Zur Realisierung der Abbiegemöglichkeit zwischen Güter- und Margarethenstrasse beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat Ausgaben von rund 2,8 Millionen Franken. Aktuell ist eine Inbetriebnahme auf Ende 2028 vorgesehen. Die Haltestelle IWB der Tramlinie 2 muss mindestens in Richtung Binningen entfallen. Im Zuge des Neubaus der Margarethenbrücke wird die Haltestelle zum dannzumaligen Perronzugang verschoben.
Gleisverbindung IWB
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Danke für die Mitteilung. Eigentlich eine gute Sache, aber das mit der Aufhebung der Haltestelle IWB verstehe ich nicht ganz, und es geht auch aus der Medienmitteilung nicht klar hervor: Warum genau "muss" die Haltestelle IWB auf dem 2er aufgehoben werden? Weiss das jemand genauer?
(PS: Mein Verdacht ist eher, dass man sich den behindertengerechten Umbau dieser Haltestelle sparen möchte...)
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Wenn ich es richtig verstanden habe wird die Haltestelle IWB schlussendlich auf die Margaretenbrücke verlegt.
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Die Haltestelle muss aufgehoben werden, da in der Breite zu wenig Platz zur Verfügung steht für Haltestelle, Strasse, Velostreifen und Trottoir. Momentan geniesst sie Bestandsschutz
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Gemäss den Folien 25/26 in der Präsentation der Quartierinformation Gundeli & Grossbasel Ost wurde Projekt mit der Absicht gestartet, die Haltestelle zu erhalten. Die Untersuchung zeigte dann aber, dass die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) und der Ausführungsbestimmungen zur Eisenbahnverordnung (AB-EBV) nicht erfüllt werden können bzw. nur mit grossen Nachteilen für alle anderen Verkehrsteilnehmenden.
So wie ich das interpretiere, müssen die Haltestelleninseln eingekürzt werden, um Platz für den Gleisbogen zu schaffen. Stadtauswärts wird dadurch die Haltekante zu kurz und könnte nur mit einem grösseren Umbau der Gleisanlage verlängert werden, was sich wegen der absehbaren Haltestellenverschiebung auf die Margarethenbrücke vermutlich nicht lohnt.
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Grundsätzlich finde ich jede neue mögliche zusätzliche Verbindung an einer Kreuzung, die relativ günstig Umleitungsoptionen verbessert, eine super-Sache, so auch in diesem Fall.
Jedoch scheint es mir etwas sehr "reaktiv" und ohne ein übergeordnetes priorisiertes Gesamtkonzept darüber, an welchem Kreuzungen zusätzliche Verbindungen den besten Kosten-/Nutzen-Faktor haben:
Wenn die Margarethenbrücke gesperrt ist, ist es für einen Anwohner z.B. im Bereich Solothurnerstrasse ein schwacher Trost, wenn man dafür umsteigefrei nach Binningen Kronenplatz kommt. Von Binningen aus wäre immerhin die Verbindung in die Innerstadt und ins Kleinbasel möglich, aber nur mit langem Umweg über Tellplatz-Peter Merian. Und wenn diese Brücke mal erneuert ist, gibt es diesen Fall über Jahrzehnte wohl nicht mehr.
Was ich viel wertvoller fände und in den letzten Jahren schon öfter von grossem Vorteil gewesen wäre aber nie politisch gefordert wurde, fände ich an der Markthalle eine Verbindungsmöglichkeit Heuwaage-Markthalle-Bahnhof SBB. Damit wäre die Strecke Bahnhof SBB-Innerstadt "redundant", bei einer Sperrung im Bereich Bankverein/Aeschenplatz wäre immer noch eine umsteigefreie Verbindung Bahnhof SBB-Schifflände via Heuwaage möglich. Das fände ich noch wichtiger als eine Verbindung Tellplatz-Kronenplatz.
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Das eine tun, das andere nicht lassen.

Und dann noch Auberg-Markthalle.
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Ich denke, man muss nicht nur den heutigen Zustand, sondern auch den Zustand mit Margarethenverbindung betrachten. Da fallen mir spontan mehrere Anwendungsfälle für die Gleisverbindung IWB ein:
- Unterbruch Aeschenvorstadt (z. B. Unfall): Umleitung Tram 10 via Güterstrasse (N. B. an der Heuwaage kann zukünftig nicht mehr gewendet werden)
- Unterbruch Knoten Markthalle (z. B. Unfall): Umleitung Tram 2 via Güterstrasse
- Langer Unterbruch Zoo - Heuwaage (Bauarbeiten zur Umgestaltung) plus Unterbruch Markthalle (z. B. Unfall): Umleitung Tram 2 und 17 via Güterstrasse
- Langer Unterbruch Zoo - Heuwaage (Bauarbeiten zur Umgestaltung) plus Begegnungsverbot Margarethenbrücke: Umleitung Tram 10 via Güterstrasse
- etc.
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Das eine tun, das andere nicht lassen.

Und dann noch Auberg-Markthalle.
Gerne auch Missionsstrasse - Kannenfeldplatz
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Gerne auch Missionsstrasse - Kannenfeldplatz
Vielleicht ist das mit der jetzigen Erneuerung der Missionsstrasse möglich, ginge im gleichen Arbeitszug. Diesen Abzweiger wäre schon des öfteren gut gewesen.
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Die Kreuzung auf dem Burgfelderplatz wird meines Wissens bei der Erneuerung der Missionsstrasse nicht angefasst.
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Verpasste Gelegenheit
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Nicht unbedingt. Die Gleise und Weichen im Kreuzungsbereich haben vermutlich einen anderen Erneuerungszyklus als auf der geraden Strecke. Falls sie zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht erneuerungsbedürftig sind, würde ein erheblicher Restwert vernichtet.