehr schade. Aber ich glaube, hier hat die SBB wohl auch dazu gelernt, ähnlich wie die VBZ beim Cobra Tram.

    Beim TINA stehen die Chancen deutlich besser, obgleich sich wohl nicht alles ausbessern lassen wird. Ich erinnere aber gerne daran, dass das Cobra Tram, trotz kleinerer Probleme heute im täglichen Betrieb aus Sicht des Passagiere ziemlich gut und verlässlich fährt. Das war am Anfang ganz anders, dagegen sind die Kinderkrankheiten der TINA nichts im Vergleich. Deshalb drücke ich die Daumen, denn es wird wohl eine Weile dauern, aber ich bin zuversichtlich, dass noch Einiges nachgebessert wird.

    Ich war auch, als ich vor einigen Wochen ein Mal die Gelegenheit hatte mitzufahren, bezüglich des Fahrkomfort nicht sehr beeindruckt, obgleich mir das Fahrzeug ansonsten gefällt. Was dies allerdings bestätigt, ist, dass 100% Niederflurkonstruktionen selbst Anno 2025 noch immer ihre Tücken haben.

    Damit ist nicht gesagt, dass es keine funktionierenden und tüchtigen Fahrzeuge auf dem Markt gibt, TINA mit eingeschlossen. Ich glaube, ein Durchschnittsfahrgast, welcher in ein Citadis, Tina, Flexity oder sogar Variobahn Fahrzeug einsteigt ist äusserst froh über den zusätzlichen Raum, gerade im Einstiegsbereich und bei Koffern oder anderweitigem Gepäck, Kinderwagen oder Rollstuhl um so mehr, wobei auch ohne diese Faktoren ein ebenerdiger Einstieg und Fahrgastraum erfreulich ist, besonders für ältere Fahrgäste.

    Dementsprechend sind diese Fahrzeuge für die allermeisten Stadt-Trambetriebe die richtige Option, das gilt auch für die Flexitys bei uns, auch wenn sie nicht meine Lieblingstrams sind. Bei der BLT stellt sich vielleicht die Frage, angesichts des gemischten Stadt- und Überlandbetriebs, ob ein Tram-Train Fahrzeug (oder Fahrzeug mit teilweise Niederflur wie der Tango) theoretisch ebenso gut für den tagtäglichen Betrieb konfiguriert wäre. Die Eisenbahn-Geeks und evtl. Langstreckenreisenden würde dies vielleicht freuen. Aber ich glaube, für die allermeisten Fahrgäste, die gewöhnlich kürzere Distanzen fahren und vor allem eben die Vorteile des 100% Niederflur Designs geniessen werden, war und ist TINA absolut die richtige Option.

    Trotzdem, obgleich dies eine andere Diskussion ist, finde ich es schade, dass in der Regel kaum mehr Hoch-Bahnsteig Stadtbahnsysteme gebaut werden oder auf Teil-Niederflur gesetzt wird, zumindest im nordamerikanischen und europäischen Raum. Stattdessen gilt 100% Niederflur als das Top-Design, das "one-size-fits-all" Modell. Für den Trambetrieb in Ballungsgebieten ist es auch in der Regel die beste Lösung, aber bei Pre-Metro oder Stadtbahn Systemen, die auf höhere Distanzen und Kapazität ausgerichtet sind, sollten Hochflurfahrzeuge mit regulären Drehgestellen meiner Meinung nach weiterhin in Erwägung gezogen werden, denn wie schon gesagt, 100% Niederflur bringt auch gewisse Nachteile, etwa für den Unterhalt oder Fahrkomfort. Hochflurfahrzeuge können, solange die Perrons angepasst werden, ebenso für mehr Kapazität und schnellere Fahrgastwechsel sorgen.

    Aber mal schauen, ich glaube Stadler wird das Problem noch in den Griff kriegen. Die Variobahnen in Bergen fahren nun doch auch ziemlich gut, trotz aller Pannen ursprünglich.

    Habe heute zum ersten Mal und etwa ein duzend Mal Flexitys auf dem 3er erblickt (ja, ich weiss die fuhren schon seit 2023 ab und zu auf dieser Linie, aber für mich nun als Kantons Zürcher war es das erste Mal).

