Trambeschaffung Zürich (Diskussionen ab 2011, Entscheid für Flexity gefallen am 17.05.2016, Ablieferung ab November 2019)

  • Ich habe einen neuen Thread eröffnet, da dies eigentlich ins VBZ-Forum gehört und die Auswahl unter den vorhandenen Threads nicht leicht war:
    Zürcher wollen Tangos
    In Zürich verkehren bald deutsche Trams
    VBZ testen ein Flexity



    Zitat

    Original von 750 mm
    Gemäss Blick am Abend Ausgabe Zürich sind bei den VBZ-Tests sowohl Tango, Combino und Flexity durchgefallen. Der neue Tramtyp sei offen.


    Pers. Anmerkung: Die Chance für das Cobra! ;-)


    Die Cobra wird doch nicht mehr hergestellt, gopf! Und auch zum Glück nicht.


    Hier ist übrigens der Link: 18.02.2011_ZH


    Und nicht nur im Blick am Abend steht was, sondern auch hier, etwas ausführlicher:




    Neue Trams rollen ab 2016 durch Zürich – News Zürich: Stadt Zürich – tagesanzeiger.ch


    Anhand des letzten Satzes könnte (!) man also davon ausgehen, dass z.B. ein besser auf Zürich zugeschnittener Tango doch seine Chancen hätte.


    Übrigens interpretiert man aus dem Bildkommentar, dass in 5 Jahren alle Tram 2000 abgelöst werden sollen, was ja natürlich falsch ist.



    /edit: Bei den Kommentaren sind wieder einmal selbst ernannte Experten am Schreiben… :evil:


    //edit2: Dass der Combino zu hoch für das Tramtunnel Schwamendingen wäre, wusste ich nicht. Ich dachte, der Combino sei weniger hoch als der Tango (kann man bei uns in Basel jedenfalls beobachten).

    kriminalTANGOderator

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  • Das mit dem Schwammendinger Tunnel hat mich auch stuzig gemacht, wobei der neue Combino glaube schon höher ist.


    Diese Themen könnte man ja eigentlich alle in eines zusammenfassen.

    Gerne erinnern wir uns an die Zeit, als der grosse FC Grenzach die Bundesliga dominierte und in der Champions League die Massen überraschte...


    Abkürzungen

  • Danach sieht's nicht gerade aus. Siehe tram-bus-bern.ch (Sorry, kann das Bild irgendwie nicht einfügen…).


    Wobei die Perspektive natürlich täuschen kann. Vielleicht ist aber beim Combino der Stromabnehmer etwas höher platziert, was natürlich ausschlaggebend sein könnte. Wobei man das natürlich auch anpassen könnte.



    4106 ist hier Mod… ;)

  • Zitat

    Original von kriminalTANGO


    Anhand des letzten Satzes könnte (!) man also davon ausgehen, dass z.B. ein besser auf Zürich zugeschnittener Tango doch seine Chancen hätte.


    Der Tango wird es sicher nicht sein, die VBZ wollen Fahrzeuge mit einem Niederfluranteil von 100%:


    http://www.stadt-zuerich.ch/vb…enerationerstefakten.html

    "Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung." - Kaiser Wilhelm II.

  • Hmm, das schliesst den Avenio wohl aus, da dieser nur 36 Meter (4-teilig) oder 45 Meter (5-teilig) lang sein kann. Und das Tram muss länger als 36 Meter sein, da die ebenso lange Cobra weniger Plätze anbietet als die geforderten 225. Ein siebenteiliger Flexity 2 kommt aber ziemlich genau auf 43 Meter (7-teilige Flexity Outlook C sind auch etwa gleich lang). Siehe dazu auch Bombardier FLEXITY unter Referenzen (bemerkenswerterweise wurde dort zuunterst auch die Cobra aufgeführt). Der Flexity 2 könnte also das Rennen machen, zumal die VBZ ja auch schon Bombardier-Trams hat. Es könnte auch sein, dass die VBZ eine Präferenz für den Flexity haben; das zeigt sich durch diese Umfrage: Diese Schnauze, bitte – News Zürich: Stadt Zürich – tagesanzeiger.ch. Bei den Resultaten (News Community – tagesanzeiger.ch) heisst es auch noch, dass ein Flexity im Cobra-Kleid möglich wäre, welches anhand des 2. Rangs bei den ZürcherInnen doch recht beliebt ist. (Trotzdem liegt es aber weit hinter dem Design der Blackpooler Flexitys, welches allerdings dasselbe ist, wie das "Design Nr. 1". Dieses hätte also eine absolute Mehrheit von 59,8% erreicht!) Und auf der Webseite der Limmattalbahn sind auf den Fotomontagen (siehe Bildmaterial – Limmattalbahn – Ein Projekt des Zürcher Verkehrsbundes ZVV und des Kantons Aargau) ebenfalls Flexity 2-Trams sichtbar. Alles spricht also für den Flexity 2. Natürlich müsste dieser aber auch die Ausschreibung gewinnen, die Chancen stehen aber gut.

