Praxistest Einfachhaltestellen

  • Mehr Kurse bedeute mehr Fahrzeuge und mehr Wagenführer.

    Anstelle, dass man immer alles primär negativ betrachtet, könnte man auch einmal die Vorteile nennen: Mehr Kurse bedeutet stabilere Fahrplanlage und weniger Stress für die Wagenführer an den Endhaltestellen. Bereits 2-3 Minuten mehr Endaufenthalt sind für die Fahrmitarbeiter eine willkommene Wohltat. Und mehr Kurse bedeutet auch mehr Arbeitsplätze.


    Diese Vorteile muss man sich jedoch mit entsprechenden mehr finanziellen Mitteln erkaufen. Und dies dürfte die grösste Schwierigkeit sein, denn niemand will höhere Ticketpreise, oder höhere Steuern für die Abgeltung des Leistungsauftrages. Keine einfache Aufgabe, weder für die Betriebsleitung (als Auftragnehmerin) noch für die Politik (als Bestellerin)!

  • Ist zwar halb-OT, aber per Zufall hatte ich gerade ein passendes Beispiel zur Zuteerung: Voltamatte (ca.) 2002-2019


    Und natürlich Centralbahnplatz. Diese schweizerische Krankheit nach weiten Asphaltflächen verstehe ich nie. Dazu passt ja, dass die einzigen gepflästerten Abschnitte des Basler Tramnetz in Frankreich liegen.

    Mein Lieblingsbeispiel für zugeteerte Flächen ist das Zolli-Restaurant. Ich bin da zwar sehr selten, aber wenn ich da bin, ärgere ich mich jedes Mal darüber.

  • Die Frage, welche sich der Staat stellt, dürfte folgende sein: Was kostet weniger, Tempo 30-Zonen und einige Kurse mehr auf Tram- und Buslinien oder die Beibehaltung der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h und die Entschädigung der Hauseigentümer wegen Überschreitung der Lärmgrenzwerte?

  • Da könnten wir dann Fragen wer war zuerst da... Das Haus mit dem Eigentümer oder die Strasse mit dem Tram.

    Wenn es sich um einen Mieter handelt - der gehört sicher nicht entschädigt, denn so klug sollte man sein und wissen, wenn man an eine Strasse mit Tram zieht, das es dann möglicherweise Lärm durch Trams geben wird.

  • Die Frage, welche sich der Staat stellt, dürfte folgende sein: Was kostet weniger, Tempo 30-Zonen und einige Kurse mehr auf Tram- und Buslinien oder die Beibehaltung der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h und die Entschädigung der Hauseigentümer wegen Überschreitung der Lärmgrenzwerte?

    Und da muss man sich Fragen ob die Lärmgrenzwertre überhaupt realistisch sind. Auch eine Folge der heutigen Reglementierungs- und Sicherheitswahngeselllschaft.

    Irgendwann sind wir handlungsunfähig.


    Gruss

    Christian

  • Zwei Möglichkeiten:

    • Durch die Parkingbaustelle ist die Leistungsfähigkeit der Wettstein-Tramachse eingeschränkt. Mit der Aufhebung der Doppelhaltestellen wird zusätzlich auch die Leistungsfähigkeit der Innenstadt-Tramachse eingeschränkt. Das ist insbesondere im Störungsfall kritisch.
    • Die Auswirkung der Parkingbaustelle auf den Knoten Bankverein verunmöglicht aus Leistungsgründen die Aufhebung der Doppelhaltestelle.
  • Zwei Möglichkeiten:

    • Durch die Parkingbaustelle ist die Leistungsfähigkeit der Wettstein-Tramachse eingeschränkt. Mit der Aufhebung der Doppelhaltestellen wird zusätzlich auch die Leistungsfähigkeit der Innenstadt-Tramachse eingeschränkt. Das ist insbesondere im Störungsfall kritisch.
    • Die Auswirkung der Parkingbaustelle auf den Knoten Bankverein verunmöglicht aus Leistungsgründen die Aufhebung der Doppelhaltestelle.

    Die zweite Möglichkeit halte ich auch eher als zutreffend. Insbesondere kann die Ampelanlage am Bankverein derzeit nur durch die querenden Tramkurse der Wettsteinachse beeinflusst. werden. Die Baustellensituation kann zusätzlich den Fluss dieses Verkehrs ausbremsen und somit die Rotphasen für die Innenstadtachse verlängern.


    Aber in der Tat kann man sich fragen, weshalb die übrigen Haltestellen nicht schon vorab umgestellt werden. In meinen Augen ist es nicht zwingend, dass alle Doppel-Haltestellen zum gleichen Zeitpunkt aufgehoben werden. Aber vermutlich will man eine solche Kommunikation dem Fahrgast nicht zumuten. Am sinnvollsten wäre es meiner Meinung nach sowieso, wenn man vorgängig die Haltestellenkanten BehiG-konform ausbauen würde und danach gleich die Einfach-Haltestelle einführt. Für den Fahrgast wäre ein solcher Ablauf (der Umbau erfordert ja temporäre Haltestellenverschiebungen) woll am einfachsten nachzuvollziehen.

  • Ok, den mit der LSA kann ich noch verstehen...

    aber auch hier..mit den restlichen Haltestellen könnte man ja anfangen.


    Und wegen der Baustelle werden über die Achse Aeschenplatz - Bankverein nicht mehr Linien geführt.

    Nur Bankverein - Barfüsserplatz hat man jetzt noch zusätzlich den 15er abwärts.


    Und dass der 2er mal über Barfi - Aeschenplatz umgeleitet wird, haben wir auch selten.