[BL Landrat] Tarifverbund Nordwestschweiz TNW: Kantonsüberschreitende Fahrten, Läufelfingen-Trimbach-Olten mit dem U-Abo ermöglichen.

  • Die vorberatenende landrätliche Bau und Planungskommission tut sich in ihrer Behandlung dieses Vorstosses ziemlich schwer. Es zeigt insbesondere die Grenzen auf, die die gegenseitige Anerkennung von unterschiedlcihen Verbundabo-Modelle in der Praxis erschweren. Eine Lösung dieser immer wieder in den Raum geworfenenen Forderung scheint weiterhin in weiter Ferne zu sein. Jedenfalls will der TNW dieses Thema nicht weiterverfolgen. Irgendwie auch nachvollziehbar, den bestimmt würden sich auch einige Fricktaler wünschen, dass Sie mit einem U-Abo bis in den Raum Brugg vordringen könnten. Mal sehen, wann der nächste Anlauf genommen wird, die Tarif- und Verbundstrukturen innerhalb des TNW anzupassen.


    Für alle, die alles nachlesen möchten, hier der Link: Geschäfte Landrat BL


    Quelle: bl.ch

  • In der Region Aarau - Frick geht das, aber nur mit einem viel teureren A-Welle Abo. Auch hier wünschen sich sicher viele die Ausweitung des U-Abo in die A-Welle-Zonen 510, 522 und 520.

  • Das kommt vom Gärtchendenken der Vebunde. Im Falle Raum Bözberg gilt als Grenze glaube ich jeweils eine Busstation auf dem Hügel. Und Eisenbahn fährt da nur der IR, gibt also keine Konkurrenzsituation wie im Beispiel Olten.


    Aber dennoch ist halt die Tatsache, dass Erweiterungen immer eine Kostenfrage sein dürften bzw. wer diese Kosten dann tragen muss. Oder wie wollt ihr einem Stadtbasler verkaufen, dass er jetzt tiefer in die Tasche greifen darf, damit ein paar Homburgertaler oder Fricktaler günstiger über den Berg kommen?


    Vielleicht hülfe ja eine gegenseitige Anerkennung in den Verbundgrenzgebieten. Oder eine Lösung à la Z-Pass.

  • Wenn es eine U-Abo Erweiterung ähnlich Z-Pass gäbe, wäre das schon interessant. Meines Erachtens sollten die Verkehrsverbunde Überlappungszonen planen. Wenn man regelmässig von einem Verbund per Bahn in den Nachbarverbund pendelt, kann schon auf kurzen Strecken das GA billiger werden als zwei Verbundabo und Streckenabo für die Bahnstrecke.

  • Oder man muss fast ein GA haben, falls man im Jura wohnt und nach Basel pendelt (oder umgekehrt):


    Laufen oder Delémont sind nicht in einer Überlappungszone. Und als Verbindung dazwischen gibt es nur Ohne-Halt-Züge. Selbst wann man ein TNW-Abo (das ja teuerer ist, wenn man nicht im TNW wohnt) und ein Jura-Abo hat, müsste man daher immer noch dazu ein SBB-Billet lösen.

  • Natürlich visionär, aber um das U-Abo-Prinzip zu retten und trotzdem die Situation von Tarifverbundsgrenzbewohnern und verbessern und eine national einheitliche Regelung zu haben, könnte man einfach folgendes einführen: Jeder Einwohner irgendwo in der Schweiz könnte für rund Fr. 70.--/Monat ein Abo haben, dass einfach den Umfang von ca. 50 km um den Wohnort erfasst.

  • Das würde dann heissen: Tarifverbund Schweiz. Tönt spannend, dürfte jedoch politisch kaum durchsetzbar sein. Denn dann müssten wohl die Kriterien betreffend Subventionierung etc. auch angeglichen werden. Und zudem: schweizweite Zonentarife? Bin da eher kritisch.

  • 50 km waren auch etwas übertrieben, da man ja automatisch in der Mitte wohnt und die Tarifverbünde selten 100x100 km umfassen. Also vielleicht 30-40 km, dafür aber mit Ausgleich in die eine Richtung, wenn es wegen Landesgrenzen nicht in alle Richtungen geht, so dass alle die selbe Fläche hätten. Ausserhalb dieses Umkreis könnte ja alles gleichbleiben und es bräuchte nicht zwingend einen Zonentarif. Darüber hinaus gäbe es wie bisher im bisherigen Preisrahmen das GA. Allenfalls könnte man noch ein Variante (auch preislich) dazwischen einführen für gut 100 km.


    Dass jeder je nach Wohnort einen unterschiedlichen Umkreis hat, sollte mit den heutigen technischen Möglichkeiten ja nicht mehr so ein Problem sein.

    Dafür könnte man die bisherigen Tarifverbünde abschaffen. Bei Einzelbilleten gäbe es vielleicht einen Zonentarif im Nahbereich und wie bisher einen nationalen km-Tarif im Fernbereich. Regional oder kantonal unterschiedliche Subventionierungen des Nahverkehrs könnten so immer noch über die Zonengrössen im Nahbereich abgebildet werden. Und das Abo wäre vielleicht +/- 20 Fr. teurer oder günstiger, je nach dem wie stark der ÖV im flächenmässigen Anteil des km-Umkreis um den Wohnort unterstützt wird. So wäre eine wohnortunabhängige Einheitlichkeit des System möglich, die trotzdem noch regionale Unterschiede ermöglicht. Auf eine Art würden einfach die Tarifverbünde "virtualisiert", auf einen Umkreis um den Wohnort statt festen Regionen.


    Aber schon klar, dass das kaum möglich ist mit landesweit verschiedenen Vorstellungen und Kantonsgrenzen und Subventionen und historisch gewachsenen Strukturen, deshalb "visionär" :)

  • Oder man muss fast ein GA haben, falls man im Jura wohnt und nach Basel pendelt (oder umgekehrt):


    Laufen oder Delémont sind nicht in einer Überlappungszone. Und als Verbindung dazwischen gibt es nur Ohne-Halt-Züge. Selbst wann man ein TNW-Abo (das ja teuerer ist, wenn man nicht im TNW wohnt) und ein Jura-Abo hat, müsste man daher immer noch dazu ein SBB-Billet lösen.

    Für solche Fälle gibt es die sogenannten Modulabos. Damit kann ein Verbund- und ein Streckenabo bzw. ein Abo für eine Zone eines anderen Tarifverbunds kombiniert werden.


    Siehe auch

    www.tnw.ch/assets/files/content/SBB_ModulAbo_MBR1_Flyer_A65.pdf