Medienberichte über/mit BVB

  • Es wird aber eher um den heissen Brei rumgeredet.

    Ein Interview steht und fällt mit den Fragen und der Interviewerin ... und Telebasel ist für mich kein Massstab für die Qualität von Journaismus.


    Ich dürfte sowohl den früheren BVB-Direktor (Baumgartner) als auch den jetzigen persönlich kennenlernen. Herr Lagler versucht Transparenz im Betrieb zu schaffen ... was genau als gesagt oder eben verheimlicht wurde, wer was wann entschieden hat, können wir durch das vermeintliche Wissen Einzelner nicht einordnen. Ich persönlich habe bei Herrn Lagler ein deutlich besseres Bauchgefühl, als bei seinem Vorgänger ...! Seien wir fair und lassen wir ihm die Zeit, Ursachen zu untersuchen und Massnahmen einzuleiten. Und vergesst bitte nicht in euren Beiträgen: Wir brauchen die BVB um unser erklärtes Ziel zu erreichen.

  • Also da hätte man (sofern ich das richtig interpretiere):


    1. kaputte Schienen wegen untauglichen Fahrzeugen, die immer mehr wegen teilweisen ungenügender Sicherheitsvorkehren auch kaputtgehen?

    2. eine Verschiebung von der Technik (sicherheitsrelevant) zu den Bürogummis (eher entbehrlich)?


    Und ja, Telebasel ist halt ein Amateurverein. Ohne einen Journalisten vom Format eines Markus Gilli, welcher ohne Rücksicht auf Verluste auch bei hohen Tieren knallhart nachfragt, kann halt ein Funktionär wie Lagler schwurblen wie er will.


    Und nein, lieber 4106: beim Lagler habe ich kein gutes Gefühl. Es ist ein absolutes Nogo, die eigenen Untergebenen öffentlich in den Senkel zu stellen. Die Verantwortung liegt immer beim Chef. Dass er nichts von den verlängerten Wartungsintervallen gewusst haben will, ist - einerseits - unglaubwürdig, und wenn doch, dann würde das - andererseits - heissen, dass der Mann seinem Job nicht gewachsen wäre. Beides keine sehr erfreulichen Perspektiven.

  • Und nein, lieber 4106: beim Lagler habe ich kein gutes Gefühl. Es ist ein absolutes Nogo, die eigenen Untergebenen öffentlich in den Senkel zu stellen. Die Verantwortung liegt immer beim Chef. Dass er nichts von den verlängerten Wartungsintervallen gewusst haben will, ist - einerseits - unglaubwürdig, und wenn doch, dann würde das - andererseits - heissen, dass der Mann seinem Job nicht gewachsen wäre. Beides keine sehr erfreulichen Perspektiven.

    In diesem Fall muss ich "luesker" zustimmen. Auch ich habe leider bei Herrn Lagler die Hoffnung verloren, dass es besser wird. Wenn wir die personellen Zu- und Abgänge in den letzten Monaten, die allgemeine Stimmung im Betrieb und sein effizientes Programm "Avanti" anschauen, dann kann von Besserung keine Spur sein!


    Herr Lagler ist ein Manager wie jeder andere auch. Er versucht in den 4 - 5 Jahren, in denen er da ist, seinem Arbeitgeber (Kanton) ein gutes Bild zu vermitteln und dann ist er wieder weg. Was mit dem Rest anschliessend passiert, ist ihm egal. Er sitzt dann längst an einem anderen Schreibtisch bei einer anderen Firma.

    Leider ist das die heutige Realität. Ein Manager, der ein eingefleischter Drämmli-Fahrer ist, wird es so schnell leider nicht mehr geben.

  • Nun ja ... es ist immer schwierig, Berichte einzustufen, die eigentlich (noch) nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind; sei es, weil es reine Arbeitspapiere sind, oder sei es, weil die zugrundeliegenden Argumente und das Hintergrundwissen schlicht nicht vorhanden sind. Dass man sich über die Netzentwicklung Gedanken macht, ist ja nichts wirkliches Neues. Auch die Einbindung der Linie E11 in die "normale" Linie 11 ist nichts Neues, sondern bereits im Bericht zum 8. Generellen Leistungsauftrag (GLA) des Kantons BL als Plan enthalten.


    Wie auch immer: Gewisse Politiker können sich gleich in Rage steigern ... anstelle erst einmal zu versuchen herauszufinden, was an den Bericht wahr ist und wie der Basler Regierungsrat den Inhalt der vertraulichen Studie in die weiteren Überlegungen einzubinden gedenkt.


