Beiträge von oberländer

    Sagen wir es so: Während es Mercedes wie auch Solaris gelungen ist, das Fahrwerk im Vergleich zum Vorgängermodell stark zu verbessern, hat für mich MAN da stagniert. Und das finde ich etwas enttäuschend, gerade im Vergleich zur Konkurrenz. Gut gefallen hat mir der leise Motor und auch das Beleuchtungskonzept. Im Direktvergleich sehe ich den Citaro leicht vor dem MAN. Solaris wiederum kann zwar beim Fahrwerk mithalten, hat jedoch den deutlich lauteren Motor im Vergleich zu den anderen beiden.

    Mal ein kleines Update:

    4001-4008 sind im Plandienst auf den Linien 4 und 11, 4009 soll in diesen Tagen folgen, die Lieferung von 4010 wird Mitte Mai erwartet.


    Theoretisch ist die Lieferung von weitere 15 Trams bis Ende Jahr angedacht; beim aktuellen Corona-bedingten verzögerten Lieferrythmus von ca. einem Tram alle fünf Wochen wird das aber kaum zu schaffen sein.


    Durch die acht Flexitys konnte der Fahrzeugbestand leicht entspannt werden, so dass auf den Einsatz der Miragen verzichtet werden kann, der Bestand ist aber noch zu gering, um wieder nach dem alten Fahrplan zu fahren.


    Eingesetzt werden die Fahrzeuge bis auf weiteres nur auf dem 4er und 11er, auf beiden Linien werden bis jetzt je ca. drei Fahrzeuge eingesetzt, je nach dem ob noch welche für die Fahrschule benötigt werden. Einsätze auf anderen Linien sind vor 2022 keine geplant, die VBZ will zuerst 4er und 11er mit Flexitys "auffüllen", was noch einige Fahrzeuge brauchen wird. Im Plandienst selber fährt das Tram zuverlässig und macht gem. VBZ "kaum Probleme".


    Derweil bildet die VBZ fleissig ihre "Trampiloten" auf dem neuen Typ aus, bei einer dieser Instruktionsfahrten durfte der Lokalsender "Tele Top" dabei sein. Link zum Video.

    Basel mit seinen Überlandlinien nach Pratteln und - in geringerem Masse - nach Riehen hat aus meiner Sicht schon etwas Komfort bei Tramfahrten verdient...

    Man kann auch in einem "Stadttram" wie dem Flexity Komfort bieten. Es kommt auf die Art der Ausstattung an. Das Flexity empfinde ich nicht per se als Unkomfortabel, wohl aber dessen Holzsitze. Wobei auch dort Verbesserungspotential bestünde, wie der Holzsitz im Flexity Zürich zeigt.

    Wieso spenden? Diese kann sie mit der 20min-Newsscout/Lesereporter-Prämie selber bezahlen. ;)


    Die Dame und der Reporter haben sich mit ihrem höllisch schlechten Video mit angeschnittenen Gesichtern ohnehin selber ins Bein geschnitten. Die negativen Bewertungen und das Ausbleiben des sonst üblichen Shitstorms der 20min-Wutbürger lassen darauf hindeuten, dass das selbst für die 20min-User zu schlecht war. An Stelle von Tamedia würde ich mich schämen sowas zu publizieren...


    Aber es scheint zu wirken. Heute Abend war als IC3 Ersatzzug ein Giruno (!) eingeteilt.

    Ich bin mit der Solo- wie auch Gelenkversion des Busses (bei ASm und VBG) schon gefahren. Fahrleistungs- wie Komfortmässig sah ich keine grossen Unterschiede zum Vorgänger, was auffällt ist die teilw. Motorabschaltung im Stillstand.


    Beim Design kommt es darauf an, wie der Betrieb seine Unternehmensfarben daraus interpretiert. Ich finde die von Postauto gewählte Umsetzung optisch ansprechender als die der anderen Betriebe mit den "angemalten" Radkästen.

    Was ist denn konkret der Unterschied zwischen einem "klassischen Stadttram" und dem "Überlandtram" der BLT, ausser dass letzteres vielleicht mehr sitzplatzoptimiert ist?

    Neben der Sitzplatzoptimierung höhere Geschwindigkeit (80 km/h) und gem. BLT "grosse Räder".

    Die BVB fährt meines Wissens nicht mit Vmax 80, die Frage mit der Rädergrösse ist eine schwierig zu beurteilende technische Frage.

    Diese Zusatzausstattungen haben ihren Preis. Die BLT bezahlt gem. Medienmitteilung all inkl. 125 Mio. für 25 Fahrzeuge, also 5 Mio. pro Tram. Ein "klassisches Stadttram" ist nach meinem Stand des Irrtums etwas günstiger.


    Die BVB kann durchaus auch sowas wie die BLT kaufen. Aber dann braucht sie gute Argumente, warum sie neu ausschreiben, bzw. die Option nicht ziehen will.

