Fahrzeitenvergleich 1990 zu 2021/22

  • Fahrzeitenvergleich 1990 – 2022


    Linie 2


    Binningen – Eglisee


    1990: 21 Minuten

    2022: 23 Minuten


    Eglisee – Binningen


    1990: 20 Minuten

    2022: 23 Minuten



    Linie 6


    Riehen – Allschwil


    1990: 39 Minuten

    2022: 48 Minuten


    Allschwil – Riehen


    1990: 38 Minuten

    2022: 47 Minuten




    Linie 8


    Claraplatz – Neuweilerstr.


    1990: 21 Minuten

    2022: 24 Minuten


    Neuweilerstr. – Claraplatz


    1990: 22 Minuten

    2022: 24 Minuten




    Linie 14


    Claraplatz – Pratteln


    1990: 30 Minuten

    2022: 35 Minuten


    Pratteln – Claraplatz


    1990: 30 Minuten

    2022: 34 Minuten




    Linie 16


    Schifflände – Bruderholz


    1990: 20 Minuten

    2022: 25 Minuten


    Bruderholz – Schifflände


    1990: 19 Minuten

    2022: 25 Minuten


    Zu Grunde genommen hab ich die Graphischen Fahrpläne von 1990 sowie die Online Fahrpläne 2021/22


    Die Auswirkungen sind auf der Linie 6 am grössten, starke Verlangsamung in Riehen ist da ein Hauptgrund.


    Linie 8 und 14 wurden ab Claraplatz gerechnet, da die Linien 1990 anders geführt wurden.

  • Wow...

    Wenn auf dem 6er Tram die Auswirkung von der Verlangsamung in Riehen kommt, magst du uns eventuell die Fahrzeiten 1990 von Habermatten bis Grenze und zurück sagen? Heute sind das ja für 3,3 km 11 Minuten. Durchschnitt von gerade mal 18 km/h...

  • 1990 waren es auf selbem Abschnitt 9 Minuten


    Der Unterschied: 1990 konnten die Fahrzeiten gut gehalten werden, heute sind die 11 Minuten auf dem Abschnitt kaum fahrbar, Verspätungen sind normal.


    Der Rest mit den Verspätungen geht in der Innerstadt verloren.


    Das sind zwar nur wenige Minuten längere Fahrzeiten als 1990, Prozentual gesehen jedoch eine enorme Verlangsamung.


    Hier ein Blick auf den Fahrplan der Linie 6 von 1990

  • Betreffen die Zeiten die gleichen Fahrzeitvorgabe (also z. B. beide Male Abendspitze)? Oder welche Tageszeit wird hier verglichen?


    Und um was für eine Verlangsamung in Riehen handelt es sich? Niedrigere Vmax, Verkehrssituation, ...? Ich bin da nicht im Bild.

    Einmal editiert, zuletzt von Kupplungssurfer () aus folgendem Grund: Fahrzeitvorgabe statt Fahrzeitprofil

  • In Riehen sind es unter Anderem die niedrigeren Geschwindigkeiten auf dem begrünten Abschnitt, dann hast Du noch Tempo 30 zwischen kurz vor Lörracherstrasse bis zur Grenze.

    Die Schlaufe darf nur noch mit V/max 10 befahren werden.


    Es ist aber nicht Riehen alleine.

    es ist auch vermutlich das Tempo 3o in der Stadt und Eigenbehinderungen durch mehr ÖV in der Innerstadt, würde ich auf jeden Fall schätzen.


    Dann die Türsicherheitssysteme an den neueren Fahrzeugen helfen sicher auch nicht.

  • Ganz links im gezeigten Bild von 1990 stehen die Fahrzeiten.

    2021 hab ich die Zeiten über Mittag im Online Fahrplan genommen.

    Zu HVZ sind die Fahrzeiten heute gleich, können aber nicht gehalten werden.

    In Riehen sind viele Abschnitte nur noch mit 30km/h befahrbar - früher war 50km/ möglich.

    Auf dem Hochgleis sind die Kurvengeschwindigkeiten heruntergesetzt worden.

    Ab Badischer Bahnhof bis Schifflände ist durchgehend Tempo 30, früher war es dort schneller.

    Das ganze summiert sich auf.

    Real gesehen dürften die Fahrzeiten heute daher noch etwas länger sein wie oben beschrieben.


    Nachtrag: da war Dome schneller

  • Spannend wäre es in der Tat die Gründe sauber zu eruieren .... das wäre doch eine Masteraufgabe!!


    Grundlegende Unterschiede wird es bei den beförderten Fahrgästen geben ... habe auf die Schnelle keine Zahlen für 1990 gefunden ... und, und, und .... die reinen verlängerten Fahrzeiten sind Fakten, viel interessanter wären die Gründe, die hierzu führen.

  • Anmerken kann man auch noch das die Beschleunigung 1990 nicht so hoch war, wie mit Combino oder Flexity.

