BVB und Elektrobus-Pilotversuche

  • Das Thema Stromgewinnung ist viel zu komplex, das sollten Experten beurteilen, Politiker habe da einfach zu wenig Fachwissen.
    Wenn wir (egal ob nun Deutschland oder Schweiz) viele zuverlässige Energiequellen abstellen - ohne das wir andere gleichvoll zuverlässige Energiequellen dazu gewinnen, haben wir in Zukunft zu wenig Strom.

    Der Strombedarf wird mit der ganzen Thematik E-Antrieb in Zukunft steigen, gibt es nicht genug Strom können wir diese durch teure Importe kaufen, oder es gibt Blackouts.

  • Bin zwar etwas spät mit meinem Kommentar, aber trotzdem möchte ich noch etwas loswerden:

    Im Artikel vom RTB eCitaro ist die Rede vom einem technischen Defekt. Ergo gibt es eine "Lösung RTB" nicht und es ist eher unpräzise, von einem generellen Problem zu reden. Mir ist kein weiterer Fall bekannt, wo eCitaros mit diesbezüglichen Problemen kämpfen (falls es sie gibt darf man mich gerne aufklären bzw. die Quelle posten). Scheinbar gibt es zwar gewisse Risiken im Betrieb laut Artikel, doch ohne weitere Infos bleibt es Spekulation.

    Ich habe den Artikel so interpretiert, dass der eCitaro technisch so konzipiert ist, dass bei hohen Aussentemperaturen die Klimaanlage zu Gunsten der Reichweite der Batterie abgeschaltet wird. Wenn dem nicht so ist umso besser.

    Mir scheint, die öffentliche Diskussion zur E-Mobilität geht immer wieder in die eine Richtung, in der genüsslich ein Problem oder Fehler ausgeschlachtet wird und als Argument gebraucht, um zu zeigen "siehst du, es funktioniert nicht!".

    Ich habe nicht den Eindruck, dass man generell etwas gegen die E-Mobilität hat. Aber "man" - sprich die Kunden/Medien - sind nicht bereit dafür Nachteile beim Komfort (wie eben eine nur teilweise laufende Klimaanlage) oder der Zuverlässigkeit hinzunehmen. Die Kunden erwarten von den E-Bussen die gleichen Leistungen (Fahrkomfort, Zuverlässigkeit) wie beim Dieselvorgänger.
    Meine These: Den Durchschnittskunden ist es egal, mit was ihr Bus angetrieben ist, technische Aspekte interessieren nicht, Hauptsache er ist pünktlich. Wenn aber der neue Busse stets zu spät kommt und im Sommer das heitere Schwitzen angesagt ist, dann ist es ihm nicht mehr egal und er beschwert sich bei der Boulevardpresse.


    Siehe als Beispiel Schaffhausen:
    Die wollen ihr Netz bekanntlich komplett auf E-Busse umstellen und beginnen in den nächsten Monaten mit ersten Testfahrten.
    Deren beiden erhaltenen Testfahrzeuge mögen ökologisch noch so sinnvoll sein: Erreichen sie die Vorgaben der VBSH nicht, wird das Experiment abgebrochen und wieder Dieselbusse bestellt.


    Aber die Wasserkraft ist so ziemlich erschöpft, da lässt sich nicht viel mehr Energie gewinnen.
    Als Grosskraftwerk Ausbau würde sich noch der Rheinfall (Erweiterung der bestehenden Anlage) anbieten, aber ob da Schweiz Tourismuss mit macht?

    Kleinkraftwerke bringen sehr wenig Energie.

    Bergstauseen dienen eher der Energeispeicherung als Stromerserven zu Spitzenzeiten.


    Weitere Vorschläge ???

    In der Schweiz sind aktuell zwei Wasserkraftausbauten projektiert:

    -Erhöhung Stausee am Grimsel (ist aktuell vor Bundesgericht hängig)

    -neuer Stausee Trift (in Planung)

    Wenn wir (egal ob nun Deutschland oder Schweiz) viele zuverlässige Energiequellen abstellen - ohne das wir andere gleichvoll zuverlässige Energiequellen dazu gewinnen, haben wir in Zukunft zu wenig Strom.

    Die Schweiz hat entschieden, dass keine neue AKW gebaut werden dürfen sie hat nicht entschieden, dass die bestehenden AKW abgeschaltet werden. Ist ein grosser Unterschied. Mühleberg wurde vom Betreiber auf eigenen Wunsch abgeschaltet, nicht auf Befehl vom Bund. Die übrigen AKW's dürfen zeitlich unbeschränkt betrieben werden, sie haben eine unbefristete Betriebsbewilligung. Die Schweiz muss sich beim Strom schon was einfallen lassen. Aber erst langfristig ab 2030ff. Stand heute werden die noch aktiven AKW's noch mindestens 10 Jahre im Betrieb bleiben, der Betreiber des jüngsten AKW (Leibstadt; Bj. 1984) rechnet gar mit einer Betriebsdauer von 60(!) Jahren, also bis 2044.

  • Wobei die 360 Millionen Franken allerdings nicht nur Mehrkosten sind. Auch die Beschaffung von über 100 Dieselbussen würde etwas kosten.

    Absolut korrekt. Aber das muss einem "Laien" zuerst erklören, wenn er die Schlagzeile der Zeitung liest. Insofern ist diese eigentlich irreführend ... aber lassen wir das ... :/


    Man lese die Kommentare und sieht, dass das Zusammenhang-Verständnis nicht immer vorhanden ist!


    Zitat: "So ein Irrsinn!"

  • interessant finde ich, dass man anscheinend Doppelgelenkbusse nur für die Linie 50 bestellen möchte.


    Und der 36er erhält eine Ladestation nur in Kleinhüningen.

    Auch wenn das theoretisch reichen sollte, nimmt es mich wunder, wie es funktioniert mit Verspätungen, Staus, Umleitungen, etc.