BVB: Elektrobusse

  • Ich würde das heutige Fahrplankonzept beibehalten.

    Der ordentliche 7.5'-Betrieb sowie Sa und So wäre mit DGB zu betreiben. Schnellnachladen wäre in der Garage Rank vorgesehen, idealerweise mit Personalwechsel. Dies würde aus meiner Sicht 1-2 zusätzliche Busse binden.
    Zur HVZ würden im Zwischenintervall 3.75' EGB eingesetzt, welche in der Zwischenzeit für Unterhalt, Kleinreparaturen, Fahrschulen usw. genutzt werden könnten.

    HVZ Verstärkungen sind leider betrieblich notwendig, aber grundsätzlich betriebswirtschaftlich problematisch.

  • - Wenn die neuen DGB (gemäss dir, Alex247) für die L30 dann ernsthaft zum laden noch in die Garage fahren werden, dann habe ich bereits meine Zweifel, ob das aufgeht ohne ständige Ersatzkurse mit anderen Gelenkbussen... Ich sehe insgesamt den selben Etikettenschwindel kommen wie beim 50er.

    Darum beschafft man nun ja auch elf Busse für den ähnlich langen 30er anstelle wie bisher acht für den 50er.
    Diese Mehrbeschaffung an Fahrzeugen deutet für mich darauf hin, dass man explizit mehr Busse beschafft, damit man sie halbtags austauschen kann.
    Die BVB können ja auch rechnen. Dass man mit Elektrobussen mit einer Reichweite von 40-100 km anders planen muss als mit Dieselbussen mit Reichweiten von 400 km, muss ihnen ja auch bewusst sein.

    Handkehrum: Wenn die Linien nicht durchgebunden sind, dann besteht auch die Möglichkeit von getrennten Flotten und der Lieferung einer zweiten Serie mit grösseren Batterien...

  • - 7,5 min Takt auf L30 mit DGBs geht eben kapazitätsmässig nicht auf in der HVZ. Man kann hoffen, dass sich die BVB dies überlegt haben bzw. nicht so durchführen.

    Wie kommst du zu diesem Schluss? Klar hat ein 3.75 min-Takt mit GB eine grössere Kapazität als ein 7.5 min-Takt mit DGB. Aber das heisst ja noch nicht, dass der 7.5 min-Takt mit DGB deswegen nicht ausreicht. Denn der heutige 3.75 min-Takt mit GB ist oft so "hinkend", dass die theoretische Kapazität nicht ausgeschöpft werden kann.

  • - 7,5 min Takt auf L30 mit DGBs geht eben kapazitätsmässig nicht auf in der HVZ. Man kann hoffen, dass sich die BVB dies überlegt haben bzw. nicht so durchführen.

    Ja sicher, da stimme ich dir zu.

    Aber wenn es einen 7.5-Minuten-Takt mit Doppelgelenkbussen gäbe, bräuchte es sicher massiv weniger Uni-Einsatzkurse, wenn aber vielleicht auch nicht gar keine. Statt von etwa 6 bis 10 Uhr nur noch von 7:30 bis 8:30 oder so (und entsprechend nachmittags/abends). Das wäre ja denoch eine grosse Einsparung. Und für diese wenige Kurse kann man ja "irgendwas" einsetzen.

  • Entschuldigt, ich kam erst jetzt zur (ausführlichen) Antwort.

    Ich würde das heutige Fahrplankonzept beibehalten.

    Der ordentliche 7.5'-Betrieb sowie Sa und So wäre mit DGB zu betreiben. Schnellnachladen wäre in der Garage Rank vorgesehen, idealerweise mit Personalwechsel. Dies würde aus meiner Sicht 1-2 zusätzliche Busse binden.
    Zur HVZ würden im Zwischenintervall 3.75' EGB eingesetzt, welche in der Zwischenzeit für Unterhalt, Kleinreparaturen, Fahrschulen usw. genutzt werden könnten.

    HVZ Verstärkungen sind leider betrieblich notwendig, aber grundsätzlich betriebswirtschaftlich problematisch.

    Wie kommst du zu diesem Schluss? Klar hat ein 3.75 min-Takt mit GB eine grössere Kapazität als ein 7.5 min-Takt mit DGB. Aber das heisst ja noch nicht, dass der 7.5 min-Takt mit DGB deswegen nicht ausreicht. Denn der heutige 3.75 min-Takt mit GB ist oft so "hinkend", dass die theoretische Kapazität nicht ausgeschöpft werden kann.

