Herzstück / Durchmesserlinie für die trinationale Regio-S-Bahn

  • In #233 steht, warum der Güterverkehr über Basel SBB in den nächsten Jahren nicht in den Himmel wachsen wird. Der Ausbau über Frankreich ist im Fall von Störungen interessant. Es bleibt aber immer noch die Problematik der Triebfahrzeuge mit 25 kV 50 Hz System. Und für einen Notfallbetrieb müssen nicht derart viele finanzielle Mittel verbraucht werden, da hilft auch ein Notfallbetrieb.

    Ich mag das Gejammer von wegen S-Bahn Zürich un S-Bahn Bern nicht mehr hören. Bei Basel mit seiner Grenzlage herrschen andere Gegebennheiten.. Hier ist das Umland nicht im gleichen Kanton, sondern in verschiedenen Ländern. Und der Spruch "Andrere Länder andere Sitten" sollte man sich in Basel zu Herzen nehmen und auf den Teppich der Realität zurückkommen. Deutschland macht vielleicht etwas in der Richtung aber Frankreich?, welches eher unter ÖV-Wüste firmiert.

    Ich empfehle den Baslern das Gesamtpaket aufzubrechen und realistische Teilschritte zu entwickeln, welche schrittweise , dem tatsächlichen Bedarf entsprechend und den Randbedingungen gehorchend, realisiert werden können.

    Gruss
    Christian

  • Die 25-kV-Triebfahrzeuge sind nicht so sehr das Problem, und zwischen Strasbourg und Basel wird derzeit ETCS installiert (welches Level? Ich habe bis jetzt nichts zu diesem Projekt gefunden...). Das Problem ist, dass die Triebfahrzeugführer eine zusätzliche Sprache und zusätzliche Vorschriften beherrschen müssen. Deshalb hat SBB Cargo ja eine Filiale in Frankreich eröffnet.

  • Man schiebt jetzt hier einfach das Problem auf. Jetzt geht es noch ohne Herzstück, aber irgendwann sind wir an einem Punkt, wie es Deutschland erlebt: Überlastung und Investitionsstau

    Und bis nach 2045 sind noch 20 Jahre Wachstum in der Region - die einfach so verstreichen - aber ja, dann im 2045 sagt man, man hätte sollen...

    Alleine im Dezember kommen schon sicherlich 3 neue Züge (S33 und IR56) dazu. Und wie lange der Ausbau der S1 noch nach hinten geschoben werden kann ist auch fraglich. Die ist ja heute schon stark belastet. Und noch mehr Halte mit dem IR36 wären auch nicht vertretbar, dann ist es irgendwann die S36 Basel - Zürich.

    Laufenburg wird mittelfristig sicher auch den 30' Takt der S-Bahn wollen (auch das Gewerbe in Sisseln)...und sicherlich kommt auch in absehbarer Zeit noch der 30' Takt der S6 am Sonntag.

    Man muss ja nicht gerade die Vollvariante bauen, aber mehr Gleise am Bahnhof SBB wären doch notwendig.

  • Als Reaktion auf das Gutachten Verkehr '45 und die Finanzlage des Bahninfrastrukturfonds fokussieren die beiden Basel auf eine reine Durchmesserlinie zwischen Basel SBB und Basel Bad Bf. Die Durchmesserlinie dürfte sich deutlich schneller und günstiger realisieren lassen als der Gesamtausbau mit Herzstück.

    Die Region fokussiert auf eine reine Durchmesserlinie und fordert eine rasche Umsetzung

    Einmal editiert, zuletzt von Kupplungssurfer (18. Dezember 2025 um 11:03)

  • 4106 18. Dezember 2025 um 16:17

    Hat den Titel des Themas von „Ein Herzstück für die trinationale Regio-S-Bahn“ zu „Herzstück / Durchmesserlinie für die trinationale Regio-S-Bahn“ geändert.
  • 7 Milliarden für das abgespeckte Projekt, das im Wesentlichen die Spitzkehre von 2 Linien eliminiert hat aus meiner Sicht in Bern auch keine Chance. Zuviel Mitteleinsatz für zuwenig Nutzen. Man könnte doch in einer allerersten Phase mit zusätzlichem Personal die Aufenthaltsdauer für den Führerstandswechsel verkürzen . Auch die Fahrdienstleiter könnten einen Beitrag dazu leisten, indem die chronisch verspäteten ICE ihre Heiligsprechung verlieren würden und nicht den restlichen Betrieb durch falsche Vorgaben beeinträchtigen. Weiteres Potential hätte eine Flügelung der beiden Linien Riehen-Zell und Hochrhein, was aber vorraussetzt, dass der Fahrplan pünktlich eingehalten werden muss. Dies hätte auch den Vorteil, dass am Bahnhof SBB und im Badischen Bahnhof ein Gleis weniger belegt wird.

