Beschaffungen Fahrgastinformation BVB

  • Text to Speech Systemlösung (Request for Information)

    Bei der BVB werden derzeit die Fahrgastansagen in den Fahrzeugen mit einer menschlich eingesprochenen Stimme (Tonstudio), mit unterschiedlichen, menschlich eingesprochenen Stimmen (direkt ab Leitstelle) oder mit einer generisch erzeugten Stimme umgesetzt. Dies betrifft Haltestellenansagen, Ereignis- und Eventansagen sowie Störmeldungen. Dadurch besteht heute ein uneinheitliches Klangbild der Fahrgastinformationen.

    Die Fahrgastansagen können zentral im Leitstellensystem bzw. auf dem Bordrechner gespeichert oder direkt via Mikrofon auf das Fahrzeug übertragen werden. Heute kommen unterschiedliche Arten von Ansagen und Stimmen zum Einsatz:

    • Haltestellenansagen mit oder ohne Aufmerksamkeitston – menschlich eingesprochene Stimme aus dem Tonstudio (z. B. Tinguely Museum, Fondation Beyeler, Bethesda Spital)
    • Ansagen ab Bordrechner, welche durch das Fahrpersonal ausgelöst werden können – menschlich eingesprochene Stimme aus dem Tonstudio (z. B. Ticketkontrolle, Tür freigeben)
    • Ansagen ab Leitstelle zu spontanen Störungen – menschliche Stimme direkt aus der Leitstelle (z. B. Betriebsstörung, Demonstrationen)
    • Ansagen ab Leitstelle oder Bordrechner zu geplanten Ereignissen – generierte Text-to-Speech-Stimme

    Zur Vorbereitung einer fundierten Entscheidungsgrundlage für eine potenzielle Beschaffung soll der Markt sondiert und der aktuelle Stand der Technik evaluiert werden. Ziel ist es, einen Überblick über verfügbare Lösungen, technologische Entwicklungen, Integrationsmöglichkeiten und zukünftige Betriebsmodelle zu erhalten.

    Im Fokus der BVB stehen insbesondere Text-to-Speech-Lösungen mit synthetisierter bzw. individualisierter BVB-Stimme mit Schweizer, im Optimalfall mit Baseldeutschem Akzent, um eine einheitliche, wiedererkennbare und kundenfreundliche Fahrgastinformation sicherzustellen.

    Ausführliche Informationen sind im RFI- Dokument beschrieben.

    Quelle: simap.ch vom 23.06.2026

  • Vor allem bei der französischen Willkommensansage ziehen sich mir sämtliche Eingeweide zusammen. Und wenn wir gerade dabei sind, bei diesen Willkommensansagen stört es mich, dass nach der deutschen Ansage, die englische folgt und erst dann die französische, obwohl diese eine Landessprache ist.

  • Vor allem bei der französischen Willkommensansage ziehen sich mir sämtliche Eingeweide zusammen. Und wenn wir gerade dabei sind, bei diesen Willkommensansagen stört es mich, dass nach der deutschen Ansage, die englische folgt und erst dann die französische, obwohl diese eine Landessprache ist.

    Ich vermisse "Rumantsch" als Landessprache ... :/

  • Im Fokus der BVB stehen insbesondere Text-to-Speech-Lösungen mit synthetisierter bzw. individualisierter BVB-Stimme mit Schweizer, im Optimalfall mit Baseldeutschem Akzent...

    Quelle: simap.ch vom 23.06.2026

    Entweder Baseldeutsch oder Hochdeutsch, aber doch nicht extra mit Akzent 🫣. In Luzern kriege ich fast jedes mal eine Krise, wenn diese weibliche Computerstimme mit Schweizerdeutschem Akzent "Liiiion Monument" aus dem Lautsprecher stöhnt.

  • Man gewöhnt sich an alles. Auch an den Zürichdeutschen Akzent der SBB-Stimme.

    Nein. An den kann ich mich bis heute nicht gewöhnen. Weniger wegen des Zürich-Einschlags, sondern weil er so derart heftig überbetont bünzli-schweizerisch klingt.

    Da klingt für mich das SRF-artige Standarddeutsch mit leichtem Schweizer Einschlag in den BVB-Fahrzeugen wesentlich professioneller.

    Betreffend Französisch als zweite statt dritte Sprache stimme ich grundsätzlich zu, schon alleine auch, weil die BVB nach Frankreich hinausfahren.

  • Automatisch abgespulte Willkommen-Texte in x Sprachen finden die meisten wohl ohnehin nur lästig. Egal ob von Stimmaufnahme oder synthetischer Stimme und ob mit oder ohne Akzent.

    Natürlich freut es einem, wenn man vom Chauffeur persönlich willkommen geheissen wird.

    Wenn es aber einfach nur eine programmierte Ansage ist, die bei einem bestimmen Punkt automatisch abgespult wird, ist das wohl nicht mehr der Fall. Insbesondere, wenn man sie schon 1000 mal anhören musste. Und für Touristen, die sie nur einmal hören, haben sie in der Regel auch keinen praktischen Informationsgehalt.

    Stattdessen gehen dann wichtige Informationen bei Störungen oder ähnlichen Speziallfällen unter, da die Leute so daran gewöhnt werden, bei Ansagen nicht mehr hinzuhören. Ähnlich wie bei optischen Informationen, die wegen dem ganzen "Werbeterror" weggefiltert werden.