Nachtzuschlag abschaffen? / Nachtzuschlag wieder einführen?

  • Der Zuschlag im TNW-Nachtnetz 1

    1. gehört abgeschafft (0) 0%
    2. interessiert mich nicht (0) 0%
    3. soll weiter verlangt werden (1) 100%

    Seit Dezember verfügt der TNW über ein stark ausgebautes Nachtnetz. Für die Benützung wird zusätzlich zum regulären Ticket einen Nachtzuschlag von 3 oder 5 Fr. verlangt.


    Sind die geschätzten 4 bis 5 Mio zusätzlichen Einnahmen wichtig?


    Könnte eine Erhöhung des U-Abos um ein oder zwei Franken und dafür die uneingeschränkten Nutzung des Nachtnetzes die Nutzung des Nachtnetzes nicht noch mehr steigern?


    Oder ist der Zuschlag doch auch dazu da, die schlimmsten Sachbeschädiger aufzuhalten?

  • Auf jeden Fall gehört der Nachtzuschlag abgeschafft. Man ist aber sicherlich auf die Nachtzuschläge in einem gewissen Masse angewiesen, da beispielsweise die Löhne des Fahrdienstpersonals in der Nacht höher sind. Ob man dies aber nicht auch durch den Kanton finanzieren lassen könnte - und den Bürgern damit eine zustätzliche Verbesserung bietet - ist fraglich.


    Wenn wir schon beim Ändern des Nachtnetzes sind: die SN3 könnte man auch gleich noch bis Olten verlängern. ;)

  • Steht das echt zur Debatte oder ist das einfach eine Idee von Dir?


    Finde der Nachtzuschlag soll belassen werden, den 5.-- sind nicht viel.
    Das U-Abo zu verteuern, damit der Nachtzuschlag aufgehoben werden kann, halte ich für Schwachsinn, da dann auch wieder diejenigen mehr bezahlen müssen, die das Nachtnetz nicht benutzen.


    Ich würde mich auf jedenfall ärgern. Seit uns die Nachtlinien gekappt wurde, benutze ich das Nachtnetz zum Beispiel nicht mehr.


    Oder bei FCB Spielen ist das Selbe.
    Ich habe ein U-Abo und bezahle trotzdem noch TNW Gebühren.
    Und das obwohl ich meistens eh nicht mit den BVB ans Spiel gehe.

  • Nein, verteuert würde das U-Abo dadurch sicher nicht. Das wäre ja eine Frechheit, dass die U-Abo-Benutzer, ein Angebot finanzieren müssen, das der Grossteil sowieso nie nutzt.

  • ich weiss nicht... beide seiten haben vor und nachteile...
    das mit den randalierern dünkt mich schon ein nicht zu verachtender punkt! also am ende hab ich das gefühl, so wies ist, ists im moment die beste lösung, da sonst mit allgemeinen bilettverteurerungen o. ä. diejenigen gestraft werden, die nie in der nacht fahren... da ich nicht sicher bin, werde ich auch nicht abstimmen!


    ich fände einfach besser wenn es etwas deutlicher komuniziert würde! ich zb. wusste bis vor einem jahr nicht , dass es das überhaupt gibt!

    Einmal editiert, zuletzt von Citaro93 ()

  • Danke mal für die nette Diskussion.


    Das Problem ist auch, dass das Nachtnetz nicht ganz fair im Aufbau ist: so fahren z.B. die S-Bahnlinien auch um ca 4 Uhr nochmals, aber die Buslinien nicht. Entweder macht man ein Angebot für alle - oder für keinen.

  • Hab mir das extra nochmals von meiner politisch aktiv tätigen Verwandtschaft bestätigen lassen: Zumindest seitens Parlament-BL (Landrat) wurde bereits vor längerer Zeit (Mai) beschlossen den Nachtzuschlag per Fahrplanwechsel 2009/2010 abzuschaffen. ob jetzt BS da auch noch ein Wörtchen mitzureden hat oder ob BL die Kosten alleine trägt, entzieht sich meiner Kenntnis (Kann ich aber, falls gewünscht, noch probieren herauszufinden).


    Darum erübrigt sich die Diskusion eigentlich...


    edit: oh zu spät... war ich wol zu langsam mit abklären xD

    Einmal editiert, zuletzt von Guggumere ()

  • gemäss BaZ vom 26.11.09 ist Stand der Dinge wie folgt:


    - BL hat Abschaffung Zuschlag beschlossen (Landrat)
    - BS möchte Zuschlag abschaffen (Vorschlag Verkehrskommission Grosser Rat)
    - AG und SO wollen am Zuschlag festhalten


    - eine Abschaffung ist nur möglich, wenn alle vier Kantone dies einstimmig beschliessen


    - eine Abschaffung ist (wenn überhaupt) frühestens per Dezember 2010 möglich

  • Schade.


    Kann man es denn nicht so machen, dass der Nachzuschlag erst ab Kantonsgrenze, sprich ab Kaiseraugst, Biel, Laufen und Tecknau bezahlt werden muss?