    Gruss
    Christian

  • Die langen Wendezeiten im Badischen Bahnhof sind nicht dem Personal geschuldet, sondern den Fahrplanzwängen, welche sich unter anderem aus der fehlenden Kapazität im Ostkopf von Basel SBB ergeben. Die Durchmesserlinie eliminiert nicht nur die Spitzkehren in den beiden grossen Basler Bahnhöfen, sie ermöglicht auch zahlreiche neue und schnellere Direktverbindungen (macht also den ÖV als Alternative zum MIV deutlich attraktiver), entflechtet die verschiedenen Verkehre und erhöht die Kapazität des Knotens insgesamt deutlich. Das ist meines Erachtens ein insgesamt immer noch ziemlich grosser Nutzen, auch wenn der Wegfall von Basel Mitte weh tut.

  • Wenn möglich müsste man halte so bauen, dass so eine Haltestelle mindestens in einem späteren Schritt ermöglicht wird, genau so wie ein Abzweiger. Siehe Zimmerberg.

    unterhaltsfrei Zur Wahrheit gehört aber auch, dass nordwärts fahrende ICE nicht ganz selten eine Abgangsverspätung erhalten. Kann viele Ursachen haben, aber manchmal steht dann irgendeine Einsatz-S oder ein verspäteter IR oder dergleichen im Weg, welcher die Ausfahrt des ICE kreuzen muss. Eine Priorisierung durch Fahrdienstleiter für die Langstrecke wäre da wünschenswert.

  • Das ist der Idiotie zu verdanken dass sowohl die S6 die ICE am Badischen Bahnhof abkreuzen müssen. Die Kastration der Gleise 4 und 5 an Basel SBB tut das übrige dazu andere Lösungen zu suchen. Sinnvollerweise würde man an Basel SBB die S6 an Stelle von Gleis 2 auf einem der S-Bahn Geleise mit den hohen Nummern abwickeln. Damit wäre einerseits die Abkreuzerei am Badischen Bahnhof eliminiert und in Basel SBB gäbe es je nach Gleis bloss Konflikte mit den Juralinien. Die ICE könnten in Basel SBB ab den Geleisen 4 und 5 abgeferigt werden und hätten nur Kreuzungskonfilkte mit den Gleisen 1-3 wo sinnvollerweise die S1 und S3 deutschsprachiger Ast sowie die Baden-Würtemberger S-Bahn ihren Haltepunkt hätten. Die S3 wäre zu brechen in einen Jura Ast und einen Oltener Ast. Durch den gloriosen Bau der neuen Passarelle hat man solche Möglichkeiten vereitelt. Ich weiss nicht was da die Planer zusammenplanen. Durch einen Abbau von Kreuzungskonflikten wäre sicher eine Kapazitätsverbesserung zu erzielen.

    Gruss
    Christian

  • Seit dem Fahrplanwechsel fahren die S1, S3 Richtung Olten und der IR36 via Güterbahnhof aus. Aus diesem Grund machen die tieferen Gleise keinen Sinn mehr für die S1 und S3. Neu verkehren die S1 und S3 ab den Gleisen 12 oder höher. Durch diese neue Gleisbelegung wurden die Konflikte mit der ICE-Ausfahrt Richtung Deutschland reduziert.

  • "One lane more will fix it" ... Hat man zwar schon so oft gesagt, aber dieses mal wird es wirklich so sein, ich schwöre. Und wenn es mehr Kapazität gibt, wird es diesmal nicht mehr Verkehr anziehen und niemand wird dann weiter oder mehr fahren.

    Aber wir werden diese gegensätzlichen Meinungen hier wohl nicht klären können.