    Wobei die Linie 6 mit Be4/4 + Be4/4 + B4 oder Be4/6 + Be 4/6 eher schon stark motorisiert war.


    Bei der Linie 14 sind die Unterschiede eher gering, weil dort mit Düwag Doppel schon gut beschleunigt werden konnte.

  • Ganz links im gezeigten Bild von 1990 stehen die Fahrzeiten.

    2021 hab ich die Zeiten über Mittag im Online Fahrplan genommen.

    1990: Wenn ich das richtig lese, galt über Mittag Fahrzeitvorgabe D oder E, aber nicht C und D. Vielleicht kann uns da noch jemand aufklären.

    2021/22: Ich erhalte sowohl aus dem Online-Fahrplan als auch aus dem Fahrplanfeld kürzere Zeiten über Mittag.


    Somit sieht mein Vergleich wie folgt aus:


    Riehen – Allschwil

    • 1990: 39 (D) bzw. 40 (E) Minuten
    • 2022: 44-45 Minuten

    Allschwil – Riehen

    • 1990: 39.5 (D) bzw. 41.5 (E) Minuten
    • 2022: 44-45 Minuten

    Der Unterschied ist damit immer noch deutlich, aber nicht mehr so riesig wie im Vergleich von Grenzacher.


    Und wenn wir schon bei den Gründen für den Zeitverlust sind, hier noch ein weiterer Aspekt: 1990 wurde im 6 min-Takt gefahren, 2022 im 7.5 min-Takt. Unter der Annahme, dass das Fahrgastaufkommen mindestens konstant geblieben ist, steigen heute mit dem 7.5 min-Takt bei jeder Haltstelle mehr Personen ein und aus als beim 6 min-Takt.

  • Zu HVZ sind die Fahrzeiten heute gleich, können aber nicht gehalten werden.

    Hier muss ich dir widersprechen. Die Fahrzeiten in der Abend-HVZ sind heute länger als in den übrigen Zeiten, z. B. für Linie 6:

    • Abend-HVZ: 47-48 min
    • Übrige Zeit (ohne Randverkehrszeit): 44-45 min

    Das ist im Online-Fahrplan und im Fahrplanfeld so ersichtlich.

  • Beim heutigem Fahrplan gelten die 48 Minuten in der Abendstosszeit, sonst sind es 44 Minuten (laut fahrplanfelder.ch). 1972 waren 43 Minuten.


    Aber offenbar gab es 1990 keinen gesondere Fahrzeit für die Abendstosszeit, wenn ich den Ausschnitt der graphischen Fahrplans richtig interpretiere, so dass der "dramatische" Vergleich für diesen Zeitraum stimmt, während der Unterschied um etwa 14 Uhr deutlich geringer ist. DIe Verspätungsstatistiken von damals dürften wohl kaum mehr auftreibbar sein.


    Aber trotzdem sollte man natürlich aufpassen, dass die Fahrzeiten nicht "schleichend" immer länger werden, nach dem Motto "eine Minute mehr oder weniger ist doch egal". Das mag im Einzelfall jeweils stimmen, wenn es aber wenn es fast jedes Jahr so einen "Einzelfall" gibt hat das schnell spürbare Auswirkungen.

  • Aber offenbar gab es 1990 keinen gesondere Fahrzeit für die Abendstosszeit, wenn ich den Ausschnitt der graphischen Fahrplans richtig interpretiere,

    Doch, 1990 galt in der Abend-HVZ vermutlich Fahrzeitvorgabe E oder F (oben links im grafischen Fahrplan).

    der "dramatische" Vergleich für diesen Zeitraum stimmt

    Nein, denn er vergleicht die kürzesten Fahrzeiten von 1990 (also nicht Abend-HVZ) mit den längsten Fahrzeiten von 2022 (Abend-HVZ).

  • Hier muss ich dir widersprechen. Die Fahrzeiten in der Abend-HVZ sind heute länger als in den übrigen Zeiten, z. B. für Linie 6:

    • Abend-HVZ: 47-48 min
    • Übrige Zeit (ohne Randverkehrszeit): 44-45 min

    Das ist im Online-Fahrplan und im Fahrplanfeld so ersichtlich.

    Komisch… es gibt immer Leute die versuchen alles „Schönzureden“


    Selbst wenn du 1990 die langsamsten Fahrzeiten nimmst und heute die schnellsten gibt es immer noch einen Unterschied.


    Dazu kommt eben noch das heute die Fahrzeiten kaum gehalten werden können. Gerade in der HVZ und Dank des täglichen Staus in der Innerstadt durch aufgehoben Doppelhaltestellen, sind Verspätungen unter 5 Minuten kaum mehr drinne.

    Mit etwas Wissen über die Praxis oder ein Blick auf den Bordcomputer zeigen das klar auf.

    Heute liegen die realen Fahrzeiten und der Fahrplan weit auseinander.

