Fahrplanvernehmlassung "Fahrplanentwurf 2022"

  • Vorinformation:


    Die Bau- und Umweltschutzdirektion führt dieses Jahr wieder eine Fahrplanvernehmlassung durch. Ab 26. Mai bis 13. Juni 2021 werden die Fahrplanentwürfe aller Linien für den Fahrplan 2022 (gültig ab 12. Dezember 2021) im Internet auf http://www.fahrplanentwurf.ch publiziert.


    Die interessierte Bevölkerung ist eingeladen, zum Fahrplanentwurf Stellung zu nehmen. Hierzu ist ab 26. Mai 2021 auf http://www.fahrplanentwurf.ch ein entsprechendes Formular aufgeschaltet. Diese Stellungnahmen, z.B. bei fehlenden Anschlüssen oder nicht mehr möglichen Fahrten, werden zusammen mit den Transportunternehmen geprüft und je nach Machbarkeit im Fahrplan 2022 berücksichtigt oder für die weitere Planung aufgenommen.


    Quelle: BUD BL

  • und warum wird jetzt der E11 nicht geändert?


    Dachte der Test wäre erfolgreich abgelaufen und es sollle permanent werden?!

    "Die Paritätische Kommission BL-BS hat zwischenzeitlich beschlossen, diese Änderung nicht umzusetzen."


    Die genau Begründung wird man vermutlich, nach dem Vernehmlassungsverfahren, in der Landratsvorlage nachlesen können.

  • Mein inhaltlicher Senf dazu (die zahlreichen Änderungen bei den Nachtlinien nicht berücksichtigt):


    S3/S9/108: Sicher sinnvoll. Abbau sonntagsfrüh ist zwar nicht erfreulich, aber am Wochenendabend sind wohl mehr Leute unterwegs, so dass das insgesamt besser ist.

    E11: Die getestete Linienführung fände ich auch besser und einfacher. Was wohl der Grund der Ablehnung ist?

    37/46/47/63: Gut dass die Merkwürdigkeit entfällt, die ich nie nachvollziehen konnte, dass Kurse Bottmingen-Ulmenweg als 47er und nicht als 37er gelten. Eine ersatzlose Aufhebung einer Linie wäre ja nicht erfreulich, aber durch die Änderungen und Verlängerung der anderen Linien wird das grösstenteils ausgeglichen.

    64: Ich fände es noch eine gute Idee, wenn alle Kurse, die am Bachgraben enden, bis Thomas-Kirche weitergeführt würden. Allenfalls auch nur zu Zeiten wenn der 31/38er nicht verkehrt. So würde die Linie nicht im "nichts" enden und es gäbe einen Anschluss auf den 36er. Wenden wäre dort dank Kreisel kein Problem, gleichzeitig bräuchte es am Bachgraben weniger Platz für Aufenthalte und Wendemöglichkeiten und das Bachgraben hätte abends nicht nur eine Verbindung nach Dornach, sondern auch in die Stadt.

    68/69/113: Konzept grundsätzlich gut. Eine regelmässige Verbindung über Challhöhe fände ich aber überlegenswert. Für die solothurnischen Exklaven um Witterswil/Flüh/Rodersdort ist für manche Bereiche (z.B. Covid-Impfungen) Breitenbach ein regionales Zentrum, aber per öffentlichem Verkehr nur mit Umwegen erreichbar.

    101/102: Erfreulich, dass die Verbindung nach Wegenstetten offenbar aufgewertet wird, die in letzter Zeit immer mehr abgebaut wurde. Bezüglich Salhöhe wäre vielleicht ein ähnliches Konzept wie am Passwang sinnvoll, mit regelmässigen durchgehenden Fahrten Gelterkinden-Aarau.

  • Von Gelterkinden nach Aarau fährt auch die SBB. Ich denke das sollte reichen. Und zudem glaube ich nicht dass der sparsame Kanton Aargau das bezahlen möchte. Challhöchi und Passwang sind m.E. nicht wirklich vergleichbar.


