Baustellen BVB & BLT 2021

  • Das ist nix, was in Norwegen so abgeht. Dieser wurde zwischen Oslo und Drammen wieder mal gebaut. Während vier Wochen fuhr kein Zug, also Busersatz, oder wie es ihr so schön heist "Bus für Zug". Um sich das vorzustellen: Basel-Olten zu, und alle müssen mit Büsse nach Olten gekarrt werden. (Vielleicht etwas übertrieben, weil doch nicht so viele Züge unterwegs sind).

    PS: Wir haben noch eine andere Ersatzkombination: "Bus für Tram", "Bus für U-Bahn", "Bus für Schiff", dann gab es mal "Schiff für Zug". Beten, dass man nie "Bus für Flugzeug" nehmen muss. Diesen Sommer wurde auch "Traktor für Schiff" vorgestellt, wo ein Bauer Schiff auf seinem Anhänger zwischen dem Meer und einem See Boote transportierte.

    Waren denn beide Linien zwischen Oslo und Drammen zu?

    Dort gibt es ja 4 Gleise, die schnelle Tunnellinie und die ältere Linie oben durch.

    Zumindest auf der Bergenbahn wurde dann wohl wieder via Roa umgeleitet.

  • Beispiele zum Bau unter Betrieb gibt es viele, früher war es normal das man eine Linie nicht wegen ein paar Meter neuem Gleis Monatelang voll gesperrt hat.

    Kenner die etwas älter sind und schon etwas länger mit den Basler Drämmlis unterwegs sind, müssten wissen das man früher nie so Kundenfeindlich gebaut hat.

    Jeden Monat neue Linienführung war auch völlig fremd.

    Genaue Orte und Daten kann ich dabei nicht nennen, das ist schon zu lange her um genaue Daten und Orte zu wissen.

    Was ich aber noch weiss, das man früher öfter über offene Tramgleise und Baustellen gerattert ist.

    Zuletzt wurde noch viel mit Kletterweichen gemacht, wie Eglisee, Breite… heute wird das einfach voll gesperrt.

    Jüngere Generationen können da natürlich nicht mitreden, aufgrund fehlender Erfahrung.

  • unterhaltsfrei

    Ich könnte mir vorstellen, dass man das heute ggf. auch so machen würde, da der Äussere Ring zur Erschliessung des Depots Allschwilerstrasse und als Umleitungsstrecke sehr wichtig ist.


    Grenzacher

    Vielleicht hast du die offenen Tramgleise deshalb noch in Erinnerung, weil das immer so lange dauerte ;) Bei der Vergangenheit neigt man halt gerne dazu, sie zu verklären.

    Es gibt auch mehrere neuere Beispiele ohne Streckensperrung, z. B. Wettsteinachse, Riehen, Muttenz, Kohlenberg, ...

    Einmal editiert, zuletzt von Kupplungssurfer () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Ich frage mich, ob die neuen Niederflurtrams Kletterweichen befahren können? In Bern war die letzte Anwendung von Kletterweichen in den 1990er-Jahren (Erweiterung Casino-Parking, Kletterweiche am Helvetiaplatz).

  • Fahrzeuge ohne Drehgestelle haben Mühe auf Kletterweichen.

    Combinos sind in Basel mehrmals auf Kletterweichen entgleist und durften die nur mit 5 km/h befahren - andere Fahrzeuge mit 10 km/h


    Gerade am Beispiel Linie 3 in Richtung Birsfelden kann man gut den Unterschied Bau früher zu Bau heute unterscheiden.

    Bei der Baustelle an der Breite wurde noch mit Kletterweichen und eingleisigem Abschnitt gebaut.

    Die Baustellen danach in Birsfelden und zwischen St. Albanstor und Breite waren dann mit Vollsperrung.


    Einspurige Abschnitte waren aber bei der BVB etwas heikel, die Signale hatten oft Fehlprogrammierung und es kam mehr als einmal vor das zwei Drämmlis Front an Front auf einem Gleis waren.


  • Sorry, das ist jetzt einfach wieder eine subjektive Einschätzung. Wie man sich als Einzelperson anmassen kann, vertretend für die ganze ÖV-Kundschaft zu sprechen, ist für mich unverständlich und entspricht des Weiteren nicht den realen Gegebenheiten. Dafür müsste man sich aber auch mit den realen Gegebenheiten auseinander setzen.


    So kommt es doch total auf die Baustelle und deren Situation an, welche Methode sinnvoller ist. So kommt es auch, dass es tatsächlich auch noch weitere Personengruppen neben der ÖV-Kundschaft gibt, auch wenn man dies nicht für möglich hält. Würde ich an einer Tramlinie wohnen, wäre ich für eine Totalsperrung mit Busersatz von einem Monat dankbar, anstelle von monatelangem Einspurbetrieb. Und als Bewohner von Riehen weiss ich, was jahrelanger Einspurbetrieb bedeutet!