  • Ich zweifle immer noch, ob der "Flexity 2" als Meterspurversion überhaupt erhältlich ist... Zumindest am Anfang bei der Präsentation des "Flexity 2" am UITP-Kongress hiess es von Seiten des Herstellers, das Fahrzeug werde nur an Normalspurkunden verkauft. Vielleicht ist man ja in der Zwischenzeit wieder davon abgekommen, zumal die neuen "Flexx Urban 3000" Drehgestelle offensichtlich auch in Meterspur erhältlich sind (steht so im Prospekt)...


    Die grosse Neuerung beim "Flexity 2" gegenüber dem Vorgänger ("Flexity Outlook C") ist, dass man dank den neuen "Flexx Urban 3000" Drehgestellen überall im Fahrzeug (das heisst auch im Drehgestellbereich) eine 2+2 Bestuhlung anbieten kann. Dies funktioniert natürlich nur, wenn der Wagenkasten genügend breit ist, darum wird der "Flexity 2" nur mit Wagenkastenbreiten von 2.4 m oder 2.65 m angeboten. Dies würde für Zürich gehen, für Basel aber schon nicht mehr. Zumindest für die BVB ist der "Flexity 2" also mal sicher keine Option.

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  • Bis morgen Freitag müssen die Bewerbungen für die neue Tram-Generation bei den VBZ eingereicht werden. Ein Tram, das in Zürich getestet wurde, ist bereits ausgeschieden.


    Drei Firmen waren es, die in den letzten zwei Jahren ein Fahrzeug nach Zürich schicken durften, um am sogenannten Tramcasting der VBZ teilzunehmen: Das Combino des deutschen Herstellers Siemens, das Modell Flexity von Bombardier und das Tango-Tram von Stadler Rail aus dem thurgauischen Bussnang. Diese drei Typen wurden während einigen Wochen im normalen Linienbetrieb getestet.


    Dabei hat das Stadler-Tram nicht überzeugt. Im Anforderungskatalog der VBZ, den die Bewerber seit einem Monat kennen, wird ausdrücklich ein «100%-Niederflur-Strassenbahnfahrzeug» verlangt. Dies soll eine optimale Zugänglichkeit zu den Sitz- und Stehplatzbereichen gewährleisten und durch einen offenen und gut überblickbaren Innenraum das Sicherheitsgefühl steigern, heisst es in einer Mitteilung der VBZ.


    Stadler muss umschwenken


    Für Siemens und Bombardier stellt dieser Passus kein Problem dar. Ihre Modelle sind von Grund auf als Niederflur-Fahrzeuge konzipiert. Anders sieht es beim Tango-Tram von Stadler Rail aus, das auch in Genf und Basel eingesetzt wird: Der Niederfluranteil beträgt nur 70 Prozent. Der Einstieg ist zwar bei sämtlichen Türen ebenerdig. Eine durchgehende Fläche gibt es im Tango jedoch nicht. Dafür bleibt unter dem Fahrgastraum Platz für ein gefedertes Drehgestell und grosse Räder, was laut Stadler Rail höhere Laufruhe und tiefere Wartungskosten bedeutet.


    Bei Stadler Rail hat man die Wettbewerbsbedingungen zur Kenntnis genommen – aufgeben wollte man jedoch nicht. «Wir werden am Präqualifikationsverfahren teilnehmen», bekräftigt Stadler-Sprecher Tim Büchele auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch. «Wir sind am VBZ-Auftrag weiterhin sehr interessiert.» Zum Tram-Modell, mit dem Stadler antreten wird, will sich Büchele nicht äussern.


    Alternative Variobahn


    Branchenkenner halten es für unmöglich, dass Stadler am Tango festhält. Ein konventionelles Hochflurmodell in ein Niederflur-Tram umzubauen würde strukturelle Änderungen bedeuten, sagt der Fachjournalist und Ingenieur Johannes von Arx. «Dazu braucht es sehr viel mehr, als nur kleinere Räder zu montieren.»