    Wie kommst du zu diesem Schluss? Was ist am neuen BLT-Tram nicht "stadttauglich"?

    Ich habe nicht gesagt, dass das BLT-Tram nicht "stadttauglich" ist. Das ist es natürlich. Aber es wurde in erster Linie für die längeren Fahrzeiten der BLT-Überlandabschnitte optimiert. In Basel sehe ich diese mit Ausnahme des Pratteler Astes weniger, darum wurde bisher mit dem Flexity auch ein klassisches Stadttram beschafft. Ich frage mich darum, ob die BVB mit solchen Fahrzeug nicht besser bedient wäre als dass für das BLT-Netz massgeschneiderte neue BLT-Tram.


    Aber sollte sich die BVB wider Erwartens für eine Neuausschreibung entscheiden und sich in dieser für das gleiche Tram entscheiden wie die BLT, dann hätte ich auch nichts dagegen.

    Der (vorerst) letzte Giruno ist auch fertig und auf Testfahrten:

    Ich hatte in einem Post hier eine Info betreffend Optionseinlösungen gepostet.

    Mir war dabei nicht bekannt, dass diese Info noch intern ist und darum nicht in ein öffentliches Forum gepostet werden darf.

    Ich habe darum die Info entfernt.

    Sollte es weitere Optionseinlösungen geben, dann werden das die SBB via Medienmitteilung kommunizieren. Da bisher keine solche Meldung kommuniziert wurde, kann davon ausgegangen werden, dass die SBB noch keine Optionen über weitere Giruno eingelöst hat.

    Stimmt ... danke ... nicht alle Haltekanten ... aber eine sicherlich dennoch grosse Zahl ... und auch solcher, die bereits BehiG umgebaut sind (z.B. Rheingasse).


    Und ja ... genau das ist die Absicht ... Flexity-Option nicht ziehen, da man ansonsten 10 Jahre länger diese Fahrzeuge ohne Schiebetritt im Betrieb hätte. Andererseits will die BVB 2023 die Cornichons ersetzen ... da bleibt für eine Neuausschreibung eigentlich keine Zeit ... und güsntiger werden die Fahrzeuge nicht ... ein Dilemma!


    Die Frage ist, wie sich das auf die gemeinsam mit der BLT benutzen Haltestellen auswirken würde. Da die Tangos keine Schiebtritte haben würde es noch schwierig werden, da die Kanten so zu gestalten, dass mit und ohne Schiebetritt das BehiG gewährleistet würde.


    In Sachen Flexity finde ich die Bezeichnung Schrott hart ausgedrückt. Ich habe aber den subjektiven Eindruck, dass die ab 2018 ausgelieferten Zürcher Flexitys den minim älteren Basler "Geschwistern" in Sachen Fahrkomfort, Zuverlässigkeit und Fahrleistungen deutlich überlegen sind. Ich bin weiss Gott kein Bombardier-Fan, aber in der Version für Zürich hat mich das Fahrzeug überzeugt und es wird - Überraschung - nicht mit der von Bombi zu befürchtenden "jahrelangen" Verspätung ausgeliefert.


    Ich kann mir diese Unterschiede zwischen zwei theoretisch fast baugleichen (wenn man von der Fahrzeugbreite und der Aussenstaltung absieht) Fahrzeugkonstruktionen nur so erklären, dass Bombardier den Flexity im kurzen Zeitraum zwischen der Lieferung der Basler und Zürcher Version deutlich weiterentwickelt und verbessert hat.

    WENN die BVB nochmals Flexitys bestellen wollen, dann sollte das m. M. gelungene Zürcher Model ganz klar als Referenz dienen, bzw. die BVB müsste bei Bombardier darauf bestehen, dass sie das selbe Fahrzeug erhalten, natürlich auf Basel angepasst, sprich mit 2.3 Meter Breite und einem anderen Aussendesign.


    Man kann natürlich neu Ausschreiben, aber dann wird es teurer kommen als die Optionseinlösung und spätestens wenn es ums Geld geht wird es schwierig dem Besteller eine Begründung gegen die Optionseinlösung zu verkaufen. "Fahrzeug gefällt nicht" wird da nicht reichen...


    Bekommen es denn die zwei Kantone nicht gebacken, gemeinsam eine Ausschreibung auf die Beine zu stellen... unsäglich!

    Über Fahrzeugbeschaffungen entscheiden die Betreiber. Und gerade da tun sich Unterschiede auf. Das neue Tram für die BLT ist nach meinem Eindruck auf deren Infrastruktur mit teilw. grösseren Hst.-Abständen und höheren Geschwindigkeiten ausgelegt. Das würde zwar für die Linie nach Pratteln auch passen, aber gilt das auch für das restliche BVB-Netz?

    Es gibt nicht nur den nüchternen und rationellen Aspekt, sondern auch einen emotionalen. Die WB hatte eine lange Geschichte und bis zuletzt ganz viel Nebenbahncharme (und das meine ich überhaupt nicht despektierlich), nicht nur wegen der Strecke, auch die eine oder andere Station oder die historischen Depotanlagen.


