• Naja ich denke auf Daten die ein Hersteller selber herausgibt, können wir in Zukunft gerne verzichten.
    Ist absolut lachhaft und ist wirklich noch Jemand so dumm um darauf hereinzufallen?

    Da Kauf ich mir doch lieber ne Glaskugel und erfinde selber irgend welche Zahlen.

    Das dünkt mich nun übertrieben. Bombardier "erfindet" weder Zahlen noch werden die Leser angelogen. Die Zahlen existieren und stimmen. Gerade weil die Zahlen nicht von Bombardier selber stammen, sondern von einer unabhängigen Quelle, ist es für Leser und Journalisten ein leichtes, diese zu überprüfen. Und man kann sich die Reaktionen der Medien vorstellen, wenn mit den Zahlen was nicht koscher sein sollte.

    Fälschungen kann sich der Hersteller darum auch gar nicht erlauben, weil die Medien Bombardier dann in der Luft zerfleischen würden.


    Und: Die Zahlen decken alle Werte aller eingesetzten Twindexx über einen ganzen Monaz ab. Einzelne an einigen Tagen beobachtete verspätete Züge können da gar nicht repräsentativ sein.


    Ich bin alles andere als ein Bombardier und Twindexx-Fan. Aber es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass die Twindexx rein was die Zuverlässigkeit im Fahrplanbetrieb betrifft grosse Verbesserungsschritte erreicht haben und nun gar an der 10'000 km Marke (zugelegte Kilometer zwischen zwei Störungen) kratzen. Ich finde, das kann und darf man durchaus honorieren.

  • Das Problem an Statistiken ist nicht so sehr die Fälschung des Zahlenmaterials, sondern die Interpretation des Resultats. Wenn ich eine Statistik mache, wo am meisten Leute sterben, wede ich höchstwahrscheinlich herausfinden, dass dies im Spital ist. Die Frage ist, was ich mit diesem Resultat denn anfangen soll. Ich kann etwa sagen: Es ist statistisch erwiesen, dass Spitäler die gefährlichsten Orte sind und man sie deshalb alle schliessen sollte...

  • Tja, ist doch komisch...

    Laut SBB nimmt die Zuverlässigkeit ab.

    Laut Bombardier nimmt die Zuverlässigkeit zu.
    Wem glauben wir nun mehr?

    Ob da doch einer von beiden die Zahlen geschönt hat?

    Auf der 20 Minuten Seite kann man wieder mal an einer Umfrage teilnehmen, das Zwischenresultat zeigt eine klare Meinung auf.

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    Flexy - Schrotty Grounding Tag 3 - Linie 6 8)

  • Tja, ist doch komisch...

    Laut SBB nimmt die Zuverlässigkeit ab.

    Laut Bombardier nimmt die Zuverlässigkeit zu.
    Wem glauben wir nun mehr?

    Ob da doch einer von beiden die Zahlen geschönt hat?

    Auf der 20 Minuten Seite kann man wieder mal an einer Umfrage teilnehmen, das Zwischenresultat zeigt eine klare Meinung auf.


    Wobei dieses Resultat ja sicher seeeehr vertrauenswürdig und aussagekräftig ist||:)

  • Wobei dieses Resultat ja sicher seeeehr vertrauenswürdig und aussagekräftig ist||:)

    Genau so Vertrauenswürdig wie die Zahlen vom Bombardier???


    Aber zurück zum Thema Pannenzug

    502 406 auf Testfahrt in Pratteln, der Zug sah noch relativ frisch aus.

    In Muttenz standen 3 neue Twindexx Wagenkästen - ein Endwagen - zwei Zwischenwagen.

    15.01.2020

    Dateien

    • 502406a.JPG

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    • 502406c.JPG

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  • Damit vertraust du einer solchen Umfrage mehr als den Zahlen von Bombardier?


    Da kann ich nur ein Zitat von dir anfügen:

    "Ist absolut lachhaft und ist wirklich noch Jemand so dumm um darauf hereinzufallen?"

  • Tja, ist doch komisch...

    Laut SBB nimmt die Zuverlässigkeit ab.

    Laut Bombardier nimmt die Zuverlässigkeit zu.
    Wem glauben wir nun mehr?

    Ob da doch einer von beiden die Zahlen geschönt hat?

    Es gibt keine Beweise für Zahlenmanipulation.

    Gumikueh hat es weiter oben sehr schön auf den Punkt gebracht:


    Das Problem an Statistiken ist nicht so sehr die Fälschung des Zahlenmaterials, sondern die Interpretation des Resultats.

