• Die Briefkästen der Haushalte des Leimentals wurden heute mit einem etwas unförmigen Flyer (Format ist grösser als ein gefaltetes A3!!) des Kantons BL und der BLT bedient (scannen ist dadurch unmöglich!!).

    S-Tram 17: Ganz auf meiner Linie

    Darin wird in Aussicht gestellt, dass die Tramlinie 17 zu einem S-Tram aufgewertet und ab den 2030er Jahren ganztags von Ettingen via Margarethenverbindung (der "stich" ging verloren) zum Bahnhof SBB und weiter via Wettsteinbrücke zum Bad. Bahnhof fahren wird.

    Man will offensichtlich die Einwohnerschaft frühzeitig von den "Vorteilen" des S-Tram 17 überzeugen.

    S-Tram 17

  • Als ehemaliger Einwohner von Witterswil hätte ich den "Vorteil" von ca. 12 Minuten weniger Reisezeit zum Bahnhof SBB immer ein Traum gefunden, egal, ob es "-Stich" oder "-Verbindung" heisst (aber als Solothurner durfte man ja nicht mitbestimmen, egal wie es zwischen BS und BL aussieht).

    Neu würde ja praktisch alles durch Basel-Stadt bezahlt. Nachdem bei der fortbestehenden deutlichen Verkehrseinschränkung wegen dem Doppelspurausbau in Binningen der IV-Verkehr nicht total zusammengebrochen ist, halte ich auch diesbezügliche Befürchtungen wegen Verkehrsbehinderungen auch für nicht realistisch.

  • 4106: Nicht ganz richtig: Das S-Tram 17 wird ganztags von Rodersdorf (nicht Ettingen) fahren. Der heutige 10er wird dann erst ab Ettingen die heutige Route befahren.

    Es ist halb dazwischen:

    Als allererster Schritt ist durchaus nur geplant, dass der 10er beibehalten wird und es nur während den Stosszeiten 17er-Express-Kurse via Margarethenstich nur bis Ettingen gibt.

    Was von den Gegnern ausgenützt wird "à la was soll man da so eine teure Strecke für wenige 100 Meter bauen, wenn sie nur während wenigen Stunden zu den Stosszeiten benutzt wird?"

    Und da war wahrscheinlich die Detail-Argumentation der Befürworter nicht immer optimal, da man auf solche exponierenden Detailfragen zu wenig einging.

    Nach diesem ersten Schritt wäre es ja vorgesehen, dass es ganztägige Expresskurse bis Rodersdorf gibt.

    Ein Schwachpunkt des Konzepts ist es meiner Meinung nach aber schon, dass die Anwohner an den kleineren Stationen zwischen Ettingen und Binningen nur wenig profitieren: An diesen Halten würde während den Stosszeiten nur noch alle 7.5 statt alle 3.25 Minuten ein Tram halten und die kürzere Verbindung zum Bahnhof SBB ist nur mittels Umsteigen nutzbar.

    Einmal editiert, zuletzt von Baragge (21. August 2025 um 21:05)

  • Eigentlich finde ich diese ganze Diskussion schon längst überflüssig, denn
    1. Kann auch Basel Land nicht mitbestimmen welche Tramlinien auf baselstätischem Boden gebaut werden.
    2. Expresstram in oder her. Der Motorisierte Individualverkehr der aus dem Leimental in die Stadt und Abends wieder zurück strömt muss verringert werden, egal mit welchen Mitteln.
    3. Eine richtige S-Bahn in und durchs Leimental wäre die einzig vernünftige Lösung, je länger das nicht umgesetzt wird umso schwieriger und teurer wird es schliesslich. Kommen wird eine solche so oder so.

  • Ich kann diesem Betriebskonzept nichts wirklich gutes abgewinnen. Da nützt auch der Flyer nichts, denn schlussendlich profitieren nur diejenigen, die an den "Express-Haltestellen" einsteigen können. Für meine "Haushaltestelle" Känelmatt bringt es nichts ... bzw. gibt es eine Verschlechterung, denn in den HVZ-Zeiten habe ich momentan zwei Linien, die dort halten. Zukünftig ist es nur noch eine ... und umsteigefrei zum Bahnhof dauert genau gleich lang ... :/

  • 4106

    Durch das schnellere Angebot an der Haltestelle Therwil Zentrum lohnt sich auch eher ein längerer Fussweg dorthin. Die Gesamtreisezeit "längerer Fussweg plus schnelles Tram 17" wird in vielen Fällen kürzer sein als "kürzerer Fussweg plus langsames Tram 10".

    Das funktioniert nur, wenn du gut zu Fuss bist (barrierefreier und nichtdiskriminierender Zugang lässt grüssen!) ... aber ganz ehrlich: Das ist doch Seldwyla!

  • Ich bin gar der Meinung, dass es fast nur Gewinner:innen gibt.

    • Alle Nutzende der bedienten Haltestellen der S-Tram 17 haben eine schnellere Verbindung an den Bahnhof/Bankverein/Kleinbasel.
    • Alle Nutzende an nicht bedienten Haltestelle der L17 können den normalen 10ner nehmen und in Binningen Schloss auf das direkt dahinter fahrende S-Tram 17 umsteigen. So sind auch sie rund 8 Minuten schnell am Bahnhof und auch schneller im Kleinbasel.
    • In meinen Augen verlieren nur Nutzende, die eine unbediente Haltestelle der S-Tram 17 nutzen und an eine ebenfalls unbediente Haltestelle oder die Haltstellen Zoo (und möglicherweise einiger weniger Haltestellen in der Altstadt im Grossbasel), Heuwaage oder Theater fahren wollen, da sie in den Hauptverkehrszeiten eine zweite Linie verlieren.
  • Vielleicht geht mein Beitrag etwas am eigentlichen Thema vorbei. Früher gab es auf gewissen Linien Haltestellen mit dem Handsymbol – das hiess Halt auf Verlangen. Ich erinnere mich, dass dies auf der Linie 11 im Birseck so war.

    In Genf haben die TPG im Jahr 2021 alle Tram- und Bushaltestellen auf Halt auf Verlangen umgestellt. Ziel war eine Beschleunigung des ÖV und ein einfacherer Betrieb.

    Auch bei uns hätte man diesen Ansatz prüfen können – etwa als Alternative zum abgelehnten Express-Tram 11. Auf der Linie 10, die bis Ettingen im Leimental komplett auf Doppelspur ausgebaut ist, könnte ein solches System ebenfalls helfen, die Fahrzeiten zu verkürzen. Im Prinzip verfolgt auch die S-Tram genau dieses Ziel: schneller unterwegs zu sein, indem unnötige Halte wegfallen.