    Des Weiteren bedeutet ein Busersatz oder Umleitungsrouten nicht zwangsläufig nur Negatives. Möglicherweise entstehen für einzelne Personen gar optimalere Verbindungen und Routen oder sind möglichweise resistenter gegen Verspätungen als die unsäglichen Einspurabschnitte. Was bringt es mir, wenn ich von Riehen an den Bahnhof jedes Mal einen Bus früher nehmen muss, damit ich die Verspätung durch das Einspurstück kompensieren kann? Dasselbe bei der jahrelangen Bauerei entlang der Strecke nach Riehen. Was nützt mir der Einspurbetrieb, wenn ich dadurch jedes Mal den Kleinbus an der Habermatten verpasse? Für ÖV-Kunden bringt eine Baustelle unter Betrieb also nicht nur Vorteile.


    Zusätzlich müssen vermutlich gewisse Baustellen unter Totalsperre erfolgen, da es bei laufendem Betrieb gar nicht möglich wäre, zum Beispiel wegen unterirdisch verlaufenden Leitungen (die je nach Ort möglicherweise blöd liegen) oder veränderte Schienenlagen.


    Damit will ich überhaupt nicht sagen, dass eine Totalsperrung die einzige Lösungen ist, jedoch kommt der Entscheid auf mehr an, als nur eine persönliche Meinung, die nur sehr wenige Interessen vertritt. So müssen diverse Aspekte betrachtet werden und erst dann kann beantwortet werden, welche Variante sinnvoller ist.


    Übrigens: Hätte man in den guten alten Zeiten das Schienennetz besser gewartet und Sanierungen nicht so vernachlässigt, müsste man auch nicht erst heute alles sanieren. Wenn man nichts macht, kann auch nichts gesperrt werden. Aber ob das kundenfreundlicher...

  • Nicht zu vergessen diejenigen, welche unmittelbar an der betreffenden Strasse/Strecke wohnen und den Baulärm ertragen müssen. Weichen u.a. verursachen Gerumpel, von 5 Uhr Früh bis am Wochenende nach 1 Uhr in der Nacht.

  • also in Riehen wäre ich auch eher für eine Komplettsperre gewesen, als dieses jahrelange herumgedönse mit den Einspurstücken.

    Wenn man da ein Jahr oder so an Umständen gesparrt hätte... bitte gerne.


    Ich denke zur allgemeinen Thematik müsste man wie oben beschrieben unterscheiden, ob es nur die Gleise sind, die neu gemacht werden müssen, dann wäre Einspur kurzzeitig sicher die angenehmere Variante, aber wenn alles drumherum auch noch angepasst werden muss, sprich, Kanten, Strassen, unterirdische Sachen, dann ist die komplettsperre wohl eher das machbare.


    Gerade zum Beispiel jetzt die Margarethenbaustelle mit der kompletten Neupositionierung der Haltestellen und Gleise, wäre evt. doch schwerer zu realisieren unter Betrieb.


    Auch die Wolfschlucht, wo man ja nach links und rechts nicht wirklich Platz hat, geht es wohl nicht anders.

  • Ich mit Modelljahr 62 (1962, nicht 1862, nur so am Rande…) kann mich gut an die Einspurabschnitte in der Gundeldingerstrasse (ca. Ende 70er, Anfang 80er) erinnern, oder die Strecke Reinacherstrasse hinauf zum Jakobsberg, auch hier mit Kletterweichen und Gummikühen und Barracken. Aber: hier wurden „nur“ die Geleise erneuert und nicht gleich auch noch die gesamte Infrastruktur im Boden, wie Wasser, Abwasser, Strom und Fernheizung.

    Ausserdem denke ich auch, dass Kletterweichen sicherer mit Drehgestell-Fahrzeugen befahren werden als mit den tiefergelegten Sportswägeli von heute.

  • Waren denn beide Linien zwischen Oslo und Drammen zu?

    Dort gibt es ja 4 Gleise, die schnelle Tunnellinie und die ältere Linie oben durch.

    Zumindest auf der Bergenbahn wurde dann wohl wieder via Roa umgeleitet.

    Es wurden an mehrere Stellen gleichzeitig gebaut, und genau da, wo es nicht 4 Gleise hat. (Weiche bei Skøyen, Lieråsentunnel)
    Bergenbahn fährt jeweils über Roa, in so Fällen.
    Glücklicherweise machen die so was nur in den Sommerferien, wenn alle verreist sind. Da können die anderen das Auto nehmen.

  • Die Krampmachine wartet momentan auf einem Tieflader in der Fasanenstrasse auf den Einsatz zwischen Eglisee und Habermatten.

    Falls du die entgleiste Unglücksmaschiene meinst: Diese stand Montag vor einer Woche in der Schlaufe Surbaum.


    Daneben muss es noch eine zweite, kleinere Maschine geben, welche auf dem Birsigtalast der Linie 10 eingesetzt wurde.