    Es ist kein Problem, die Statistik so zu interpretieren, dass beide Seiten Recht haben, ohne dass man einem der beiden Lügnerei oder Zahlenmanipulation nachweisen kann:

    • Bombardier sagt, die Zuverlässigkeit hat zugenommen. Das ist richtig: Vor einem Jahr lag der Kilometerwert bei 2000 Kilometer pro Störung, aktuell ist er im Bereich von ca. 6000 Kilometern. Ergibt eine Verdreifachung des Wertes innert eines Jahres.
    • SBB sagt, die Zuverlässigkeit hat abgenommen. Das ist auch richtig: Im Oktober 7100 Kilometer, im November 6600 Kilometer, im Dezember 5219 Kilometer. Heisst eine Abnahme von 2000 Kilometer innert drei Monaten.

    Es gibt den bekannten Spruch; "Trau keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast". Der Spruch meint damit nicht, dass man Statistiken fälschen soll, sondern er meint, dass jede Statistik so interpretiert werden kann, dass es der eigenen voreingenommenen Meinung entspricht.

    Es interpretiert jeder die Zahlen so, dass es für ihn stimmt und der eigenen Sichtweise Pro/Contra Bombardier entspricht. Kann man machen und dass die Geduld der Boulevardpresse und der Bevölkerung zehn (!!) Jahre nach Bestellung am Ende ist, ist auch klar.


    Was unterschlagen wird, ist die Tatsache, dass die Menge der Störungen einen Zusammenhang mit der Menge der eingesetzten Züge hat. Es ist zwar richtig, dass der Wert gesunken ist. Aber die SBB setzen ab Fahrplanwechsel viel mehr Züge ein und lassen diese wiederum viel mehr in Doppeltraktion fahren, inkl. An- und Abkuppeln, ergo nimmt auch die Menge der Störungen zu.

    Es ist darum etwas einfach, wenn man den Rückgang der Zuverlässigkeit nur auf das "Versagen" des verhassten Herstellers schiebt.


    Nicht falsch verstehen:

    Ich bin kein Bombardieranhänger und bin genauso frustriert und wütend darüber, dass die Züge nun auch im 2020 immer noch nicht zufriedenstellend funktionieren; alleine die Wasserschäden im Speisewagen sind peinlich. Aber mir fehlt bisweilen ein gewisser Respekt ggü. dem Hersteller, erreichten Fortschritten und auch eine Berücksichtigung aller Rahmebedingungen, die in die Zuverlässigkeit hineinspielen.

  • Na ich könnte euch noch von meinen Sichtungen heute in Muttenz berichten.
    4 von 6 Leistungen mit Twindexx unterwegs. Also 33,3% Ausfall.
    Aber das ist natürlich nur ne kurze Momentaufnahme während meiner Fotozeit, absolut nicht repräsentativ.

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  • Vier Wagen vom Pannenzug wurden heute von 185 010 aus der Schweiz nach Deutschland gebracht.

    Vielleicht gleich zum Bender???

    Leider waren die Wagennummer abgeklebt, aber es sieht so aus als ob die Wagen nicht neu waren, sie hatten schon deutliche Gebrauchsspuren, auch Abnutzung an den Rädern, hinter der Lok und am Schluss Bremswagen mit Gewichten.

    Basel Bad. Bf. 21.01.2020

    Dateien

    • 185010b.JPG

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    • Brems.JPG

      (342,05 kB, 9 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Schrott1.JPG

      (341,12 kB, 15 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Schrott2.JPG

      (281,07 kB, 15 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

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  • Laut meinen Infos gehen die zurück zum Hersteller.
    Vielleicht ist da was falsch gebaut worden, obwohl ich mir das bei diesem Qualitätshersteller so überhaupt nicht vorstellen kann.
    Eine Rückführung hab ich jetzt schon dreimal gesehen, soll aber öfter Vorkommen.

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  • Interessante Frage - dürfen Fahrzeuge ohne erkennbare Fahrzeugnummern überhaupt in Züge eingestellt werden? Wie will man anhand der betrieblichen Dokumente feststellen, um welches Fahrzeug es sich handelt, wenn die Nummer überklebt ist?

  • Die Nummern waren vorhanden, aber durch Klebefolie verdeckt.
    Bei der Überfuhr von Deutschland in die Schweiz sind keine Nummern drauf, dafür Zettel in die Türen geklebt.
    Das Revisions Raster war leer, die Wagen hatten also noch keine Zulassung.

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