    Bei einem realen Fahrzeitenvergleich HVZ der Linie 6 von 1990 zu heute komme ich auf eine längere Fahrzeit von + - 15 Minuten


    Die Wagenführer die anstelle einer 7 Minuten Pause dann noch 2 Minuten Pause habe, können das bestätigen.


    Noch ein Tipp:

    Fahrplan lesen ist offenbar auch nicht so einfach, Nachhilfekurse werden ab nächstem Jahr von mir angeboten.

    Einmal editiert, zuletzt von Grenzacher ()

  • Ausserdem hat mit dem Abo der Anteil der Ultrakurzstreckenfahrgäste ( 1 Haltestelle ) zugenommen.


    Grundsätzlich können die vorgegebenen Fahrzeiten eingehalten werden. Alles andere ist für mich in der Regel Trödlerei, denn es sind häufig die gleichen WagenführerInnen die pünktlich oder zu spät unterwegs sind.


    Gruss

    Christian

  • Es wäre aber schon schön, wenn es wieder 6-Minuten-Takte gäbe. Auf der Linie 50 Richtung SBB wurde dieses "Tabu" ja schon gebrochen.


    Auf anderen Linien wurden bei der Abschaffung des 6-Minuten-Takts ja dafür die Kompositionen verlängert. Beim 6er, 8er, 14er und 15/16er war das aber nicht möglich, da sie schon beim 6-Minuten-Takt in der jeweils möglichen Maximallänge fuhren. Beim 2er als einzige von Grenzacher erwähnte Linie, bei welcher das möglich war, war der Fahrzeiten-Zuwachs geringer (auch relativ auf die Gesamtfahrzeit bezogen), was die These von Kupplungssurfer bestärkt.

  • Das merkte ich besonders beim Abschnitt Bahnhof SBB-Aeschenplatz, als ich in den 00er-Jahren das KV besuchte. Dieses ist ja etwa auf einem Drittel der Entfernung zwischen Aeschenplatz und Bahnhof SBB. So dass man zu Fuss vom Bahnhof SBB viel schneller dort ist.


    Aber sehr viele Klassenkameraden, die mit der Bahn anreisten, fuhren lieber mit dem Tram vom Bahnhof zum Aeschenplatz. So ging die Gesamtreise etwa 5-10 Minuten länger, aber man hatte ca. 50 Meter weniger Fussweg und gleichzeitig das Tram für weiter Reisende verstopft.

  • Komisch… es gibt immer Leute die versuchen alles „Schönzureden“


    Selbst wenn du 1990 die langsamsten Fahrzeiten nimmst und heute die schnellsten gibt es immer noch einen Unterschied.

    Es geht überhaupt nicht darum, etwas schönzureden, das siehst du auch an der Einordnung meines Fahrzeitenvergleichs.

    Vielmehr ist das, was du in deinem Vergleich gemacht hast, objektiv verzerrt. Warum behauptest du, 2022 die Fahrzeiten über Mittag genommen zu haben, obwohl es ganz offensichtlich jene der Abend-HVZ sind? Warum nimmst du Zeiten von 1990, welche offensichtlich nicht für den Mittag, sondern für ungestörte Randverkehrszeiten gelten?

    Noch ein Tipp:

    Fahrplan lesen ist offenbar auch nicht so einfach, Nachhilfekurse werden ab nächstem Jahr von mir angeboten.

    Den Tipp kannst du gerne behalten. Ausser du hast den Vergleich mit Absicht verzerrt.

  • Statistiken kann man halt immer "so" oder "so" interpretieren oder auch gezielt raussuchen. (Was man ja heutzutage in anderen Bereichen kennt).


    Aber ich denke, deine Grundaussage, dass es nicht gut ist, dass die Fahrzeiten völlig unbestrittenen tendenziell länger werden, dürfte ja niemand bestreiten.

  • Es geht überhaupt nicht darum, etwas schönzureden, das siehst du auch an der Einordnung meines Fahrzeitenvergleichs.

    Vielmehr ist das, was du in deinem Vergleich gemacht hast, objektiv verzerrt. Warum behauptest du, 2022 die Fahrzeiten über Mittag genommen zu haben, obwohl es ganz offensichtlich jene der Abend-HVZ sind? Warum nimmst du Zeiten von 1990, welche offensichtlich nicht für den Mittag, sondern für ungestörte Randverkehrszeiten gelten?

    Den Tipp kannst du gerne behalten. Ausser du hast den Vergleich mit Absicht verzerrt.

    Stimmt natürlich… der Vergleich ist total verzerrt…

    Aber eben genau anders rum.

    Durch den Stau wegen der aufgegebenen Doppelhaltestellen brauchen die Kurse in der HVZ jetzt nochmals mehr als 5 Minuten längere Fahrzeiten als im Fahrplan angegeben.

    Nachzulesen hier:



    Aber naja Fahrplan lesen ist eben nicht Jedermanns Sache, das sollte dann noch geübt werden.