    Es geht zackig voran. Zurzeit sind demnach mehr oder weniger regelmässig Flexitys auf den Linien 2, 3, 4, 7, 11, 13, 14 und 17 im Einsatz. Von den Linien 5, 6, 8, 9 und 15 der VBZ und den Linien 10 und 12 der VBG hat sich der Flexity meines Wissens gänzlich ferngehalten, bis jetzt zumindest.

    Vielen Dank für die Infos! Ich war mir gar nicht bewusst, dass bereits Flexities auf dem 3er unterwegs gewesen sind. Ergibt allerdings Sinn, schliesslich wurden die notwendigen provisorischen Anpassung dafür bereits vor ein paar Monaten vorgenommen. Ich wusste auch nicht, dass bis Ende Jahr noch weitere (evtl. permanente?) Anpassungen vorgenommen werden, spannend. Ist mir alles nicht aufgefallen, aber ich wohne seit etwa einem Jahr auch nicht mehr in Zürich (Stadt), obgleich weiterhin im Kanton.

    (...) auch die Einführung von Flexitys auf dem 7er ist bis jetzt nicht erfolgt.

    Ich habe jetzt mehrfach in den letzten Tagen Flexitys auf dem 7er im regulären Linienverkehr beobachten können, obwohl ich nicht weiss, ob dies zu Testzwecken war oder ob die Einführung der Flexitys jetzt auch auf dem 7er offiziell erfolgt ist.

    Falls dem so ist, wären die Flexity Stammlinien neu: 2, 4, 7, 11, 13, 14 und 17. Pure Cobralinien gibt es, abgesehen von den Linien 6, 10 und 12 (die schon vor Flexity pure Cobra Linien waren), immer noch nicht. Stattdessen verkehren die Linien 3, 5, 8 und 9 immer noch im Mischbetrieb, dh. ein Teil der Kurse sind Cobras, der Rest entweder Sänften oder Tram 2000 + Pony, wobei bei der Linie 3 mittlerweile fast alle (oder alle?) Kurse Cobras sind.

    Allerdings gibt es stattdessen, zumindest für einen alteingessenen Zürcher wie mich, immer wieder interessante Kombinationen zu beobachten. z.B. einzelne Kurse mit Tram 2000 Einzeltraktion auf den Linien 13 oder 17, Sänften auf der Linie 13, Sänfte + Pony auf der Linie 2 etc.

    Dies sind zwar Ausnahmen (obgleich Sänften auf den Linien 8 und 15 seit einiger Zeit zum Standard geworden sind), aber trotzdem sehr interessant zu beobachten.

    Ein Update auch bezüglich der Linie 3. Die Bauarbeiten der provisorischen Ertüchtigung von 5 Haltestellen auf der Linie 3 laufen bis Ende Mai. Ob aber bereits im Juni dann Flexitys auf dieser Linie anzutreffen sein werden ist schwer zu sagen.

    Baustelleninformation - Stadt Zürich
    Baustelleninformation
    www.stadt-zuerich.ch

    Evt. haben wir aber ab Juni folgende Situation:

    - Zunehmend purer Flexity Betrieb auf den Linien 2, 3, 4, 7, 11, 13, 14 und 17.

    - Cobra / Tram 2000 / Sänfte Mischbetrieb auf den Linien 5, 8, 9 und 15

    - pure Cobra Linien 6, 10 und 12

    Ich gehe aber davon aus, dass schon bald die Linien 5, 8 oder 9 auch zu puren Cobra Linien werden könnten, nämlich sobald die Flexitys anfangen die Cobras auf dem 3er zu ersetzen. Schade ist, dass schon bald Tram 2000 in Doppeltraktion aussterben könnten. Es bleibt jedenfalls spannend...

    Dies ist meines Wissens vorerst nicht geplant, da die Linie 10 teilweise mit der Linie 12 verknüpft ist und mit eigene Fahrzeuge im VBG Design betrieben wird.

    Merci für die Antwort! Tja, das dachte ich mir schon. Ein bisschen schade, denn die Flexitys würden sich auf der Glattalbahn gut behaupten, denke ich.

    Wenn die Sänften aber noch ein paar Jahre länger bleiben, dann geht die Rechnung trotzdem auf, selbst wenn die Flexitys "nur" auf den Linien 2, 4, 7, 11, 13, 14 und 17 verkehren.

