Trambeschaffung BLT: Ausschreibung 2020 (Ablösung Schindler Serie 200)

  • in Rahmen der diversen Berichterstattungen in den letzten Tagen (38. Tango) / U-Abo-App), war auch einmal davon die Rede, dass die BLT nun als nächstes die Ersatzbeschaffung für die Fahrzeuge der Linie 17 vorbereitet (die Aussage fiel meiner Meinung nach im Radio).


    Weiss jemand von euch schon mehr darüber oder kann die Quelle dieser Aussage noch nachreichen?

  • Interessant. Vor vielen (5?) Jahren wurde mir von einem BLT-Vertreter gesagt, dass die 200er weiterhin in Betrieb bleiben, primär für den Einsatz auf der Linie 17. Dies wäre bis in einen Zeitraum um 2030 herum vorgesehen gewesen.


    Aber seither kann sich natürlich vieles geändert haben.

  • in Rahmen der diversen Berichterstattungen in den letzten Tagen (38. Tango) / U-Abo-App), war auch einmal davon die Rede, dass die BLT nun als nächstes die Ersatzbeschaffung für die Fahrzeuge der Linie 17 vorbereitet (die Aussage fiel meiner Meinung nach im Radio).


    Weiss jemand von euch schon mehr darüber oder kann die Quelle dieser Aussage noch nachreichen?

    Vier Jahre nach deiner Frage gibt es nun neues über dieses Thema zu berichten; (ich hoffe der Thread ist der richtige):


    Die BLT hat heute die Ausschreibung für eine Beschaffung von 25 neuen Trams publiziert. Quelle Geliefert werden sollen die Fahrzeuge zwischen 2023 und 2025. Neben den 25 fix bestellten Trams möchte die BLT ebenfalls eine Option über weitere 15 Trams.


    Wer weiss, vielleicht bekommen die WB-Tramlink bald ein paar gleichartige Kollegen.. ;)

  • Die Ausschreibung ist leider relativ eindeutig: Vergabekriterium ist der Preis. Da sich meine Motivation in Grenzen hält, 10.000 Franken für die Ausschreibungsunterlagen auszugeben, werden wir über die detaillierten Vorgaben nur spekulieren können.

  • Insgeheim hoffe ich, dass Stadler wieder offeriert, da ich überhaupt keine Lust auf BLT-Flexitys habe.

    Es gibt ja nicht nur Stadler.

    Es gäbe ja zum Beispiel auch noch CAF or Solaris.


    Kann Bombardier überhaupt noch offerieren? Habe in dieser Causa irgendwie die Übersicht verloren.

    Die Ausschreibung ist leider relativ eindeutig: Vergabekriterium ist der Preis. Da sich meine Motivation in Grenzen hält, 10.000 Franken für die Ausschreibungsunterlagen auszugeben, werden wir über die detaillierten Vorgaben nur spekulieren können.

    Das stimmt so nicht.

    Der Preis ist gleichermassen massgebend wie das Erfüllen der Kriterien.

    Das heisst ein billigstes Angebot muss nicht zwingend gewinnen.

  • Insgeheim hoffe ich, dass Stadler wieder offeriert, da ich überhaupt keine Lust auf BLT-Flexitys habe.

    Ich hoffe insgeheim auf Škoda, DAS wäre mal eine angenehme Abwechslung. Nur Tangos wären ja langweilig, auch wenn sie besser sind als Flexitys ;) ebenfalls nicht hoffen tue ich auf Solaris. Aber ich vermute, dass weder Škoda, noch Solaris an der Ausschreibung teilnehmen werden, aber hoffen/träumen darf man ja...

  • Wenn Stadler offeriert (was sie tun werden), dann eher mit dem Tramlink oder einem anderen Produkt. Die Konstruktion des Tangos ist über 10 Jahre alt und damit nicht mehr up-to-date. Und der Tramlink wiederum hat auch preislich gute Chancen, da er in Spanien im Stadler-Werk Valencia gefertigt wird.


    Solaris wiederum hat die Tramsparte an Stadler verkauft, und dürfte darum kaum offerieren.

    Ich gehe von Angeboten der "grossen vier" (Bombardier, Siemens, Stadler, CAF) aus, die auch das Rennen unter sich ausmachen dürften; Skoda sehe ich als Aussenseiter.

    Neben all dem würde ich mir aber grundsätzlich ein Tram wünschen, welches wie der Tango auf den "Überlandähnlicheren" Charakter der BLT angepasst ist. Der Tramlink wäre da ideal und mir lieber als ein klassisches Tram a la Flexity, Avenio und Co.

  • Ich hoffe insgeheim auf Škoda, DAS wäre mal eine angenehme Abwechslung. Nur Tangos wären ja langweilig, auch wenn sie besser sind als Flexitys ;) ebenfalls nicht hoffen tue ich auf Solaris.