    Linien 68 und 69: das Konzept überzeugt grundsätzlich. Fraglich ist indessen, ob sich die Kleingemeinde Biederthal da überhaupt beteiligen kann/will. Der Kleinbus Metzerlen-Burg-Rodersdorf sollte aber zum besseren Verständnis - gerade auch bei den Haltestellen - eine separate Nummer erhalten - 69A oder vielleicht die freigewordene 63.

  • Naja, muss sich die Gemeinde beteiligen?


    in erster Linie geht es ja darum, zwischen Burg i. L. und Rodersdorf den kürzesten Weg zu nehmen.


    Wow, jetzt kann ich dann evt. doch auch Mal mut dem ÖV nach Burg.

  • Der Kleinbus Metzerlen-Burg-Rodersdorf sollte aber zum besseren Verständnis - gerade auch bei den Haltestellen - eine separate Nummer erhalten - 69A oder vielleicht die freigewordene 63.

    Dass verschiedene Linien als eine Linie gelten (vielleicht damit es aus politisch-administrativen Gründen keine "neue Linie" gibt) finde ich grundsätzlich auch eine Unsitte. Etwa bei 105 in Sissach oder 112 in Kleinlützel (EDIT: auch zwischen Laufen und Huggerwald gibt es wenige durchgehende Kurse) oder 117 in Himmelried oder vor einigen Jahren beim 30er in Basel.


    Aber in diesem Fall gibt es ja laut dem Fahrplanentwurf auch einige durchgehende Kurse Flüh - Metzerlen - Burg - Rodersdorf. Von dem her handelt es sich nicht unbedingt um komplett getrennte Linien.


    Naja, muss sich die Gemeinde beteiligen?


    in erster Linie geht es ja darum, zwischen Burg i. L. und Rodersdorf den kürzesten Weg zu nehmen.


    So wie ich die Unterlagen interpretiere wird die Gemeinde nett angefragt, ob sie sich beteiligen will (im bereits verlinkten Bericht "Bei der Gemeinde Biederthal soll ein Gesuch für eine finanzielle Beteiligung an den ungedeckten Kosten der Linie gestellt werden.")


    Einzig an der Haltestelle-Infrastruktur muss sie sich beteiligen (in dieser Auswertung "Bezeichnung/Markierung Halteort (in beide Fahrrichtungen)" - "Zuständigkeit Gemeinde" - "Rückfallebene: Verzicht auf Halt in Biederthal".

    Einmal editiert, zuletzt von Baragge () aus folgendem Grund: Grund im Text

  • Die bestehende (bisher 1-2x wochentäglich bediente) Haltestelle in Biederthal sieht ja schon fast wie ein ehemaliger Kleinbahnhof aus: Google Street View). Wenn das CH-Behindertengesetz dort nicht gilt würden die absolut zwingenden Kosten für die Gemeinde also darin bestehen das Haltestellenschild anzupassen und allenfalls noch ein zweites Schild plus eine Zickzack-Linie in der Gegenrichtung anzubringen.


    Hoffe mal, dass das kein Hinderniss sein wird. Zumal die Haltestelle dann um etwa "nur" 2000-3000 % öfter bedient wird.

  • In einem Punkt könnte auch Leymen ein Vorbild sein:


    Im Bahn/Tram-Bereich wäre die Situation ja fast vergleichbar. Und die profitieren ja gehörig davon, dass sie fast gratis gut aus der Schweiz erreichbar sind, die Immobilienpreise und wohl auch Steueraufkommen z.B. sind massiv höher als in anderen elsässischen/sundgauischen Gemeinden (was allerdings wieder eine gewisse Verdrängungs-/Gentrifizierungs-Problematik verursacht).

  • und warum wird jetzt der E11 nicht geändert?


    Dachte der Test wäre erfolgreich abgelaufen und es sollle permanent werden?!

    Diese Nachricht bedeutet, dass der E11er auch im 2022 mit nur einer Einzelsänfte verkehren wird. Dies obwohl die Nachfrage und das Rollmaterial für Doppeltraktionen vorhanden sind. Ebenfalls dürfte die Linie auch weiterhin bei jeder sich bietenden Gelegenheit (Schulferien, Tage vor Feiertagen, Unfälle irgendwo auf dem Netz etc) ausfallen. Einfach nur noch lächerlich das Ganze! Wirft kein gutes Licht auf BS, BL, BLT und die Gemeinden Reinach und Münchenstein!