    Ich kann mir mittelfristig folgendes Szenario vorstellen:

    Linien 2, 4, 7, 11, 13, 14 und 17: — (nahezu) artrein Flexitys

    Linien 3, 6, 9, 10 und 12: — artrein Cobras

    Linien 5, 8 und 15: — Cobras und Sänften

    Eine Frage:

    Auf den Linien 3, 5, 6 und 9 können die Flexitys mittelfristig nicht verkehren, auf den Linien 8, 12 und 15 wird man wohl aufgrund tieferer Passagierzahlen vorerst auf Cobras zurückgreifen.

    Ist demnach angedacht, dass Flexitys mittelfristig auch auf der Linie 10 verkehren sollen, oder "nur" auf den Linien 2, 4, 7, 11, 13, 14 und 17? Für letzteres Szenario dürfte der Cobra Fahrzeugbestand aber bei fortlaufender Ausmusterung von Tram 2000 Garnituren wohl kaum ausreichen. Würde es deshalb nicht mehr Sinn machen, dass Flexitys bald auch auf der Linie 10, vielleicht sogar Linie 8 anzutreffen sein könnten?

    Sooo, ich hab es heute Nachmittag endlich geschafft das Flexity für eine ausgiebige "Testfahrt" zu erwischen. Bei meiner ca. einstündigen Probefahrt auf der Linie 7 (bei der ich übrigens zufälligerweise Be 4/4 724 begegnet bin) ist mir so Einiges klar geworden, davon muss ich hier natürlich auch ausführlich berichten!

    Der erste Eindruck ist (ingesamt) gut, das muss ich durchaus zugeben! In vieler Hinsicht scheint mir das Flexity Zürich geradezu eine verbesserte Version des Flexity Basel zu sein.

    Positiv:

    +LED-Aussenanzeigen: Diese sind sowohl vorne, als auch an der Seite und hinten jeweils sehr gross und gut lesbar. Das scheint mir besser gelöst zu sein als bei der Basler Version. Auch die Liniennummer ist wirklich überall sehr gut erkennbar.

    + Fahrkomfort: Dieser ist merkbar besser als beim Flexity Basel und in vieler Hinsicht auch besser als beim Cobra Tram, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten. Das Fahrzeug wackelt grösstenteils nicht, passiert Kreuzungen/Weichen sanfter, wenn auch nicht ganz so butterweich wie beim Tango, aber das war dann auch nicht zu erwarten. Einzig bei besonders engen Kurvenradien ist das Cobra weiterhin unschlagbar und beim Anhalten gibt es weiterhin den berüchtigten Flexity "Ruck".

    +Inneneinrichtung: Das Interieur wirkt freundlich, luftig und hell. Auch zwischen der 2+2 Sitzverteilung ist mehr Platz als beim Cobra. Die Einzeltüren vorne und hinten könnten sich durchaus noch als Nadelöhr herausstellen, aber auch hier ist der Platz im Vergleich zum Basler Pendant eher grosszügig. Gut gefallen haben mir auch die offenen Flächen bei den Gelenkübergangen (gut für die Stosszeit und nützlich für einen zügigen Fahrgastwechsel), ebenso die "Anlehnmöglichkeiten" bei den Stehzonen. Das kennen wir in Zürich schon in der S-Bahn, finde ich aber gerade für kurze Distanzen auch beim Tram super.

    +Rundumsicht: Diese ist exzellent sowohl hinten als auch vorne. Die Sicht bei der "Fahrgast-Kuppel" hinten ist genauso gut wie beim Cobra Tram, vielleicht sogar besser. Die Sitze im Flexity sind dort schonmal bequemer.

    +Geräuschkulisse: Das Tram ist erstaunlich leise, das wird vor Allem im Vergleich zum Flexity Basel deutlicher. Die Türen schletzen beim Schliessen nach wie vor etwas, aber sie waren weniger laut als ich befürchtet hatte, die Cobra Türen sind da auf jeden Fall lauter. Im Vergleich zum Cobra ist das Flexity wirklich besonders leise, gerade bei höheren Geschwindigkeiten. Zusätzlich vibriert, knarzt oder knirscht es auch weniger im Innenraum als bei der Basler Version, wobei sich diese Laute weiterhin gelegentlich bemerkbar machen, besonders bei tiefer Passagierauslastung. Was auch sehr schön ist: die fürchterlich laute Türverriegelung wurde auch behoben. Jetzt ist die Verriegelung der Türen nämlich kaum mehr zu hören, was wirklich sehr zu begrüssen ist. Ein kleines Detail, ja, aber das Geräusch hat mich bei der Basler Version dennoch höllisch aufgeregt! Ebenso sind die fehlenden Piepstöne beim Schliessvorgang zu begrüssen. Zwar finde ich es schade, dass die Möglichkeit der Zwangsschliessung nicht besteht, einen Warnton bei jedem Schliessen der Türe finde ich dann aber zu viel des Guten.