    Ich hoffe auch nicht auf Solaris, hoffentlich nehmen die nicht teil.


    Wenn Stadler offeriert (was sie tun werden), dann eher mit dem Tramlink oder einem anderen Produkt. Die Konstruktion des Tangos ist über 10 Jahre alt und damit nicht mehr up-to-date.

    Man hat bereits gesehen, dass Stadler qualitativ hochwertige Trams (z.B. Tango, FB Be 4/6 usw.) baut, weshalb mir relativ egal ist, was für ein Modell von Stadler eingegeben wird, Hauptsache Stadler “gewinnt” die Ausschreibung

  • Stadler wäre ausserdem noch ein Vorteil bei der Fahrzeugwartung da man unter Umständen gewisse Teile im neuen Fahrzeug baugleich zum Tango sein können und so die Ersatzteilhaltung vereinfacht sein kann/ günstiger wird.


    Ich persönlich hoffe ebenfalls auf den Tramlink oder einen modernisierten Tango. Aber fast lieber den Tramlink wegen der Abwechslung auf dem Netz :D

  • Korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber: Der Tramlink wurde soviel mir bekannt ist nicht von Stadler entwickelt. Ob es da bei Ersatzteilen etc. grosse Synergien mit der Stadler-Eigenentwicklung Tango gibt, wage ich zu bezweifeln...

  • Der Tramlink wurde von Vossloh in deren Werk Valencia entwickelt; Vossloh wiederum hat 2015 entschieden sich auf die Sparte Schieneninfrastruktur zu konzentrieren und hat die Sparte Fahrzeugherstellung an Stadler verkauft.


    Stadler wiederum hatte so das Glück dass sie mit Vossloh auch deren qualitativ hochwertigen Produkte in den Bereichen Strassenbahnen und Lokomotiven übernehmen konnten. Nach meinem persönlichen Eindruck ist der Tramlink den bisherigen Stadler-Produkten Tango und Variobahn weit überlegen, alleine schon deswegen, weil er sich auf Überlandstrecken bewährt hat und den selben Fahrkomfort mit 100% Niederflur bietet wie der Tango mit seinen 75%.

    Stadler wäre ausserdem noch ein Vorteil bei der Fahrzeugwartung da man unter Umständen gewisse Teile im neuen Fahrzeug baugleich zum Tango sein können und so die Ersatzteilhaltung vereinfacht sein kann/ günstiger wird.

    Entscheidend wird sein, was die BLT in der detailierten Ausschreibung genau verlangt. Verlangt sie wie beim "alten" Tango ein 75% Niederflurtram, ist ein modernisierter Tango ähnlich AB möglich, verlangt sie 100% Niederflur, dann sieht es nach Tramlink aus.


    Den Vorteil mit Synergien haste auch beim Tramlink, da dieser ja bereits für die WB gebaut wird. Abgesehen davon wird der Hersteller entscheiden, mit welchem Fahrzeug er ins "Rennen" geht; bei den Ausschreibungen in Lugano, Bern, Limmattal oder eben bei der WB hat Stadler jeweils den Tramlink offeriert (und gewonnen), ergo würde es mich wundern, wenn es hier anders wäre.

    Man hat bereits gesehen, dass Stadler qualitativ hochwertige Trams (z.B. Tango, FB Be 4/6 usw.) baut, weshalb mir relativ egal ist, was für ein Modell von Stadler eingegeben wird, Hauptsache Stadler “gewinnt” die Ausschreibung

    Die FB Be 4/6 waren so "hochwertig", dass deren Wagenkästen nach 10 Jahren Plandienst massivste Korrisionsschäden (Rost) aufwiesen und von Stadler aufwändig saniert werden mussten. Gerade diese Fahrzeuge waren fahrende Prototypen, bei denen Stadler und die FB viel Lehrgeld gezahlt haben.


    Es ist mir vollkommen klar, dass dieses Beispiel nicht verallgemeinert werden kann und solche Fauxpas Stadler 15 Jahre später nicht mehr passieren.
    Aber es soll aufzeigen, dass nicht alles Gold ist was glänzt und der aktuell vielerorts herrschende Stadler-Hype ("Stadler ist super, die Bahnen sollen nur bei Stadler kaufen") überzogen ist und der Realität nicht gerecht wird. Auch Stadler macht Fehler und liefert mangelhafte Produkte aus.


    Ja, Stadler hat gute Produkte und sie haben gute Chancen auf diese Ausschreibung zu gewinnen. Aber andere Hersteller können auch gute Fahrzeuge bauen. "Gewinnen" soll das beste Angebot mit dem besten Produkt und nicht der "Lieblingshersteller". Ich hoffe, dass die BLT die Auswertung der Angebote unvoreingenommen vornimmt. Sollte Stadler gewinnen, wunderbar, sollte aber ein anderer Hersteller ein besseres Produkt/Angebot einreichen, dann sollte die BLT den Mut haben dort zu bestellen.