    Quelle: bz (AZ) vom 27.08.2018

  • Wobei ich es doch gut fände, wenn mal eine Grundsatzdebatte geführt würde darüber, wer direkten Zugang zur Innerstadt haben soll und wer nicht. Schliesslich ist es nun mal die mit grossem Abstand wichtigste Destination der Reisenden - die Zahl Ein-/Aussteiger pro Haltestellen spricht da eine äusserst deutliche Sprache!


    Heute ist der Zugang sehr breit gefächert, es gibt nur wenige Quartiere und Gemeinden, wo umgestiegen werden muss.


    Die Trampläne sind vergleichsweise extrem: Die Gebiete ohne Direktverbindung sind dermassen gross, dass die Trampläne einem Paradigmenwechsel gleichkommen. Wer einem Viertel des Kleinbasels, grossen Teilen von Westbasel sowie dem halben Bruderholz die Direktverbindungen streicht, muss sich den Kritikern stellen und seine Position begründen können.


    Umgekehrt ist es nun wirklich fragwürdig, wenn eine einzelne Linie dermassen begünstigt wird wie der 11er. Die Innerstadtstrecke hat nicht unbegrenzte Kapazitäten, von denen m.M. breite Bevölkerungsschichten profitieren sollten, statt bloss das westliche Birstal (und warum z.B. nicht das Leimental oder Muttenz?). Diese Einseitigkeit sollte nicht nur technisch, sondern muss auch politisch begründet werden können.

  • Eigentlich wäre das dasselbe hinterfragbare Prinzip wie oft auch bei den SBB. Statt alternierende Verbindungen (z.B. nach Basel und nach Zürich) nur noch doppelt so viele Verbindungen immer in die selbe Richtung.


    PR-mässig tönt es halt gut, wenn man sagen kann, "Verbindung X hat neu Halbstunden-Takt (bzw. 3,75-Min-Takt)." Dass dafür eine andere Verbindung nicht mehr umsteigefrei möglich ist, wird unterschlagen.

  • Also dass der 16er via Petersgraben fährt und dann weiter ins St. Johann finde ich keine soooo schlechte Idee. Die Fusion bzw. die Einführung der Linie E11 in die City mit Endpunkt Schifflände wäre schon seit Jahren fällig; wer in den HVZ im 11er fährt weiss warum, immerhin bedient diese Linie in BL drei Städte mit rund 42000 Einwohnern. Unnötig finde ich hingegen dass der 15er nicht mehr in die Stadt fährt, diese Linie könnte neu an der Schifflände kehren wo ja der 16er wegfällt. Ebenfalls unnötig finde ich den Claragraben für den 8er, dieser gehört eindeutig in die City. Zu überlegen wäre eher ob man den 17er nicht neu ab Theater via Wettsteinplatz zum Wiesenplatz führen will.

  • Und dann müsste man noch definieren, was unter "Innenstadt" zu verstehen ist. Fährt der 16er nicht mehr "in die Innenstadt", sollte man ihn über den Kohlenberg, die Universität und den Petersgraben zum Bahnhof St. Johann führen? Und was, wenn man ihn statt zum Bahnhof St. Johann an die Schifflände führen würde?

  • Bevor man über derige Linienführungen diskutiert, sollten entsprechende Verbindungen erstmal erstellt werden. Dann kann man weitersehen. Claragraben? Baut das erst mal.

    Meinst du das wirklich so, wie du es schreibst?? Zuerst bauen und Geld investieren und erst danach überlegen ob und wie man diese Investition sinnvoll verwenden kann? Uiiii ... irgendwie erinnert mich das an das U-Bahn-Netz von Charleroi oder anderen Vorleistungsprojekten in Deutschland. Da habe ich dch doch sicher falsch verstanden, ..., oder??

  • Die Idee von Bladerunner betr. Linie 16 gefällt mir und ist noch ausbaufähig:

    Linie 16 Bruderholz - Heuwaage - Barfi - Kohlenberg - Petersgraben - Schifflände und weiter als Linie 15 Claraplatz - (egal ob via Messeplatz oder Claragraben) - Bankverein - Äschenplatz - Bruderholz.

    Das gäbe eine Ringlinie in jeder Richtung, die auch die Innerstadt sehr nahe tangiert: Barfüsserplatz, Schifflände und Kleinbasel.

    Somit wäre Platz frei für die Linie 11 in beiden Richtungen, da die Linien 15 und 16 in keiner Richtung das Teilstück Barfüsserplatz - Schifflände befahren.

    Wer barfuss durchs Leben geht, dem kann man auch nichts in die Schuhe schieben.