    Das alles wird im Laufe der nächsten Monaten verschwinden.

    Natürlich werden die Waldenburger in anderthalb Jahren eine topmoderne Bahn erhalten, welche alle Einstellungsideen ad acta legen wird. Aber die neue WB wird halt auch ein Überland-Tram sein, welches kaum an den Charme des Vorgängers herankommen wird.

    Ich habe das Museum auch schon besucht und hatte den Eindruck, dass die meisten Besucher mit dem Auto anreisen.

    Ich habe die Vermutung, dass mit der Umspurung der öV für dieses Ausflugsziel attraktiver gestaltet werden soll.


    Das wäre per se keine schlechte Idee, aber rechtfertigt es die Investition von einem zweistelligen Millionenbetrag nur für das Museum?

    Zudem soll dem Vernehmen nach der Standort Broc bald nur noch als Ausstellung "Maison Caillier" dienen, Produktion nur für Vorführungen.

    Warum sie die Strecke umspuren, ist so kaum verständlich.


    Bei der Veranstaltung selber beeindruckte mich der wunderschön aufgearbeitete Ce 4/4 131. Hut ab vor der GFM.

    Dies würde ich nicht 100% unterstützen die Aussage das es den Gelenkbusse nicht braucht für den 115er auf den Passwang besonders die Fahrten ab Zwingen sind an Sonntagen und Feiertagen sehr stark ausgelasstet und werden teils sogar mit einen Spontanen Beiwagen begleitet.

    Das habe ich so auch nicht gesagt. Was ich sagte ist, dass es für den Pass selber keine Gelenkbusse braucht, sondern nur für die Talabschnitte.


    Ich bin aber gespannt, wie die neuen Solaris die beiden Pässe bewältigen. Als Fahrgast hatte ich den Eindruck eines grundsätzlich hervorragenden Busses, der aber im Vergleich zu MAN/MB etwas lauter ist. Ich hoffe, dass Postauto die Version mit dem stärkeren Motor (364 statt 339 PS) bestellt hat.

    Meine persönliche Meinung dazu:

    Zu früheren - schöneren Zeiten - als ich noch gerne Bahn gefahren bin, war es mir viel wichtiger etwas zuverlässiger und deshalb lieber etwas langsamer unterwegs zu sein, dafür aber auch sicher zu sein das man die Anschlüsse erreicht.

    Das mit den Anschlüssen klappt leider immer seltener, dafür werden die Verspätungen und Ausfälle immer grösser.

    Was nützt da dann ein Fahrzeitgewinn von wenigen Minuten, wenn der Fahrplan eh selten eingehalten wird und man dann seinen knappen Anschluss verliert.

    Das hat die SBB auch selber festgestellt und ist nun dabei unter der Führung des neuen Direktors Meyers Fehler zu korrigieren. Die SBB will mit zusätzlichen Minuten den Fahrplan stabiler machen, indem mehr Luft in den Reisezeiten ist und so Anschlüsse garantiert sichergestellt werden und nicht mehr allzu knapp sind.

    Noch als Ergänzung zur Kündigung von meinem Swiss Pass und Abkehr vom ÖV.
    Die Twindexx Einsätze auf der IC Linie 3

    Die Twindexx verkehren seit Fahrplanwechsel nur noch vereinzelt auf dem IC 3. Sie sind nun auf den IC1 und IR 70 (Zürich-Luzern) gewechselt, der IC 3 hat wieder die komfortableren IC2000.


    Die Twindexx wiederum sind zuverlässiger geworden, der Fahrkomfort ist bescheiden geblieben...

    Danke für die Info, wusste bisher nicht, dass Gelenkbusse über den Passwang fahren. Da will ich unbedingt mal eine Tour unternehmen, wenn es unbedenklich wieder möglich ist. Die Durchbindung einzelner Kurse südlich und nördlich des Passwangs seit einigen Jahren finde ich eine Super-Sache. Um so besser, dass es sogar Gelenkbusse dafür braucht.

    Die Gelenkbusse braucht es nicht für den Passwang für sich, sondern für die Frequenzen auf der Zulaufstrecke im Tal, man hat dann der Umläufe wegen (die Linie wird von der Regie Balsthal gefahren) den Bus als eine Linie direkt über den Pass geführt - ist dank der sehr leistungsfähigen MAN-Gelenker problemlos befahrbar.


    Schon jetzt kommen vereinzelt aus Umlaufgründen Gelenkbusse auf den 94er (so zum Beispiel letzten Samstag), mit den zwei zusätzlichen Fahrzeugen müsste der Bedarf ausreichen - ansonsten ist es für Postauto kein Problem, welche intern aufzutreiben, zum Beispiel zur Ausmusterung anstehende Fahrzeuge.


    Alleine Bushändler Rattin hat aktuell drei MB Citaro II G (ex. AAGL, EngadinBus und VB Biel) im Angebot.