    An sich ist es m.E. grundsätzlich unsinnig, verschieden grosse Gefässgrössen auf so einer Linie zu betreiben. Das macht dann Sinn, wenn ein bestimmter Kurs von Schüler:innen geflutet wird oder so. Bei so einem engen Takt wie der Linie 30 kann doch sowieso niemand voraussehen, welche Leute genau auf welchem bestimmten Kurs/Bus landen. Beim Zitat-Szenario oben bleiben am Schluss 1-2 30er Busse irgendwo im Stau stecken, es gibt ein Loch im Takt und als nächstes kommt dann ausgerechnet ein HVZ "Standard-Gelenkbus" und danach ne Weile nix. Chaos und genervte Leute vorprogrammiert...

    Ausserdem: der Takt wird so oder so weiterhin hinkend sein, egal mit welcher Frequenz. Eine Reduktion des Taktes kommt in der Realität einer Angebotsverschlechterung gleich. Ich erlebe die Szenarien regelmässig auf der VBL Linie 1 in Luzern, welche mit Hess DGT (Doppelgelenktrolleys) betrieben wird (7.5 min Takt). In den Hauptverkehrszeiten ist es ein Desaster, die Busse laufen ständig aufeinander auf (längst auch an Sonntagen), es gibt stellenweise grosse Taktlücken etc. Willst du z.B. Abends in der HVZ von Kriens nach Luzern, kommt manchmal ein 1er, manchmal auch 20-30 min lang keiner. Sowas dürfte es einfach nicht geben, sonst wird wieder auf das Auto ausgewichen.

    Seltener kommt es übrigens vor, dass sich ein 18m Gelenktrolley auf den 1er verirrt als DGT-Ersatz. Momentan scheint es wieder besser zu sein, ne Zeit lang hat man gefühlt jeden zweiten Tag eine Störungsmeldung eines Fahrzeugs der Linie 1 in der SBB-App gelesen (ob das an Hess, an den VBL oder an beiden liegt – halte alles für plausibel – kann ich nicht abschliessend beurteilen). Und wenn dann ein 18m Gelenkbus kommt, ist es jedes Mal nervig für die Fahrgäste in der HVZ, da der Bus halt einfach nicht genug gross ist.

    Ja, HVZ Verstärkerkurse sind an sich suboptimal. Schöner und effizienter wäre es, wenn die Fahrgastlast gleichmässig über den Tag verteilt wäre. Aber so funktioniert unsere Gesellschaft nun mal und wenn wir kein Verkehrsghetto wollen (wir haben es zwar längst), dann müssen wir diesen Bedürfnissen halt Rechnung tragen. Wenn es mehr grössere Busse braucht, dann braucht es die eben und man muss die Fahrzeugbeschaffung entsprechend planen.

    Rechnen wir nochmals mit den 11 bestellten DGBs mit obigem Szenario: 8 Kurse plus 1-2 Fahrzeuge für Personalwechsel, laden, etc. (wo ich übrigens auch so meine Zeifel habe, ob man das nicht besser organisieren könnte mit mehr Ladestationen etc.). Nehmen wir mal an, es braucht 10 Fahrzeuge, bleibt eines Reserve – noch keine Fahrschulen eingerechnet. Ich bin überzeugt, dass das nicht zufriedenstellend (sprich ohne ständige 18m Ersatzkurse) funktionieren kann.

    Also auf derLinie 36 werden die eCitaro Gelenkbusse jeweis in Kleinhüningen nachgeladen. für die Linie 34 ist bekanntlich eine Ladestation in Bottmingen geplant. Wo noch weitere Ladestationen geplant sind weiss ich jetzt grad nicht. Offensichtlich wissen die BVB doch etwas mehr als der liebe Citaro93.

    Alles andere wäre – mit Verlaub – peinlich, schliesslich bin ich "nur" interessierter Laie, während die BVB für den Betrieb verantwortlich sind. Dazu noch eine Frage meinerseits: wie ist denn die Situation auf der Linie 36? Funktioniert das Konzept da? Reicht die eine Ladestation, oder müssen auch da ständig Busse getauscht werden?