    Wahrscheinlicher ist, dass Stadler ein Tram ins Rennen schickt, das in Zürich noch gar nicht getestet wurde: Das Modell Variobahn, das auch in Bergen oder Bochum-Gelsenkirchen eingesetzt wird, ist durchgehend niederflurig und somit grundsätzlich geeignet, um von den VBZ auserkoren zu werden.


    Ob es zum Dreikampf zwischen Bombardier, Siemens und Stadler kommen wird, oder ob sich noch weitere Trambauer wie die spanische CAF um den VBZ-Auftrag bemühen, ist noch geheim. VBZ-Sprecher Andreas Uhl wollte mit Verweis auf Datenschutzbestimmungen nicht verraten, wie viele Offerten bisher eingetroffen sind. Bis morgen Freitag, 12 Uhr, müssten die Unterlagen bei den VBZ eingetroffen sein.


    Quelle: tagesanzeiger.ch

  • Naja, ..., wenn man bedenkt, welche Probleme Nürnberg und München mit der Variobahn haben/hatten, ..., ich weiss nicht, ob das gut rauskommt ... (Interessant aber, dass sie in Bochum/Gelsenkirchen offensichtlich mehr oder weniger problemlos fährt ... obs wohl doch an den Bayern liegt ... ??? smile)


  • Franzosen und Tschechen wollen Zürichs Schienen erobern – News Zürich: Region – tagesanzeiger.ch


    Es scheint so, als würden sich ausser Bombardier, Siemens und Stadler alle Hersteller bei der VBZ bewerben, die sich nicht bei der BVB bewerben, und umgekehrt. Mich nimmt es wunder, wie lange es geht, bis die Leute von Alstom merken, dass das Zürcher Netz schmalspurig ist. Oder vielleicht gibt es dann tatsächlich die ersten Meterspur-Citadis! ;)

  • Zitat

    Original von kriminalTANGO
    Oder vielleicht gibt es dann tatsächlich die ersten Meterspur-Citadis! ;)


    Bitte nicht! Auf Neubaunetzen in Frankreich mit sehr gutem Schienenzustand bewährt sich der Citadis zweifelsohne sehr. Auf Bestandsnetzen (z. B. Rotterdam) soll der Fahrkomfort jedoch katastrophal sein...

    "Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung." - Kaiser Wilhelm II.

  • Zitat

    Original von BLT Bengel


    Bitte nicht! Auf Neubaunetzen in Frankreich mit sehr gutem Schienenzustand bewährt sich der Citadis zweifelsohne sehr. Auf Bestandsnetzen (z. B. Rotterdam) soll der Fahrkomfort jedoch katastrophal sein...


    Ich bin in Rotterdam gefahren und empfand das Fahrverhalten überhaupt nicht katastrophal. Die RET hatten wohl Probleme mit den Fahrzeugen, weil sich Risse in den Drehgestellrahmen gebildet hatten (?)...


    So wirklich anspruchsvoll ist das Rotterdamer Straßenbahnnetz ohnehin nicht! ;)

  • Davon könnte sich die BVB eine Scheibe abschneiden. In Zürich wird die Bevölkerung zuerst über das Aussendesign und jetzt auch noch über die Sitzform befragt. Hier in Basel wird den Fahrgästen einfach ein Tramtyp samt dessen Ausstattung aufgezwungen, welches verbindlich in grösserer Anzahl beschafft wird und sie nicht einmal testen konnten (was beim Tango aber übrigens der Fall war). Ich dachte, man sei eben deswegen aus der Tango-Beschaffung ausgestiegen, weil man das beste Fahrzeug für die Fahrgäste wollte. Letztere müssten sich ein wenig hintergangen fühlen.




    Mit dem Tram auf dem Holzweg – News Zürich: Region – tagesanzeiger.ch


    Zur VBZ-Umfrage



    Holzsitze wären aus meiner Sicht ein Rückschritt. Aber die VBZ scheint diese zu bevorzugen, da sie pflegeleichter sind, wie man es auch anhand der Berichterstattung erkennt. Den Kommentaren zufolge ebenso die Bevölkerung. Durch die schlechtere Abfederung eines 100%-Niederflur-Trams bedingte Schläge dürften bei Holzsitzen am Gesäss stärker spürbar werden.

  • es hiess doch mal, der Combino sei zu hoch für den Schwammedingertunnel.


    Beim Bild 11/13 von kT sieht man doch gut, dass der Combino nicht höher ist als ein T2000 !?


    zur Umfrage:


    ich finde Holzsitze klasse...