    +Sitze: Diese sind, wie angenommen und auch befürchtet, weniger komfortabel als beim Mirage Tram. Im Vergleich zum Flexity Basel kommen sie mir aber deutlich bequemer vor, was wohl der etwas ergonomischeren Schalen-Form zu verdanken ist. Etwas überrascht hat mich die E-Leather Polsterung bei den vier Holzsitzen der Fahrgastkuppel. Diese kommen zwar wiederum nicht an den Komfort der 2000er Stoffsitze oder der Aussichtsecke beim Tango heran, aber sind im Vergleich zum Cobra Tram schonmal bequemer. Ich sass dort insgesamt vielleicht 35-40 Minuten lang und fühlte mich am Ende trotzdem relativ wohl.

    Negativ:

    - Kurvenwackeln: Das Tram "eckt", wie natürlich zu erwarten war, weiterhin in den Kurven. Dies fiel mir aber nur bei einer kleinen Anzahl von Kurven auf. Am Paradeplatz oder bei der Kurve am Morgental war z.B. kaum etwas davon zu spüren.

    - Kurvenvibration: Trotzdem lässt sich in gewissen Kurven bei höheren Geschwindigkeiten ein leichtes Rumpeln feststellen. Dieses lässt sich vielleicht teilweise durch eine bessere Justierung der Software und Fahrgestelle eindämmen.

    - Kleiner Baumangel: Ein Wandpanel überhalb der zweitletzten Tür schien nicht gut an der Decke angebracht zu sein. Den einen Bombardier Mitarbeiter an Bord schien dies aber nicht gross zu interessieren als ich es ihm berichtete. Er war wohl eher anwesend um im Falle einer Software-Panne einzuspringen.

    -"Flexity Ruck": Wiederum ein winziges Detail, aber es erstaunt mich doch, dass man dies nicht in den Griff zu scheinen kriegt. Das Flexity bremst und beschleunigt sanft, aber dennoch sehr zügig und doch gibt es beim Anhalten immer noch einen kleinen Ruck.

    -Beleuchtung: Die intelligente Lichtsteuerung könnte empfindlicher sein. Im Cobra Tram ist die Beleuchtung (meines Wissens) immer an. Dass dies enorm Energie ineffizient ist, ist mir klar. Der abrupte An-Aus Wechsel beim Flexity sorgt aber für ein weniger gemütliches Klima im Fahrgastraum. Hier wäre es schön wenn man die Beleuchtung vielleicht in verschiedenen Stufen dimmen könnte. An einem eher düsteren und regnerischen Tag wie heute war gar keine Innen-Beleuchtung mir persönlich ein bisschen zu dunkel.

    Und ansonsten: Blick auf den GPS-Locator ... der scheint weiterhin zu funktionieren (aktuell ist 4001 Richtung Altstätten Nord unterwegs) ;)

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    *Altstetten ;)


    In der Tat, das muss man den VBZ wirklich hoch anrechnen, sie machen es uns Spotters oder anderweitig Interessierten hier sehr einfach!

    Et voila! Es war es wert zur Stelle zu sein.


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    @Der Fremde Zürcher:

    Ich entschulidge mich bei dir - du hast den "vollen Service" geboten. Ich "Lappi" habe nur auf den Link geklickt und dabei oben das "Alles anzeigen" übersehen. Nun mache ich mich ans Lesen des Artikels. Vielen Dank nochmals fürs Posten.

    Keine Sorge, ich wollte nur sicher stellen, dass ich nicht der Einzige bin der den Volltext in meinem Beitrag sehen kann 👍

    Vielen Dank für den Link mit sicherlich interessantem Inhalt!

    Könnte ein Abonnent bitte den Text kopieren und in jener Form zur Verfügung stellen? Vielen Dank dafür.

    Es handelt sich mit Sicherheit um Vinitsa.

    Darum hatte ich den vollen Text ja auch in mein Zitat kopiert, oder sehe ich hier etwas falsch?

    Vinnitsa scheint in der Tat wahrscheinlich, obwohl man vielleicht nicht gerade das Bedürfnis nach 132 weiteren Fahrzeugen hat?