  • also ich würde ja mal auf die Begründung warten, bevor ich gleich nen Rundumschlag starte.

    Die Begründung wird auch nichts mehr ändern. Das Problem ist seit 15 Jahren bekannt und latent! Schau mal wie in Reinach Nord zurzeit gebaut wird. Auch an den Haltestellen Schaulager und Dreispitz entstehen bald Hochhäuser. Es reicht einfach nicht mehr sich bei der jährlichen Präsentation der Zahlen zu freuen, dass die Linie 11 die beste Auslastung im BLT-Netz hat. Es ist in der HVZ eine Überlastung - wenn Corona vorbei ist erst recht.

  • also ich würde ja mal auf die Begründung warten, bevor ich gleich nen Rundumschlag starte.

    Die Begründung ist wohl ziemlich einfach, weil im Gundeli die Haltestellen für Doppeltraktion zu kurz sind und diese dann statt in der Haltestelle auf dem Fussgängerstreifen stehen würden. Das gab schon beim Testbetrieb während den Stosszeiten am Bahnhofeingang Gundeldingen ein ziemliches Chaos. Dazu beigeragen haben die vielen besonders intelligenten Autofahrer die bis zum hinteren Puffer des hinteren Motorwagens aufgeschlossen hatten.

  • Bladerunner

    Im 8. Generellen Leistungsauftrag (2018 - 2021) war vorgesehen, die Linie E11 zwischen Reinach Süd und Schifflände in die Linie 11 zu integrieren (ggf. als Linie 12). Voraussetzung dafür war, dass die Linie 17 über den Margarethenstich und die Wettsteinbrücke verkehrt und so Platz in der Innenstadt für die Linie E11 frei wird. Wie wir alle wissen, wurde der Margarethenstich abgelehnt - auch von den Gemeinden Münchenstein, Reinach und Aesch. Eine bessere Entlastung der Linie 11 hat die Bevölkerung also ziemlich selbst versemmelt...


    Ohne neues Netzelement (Margarethenstich, Petersgraben, ...) dürfte die Führung der Linie E11 über den Bahnhof SBB, wie sie letzten Herbst getestet wurde, wohl so ziemlich das höchste der Gefühle sein (wenn überhaupt), um die Linie 11 besser entlasten zu können.


    Limbo

    Das würde mich aber überraschen, denn dazu braucht es keinen Testbetrieb - das müsste man schon vorher wissen.

    Im 9. Generellen Leistungsauftrag (2022 - 2025) steht:

    Diese Änderung der Linienführung erfolgt wenn möglich bereits im Fahrplanjahr 2021 und vorbehältlich eines erfolgreichen Testbetriebs sowie der Budgetgenehmigung im Kanton BS.

    Also war entweder der Testbetrieb nicht erfolgreich (das würde wohl heissen, am Centralbahnplatz hat es zu fest geklemmt) oder der Kanton BS hat kein Geld für die neue Linienführung gesprochen.

  • Im Nachgang zum Testbetrieb wurde ja eine Fahrgastbefragung durch die BLT durchgeführt. Leider wurden diese Ergebnisse nie publiziert. Wenn es wirklich an den Haltestellen im Gundeli liegen sollte, braucht es eine andere rasche Lösung. So wird ja auch die Option Verknüpfung der Linien E11/17 am Theater immer wieder ins Gespräch gebracht. Dies hätte zwar auch eine stärkere Belastung des Knotens Bahnhof SBB, aber auch eine ENTlastung des Abschnitts Barfüsserplatz-Schifflände zur Folge. Die Verlängerung zum Wiesenplatz könnte neu durch die Linie 16 sichergestellt werden. So kämen endlich Doppeltraktionen auf den E11 und die Linie würde endlich auch in den Schulferien und an Brückentagen bedient.