    Gerne erinnern wir uns an die Zeit, als der grosse FC Grenzach die Bundesliga dominierte und in der Champions League die Massen überraschte...


    Abkürzungen

  • zur VBZ-Umfrage:
    Für mich sind die Holzsitze in Zürich einer der grossen Pluspunkte der VBZ. Sie sind nicht unbequemer als unsere Stoffsitze. Da ich auf dem Holzsitz im Gegensatz zum Stoff aber sehe, worauf ich mich setze, setze ich mich viel eher - während ich in Basel im Tram oder Bus meistens stehen bleibe.
    Die Holzsitze wirken zumindest hygienischer, sind es aber wohl auch, da Verschmutzungen leichter erkannt und weggewischt werden können. Zudem sehen die Holzsitze deutlich hochwertiger aus und geben dem Tram-Innenraum ein weniger "billiges" Aussehen - was sich wohl positiv gegen den Vandalismus auswirken dürfte.

  • Zürich will die Holzklasse
    Von Jvo Cukas, Simon Eppenberger. Aktualisiert um 11:00 Uhr


    Kaum sind die Mirage-Trams ausgemustert, hat eine Umfrage ergeben, dass die Passagiere in den neuen Trams wieder auf Holz sitzen wollen. Die VBZ will dies nun umsetzen.


    Über 7000 Tagesanzeiger.ch-Leser haben sich an der Umfrage zu den neuen Tramsitzen beteiligt. Das Urteil ist eindeutig: Mehr als 6100 oder 87,5 Prozent haben sich für die Holzsitze entschieden. Das vorgestellte Stoffmodell liegt mit 880 Stimmen (12,5 Prozent) weit zurück.


    Parallel dazu lief auch auf der Seite der VBZ eine Umfrage zum selben Thema. An dieser beteiligten sich über 2600 Personen. Auch ihr Urteil ist sehr klar: 81 Prozent oder 2157 Leute bevorzugen die Holzsitze. Mit total 8343 Stimmen ist der Entscheid gefällt: «Jetzt setzen wir alles daran, dass die Holzsitze realisiert werden», sagt Elina Fleischmann von den VBZ. «Nach dem klaren Ergebnis werden die Sitze aus Holz in die Ausschreibung für das neue Tram aufgenommen und werden von den Herstellern entsprechend berücksichtigt.»


    Mirage-Trams werden vermisst


    Das eindeutige Resultat erklärt sich Fleischmann mit den grossen Sympathien, mit welchen sich viele Tramfahrer an die Holzsitze in den alten Mirage-Wagen erinnerten. «Als die letzten Wagen im vergangenen Jahr ausgemustert wurden, trauerten viele Trampassagiere den bewährten Sitzen nach», sagt Fleischmann. Tatsächlich gibt es für viele Leser von Tagesanzeiger.ch vor allem einen Grund, weshalb sie Holzsitze bevorzugen: die Hygiene. Manche erlebten Unangenehmes, wie auch Cedric Gehrer: «Seit im Tram einmal ein Besoffener vor mir sass, der sich in die Hose pinkelte, weiss ich eins: Ich will Holz.»


    Umfrage ist nicht suggestiv


    Andere wittern hingegen eine Verschwörung gegen die Polsterbezüge: «Unglaubliche Suggestivfragen», meint etwa Roger Zumstein zur VBZ-Umfrage, «wenn das Resultat Holz ist, zeigt das nur, dass auch Zürcher extrem manipulierbar sind.» Diesen Einwand kann Fleischmann nicht verstehen: «Wir fragten neutral, ob man Holz- oder Polstersitze bevorzugt – nach verschiedenen Kriterien wie Hygiene oder Aussehen.» Suggestivfragen habe man keine gestellt.


    Auch die Kritik eines Lesers, die VBZ mache die Umfrage nur, um nicht wieder so viel Kritik wie bei den Cobra-Trams einzustecken, lässt Fleischmann nicht gelten: «Wir haben die Leute befragt, weil wir durch die elektronischen Medien erstmals die Möglichkeit hatten, auf einfachem Weg die Meinung Tausender Fahrgäste einzuholen.» Wenn innerhalb von zwei Tagen über 9000 Personen bei der Umfrage mitmachten, sei das ein Tenor von aussen, der für die VBZ wertvoll sei, so Fleischmann. «So fliesst nicht nur die Meinung der Fachleute und Tramfans innerhalb der VBZ ein», sagt Fleischmann.


    (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)


    Erstellt: 08.04.2011, 10:58 Uhr


    http://www.tagesanzeiger.ch/zu…Holzklasse/story/18989604

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