    Es ist ziemlich mies, wenn das ganze Baselbiet wegen zwei anderen Kantonen den Nachtzuschlag beibehalten muss, obwohl es eigentlich alle abschaffen möchten X(

  • Zitat

    Original von pgru
    Danke mal für die nette Diskussion.


    Das Problem ist auch, dass das Nachtnetz nicht ganz fair im Aufbau ist: so fahren z.B. die S-Bahnlinien auch um ca 4 Uhr nochmals, aber die Buslinien nicht. Entweder macht man ein Angebot für alle - oder für keinen.


    Gutes Argument, allerdings hängt das stark von dem Fuhrpark des jeweiligen Unternehmens ab. Nicht jedes Unternehmen kann es sich leisten eine gewisse Anzahl Busse in der Nacht laufen zu lassen, die dann aber tagsüber wegen Reinigung unbenutzbar bleiben.


    Der Nachtzuschlag ist gerechtfertigt, da 5.-- noch knapp bezahlbar für jeden sein sollten und es unfairer wäre die Kosten auf die U-Abo-Käufer niederzuschlagen. Und der Kanton kann ja auch nicht für alles blechen, die 5.-- kommen ja auch dem Fahrpersonal zugute, die nachts einen höheren Lohn bekommen.

  • Zitat

    Original von Marc-W
    Schade.


    Kann man es denn nicht so machen, dass der Nachzuschlag erst ab Kantonsgrenze, sprich ab Kaiseraugst, Biel, Laufen und Tecknau bezahlt werden muss?


    Es ist ziemlich mies, wenn das ganze Baselbiet wegen zwei anderen Kantonen den Nachtzuschlag beibehalten muss, obwohl es eigentlich alle abschaffen möchten X(


    Das ist OK so, weil im TNW nun mal alle beteiligten Kantone gleichermassen Mitspracherech haben. Deine Lösung erscheint mir zu kompliziert.

  • Zitat

    Original von St. Wagner


    Gutes Argument, allerdings hängt das stark von dem Fuhrpark des jeweiligen Unternehmens ab. Nicht jedes Unternehmen kann es sich leisten eine gewisse Anzahl Busse in der Nacht laufen zu lassen, die dann aber tagsüber wegen Reinigung unbenutzbar bleiben.


    Der Nachtzuschlag ist gerechtfertigt, da 5.-- noch knapp bezahlbar für jeden sein sollten und es unfairer wäre die Kosten auf die U-Abo-Käufer niederzuschlagen. Und der Kanton kann ja auch nicht für alles blechen, die 5.-- kommen ja auch dem Fahrpersonal zugute, die nachts einen höheren Lohn bekommen.


    Viele die das Nachtnetz nutzen tun dies auf rentablen Strecken, z.B. Basel-Liestal, Basel-Reinach etc. Die meisten haben ein U-Abo. Damit finanzieren sie auch hoch defizitäre Linien im Oberbaselbiet oder Laufental. Wieso ist es gerecht, dass alle regelmässige Verbindungen nach zB. Titterten, Anwil, Nusshof oder Roggenburg finanzieren, wo die Busse oft leer rumfahren, finanzieren, umgekehrt aber die stark frequentierten Nachtbusse, -trams und -züge extra kosten?

  • ich verstehe diese Diskussion über diese läppischen 3.--/5.-- einfach nicht.


    So günstig kommt man auf keine andere Art nach hause ausser vielleicht mit dem Fahrrad, Mofa. Aber dies sollta man nur nüchtern tun.


    so what?


    für jemand der z. Bsp. nach Pratteln, Liestal, Rheinfelden oder Frick muss, ist das wohl ein Pappenstiel für eine sichere nach Hause-Fahrt. All diese motzkis sollten mal das Taxi nach Hause nehmen und dann nochmals über den Preis nachdenken.


    Man kann nicht alles habe, sprich Party und saufen bis zum umkippen und dann auch noch gratis nach Hause gefahren werden...


    ich verstehs einfach nicht.


    Ich bin jeweils froh, wenn ich das Nachttram nehmen kann, da zahle ich gerne etwas dazu...


    Schon für meine Strecke machts einen Unterschied ob ich das Taxi nehme, was mich ca + 16 Franken kostet (ab Barfi) oder das Tram + 3 Franken.

  • Zitat

    Original von 750 mm


    Viele die das Nachtnetz nutzen tun dies auf rentablen Strecken, z.B. Basel-Liestal, Basel-Reinach etc. Die meisten haben ein U-Abo. Damit finanzieren sie auch hoch defizitäre Linien im Oberbaselbiet oder Laufental. Wieso ist es gerecht, dass alle regelmässige Verbindungen nach zB. Titterten, Anwil, Nusshof oder Roggenburg finanzieren, wo die Busse oft leer rumfahren, finanzieren, umgekehrt aber die stark frequentierten Nachtbusse, -trams und -züge extra kosten?


    Das U-Abo ist ein Abo für den normalen öV in der Region, der sehr gut ausgebaut ist. Die Einnahmen werden dazu verwendet das Netz in diesem Umfang zu erhalten und zu erweitern. Ic bin da voll dafür.
    Bei den Nachtbussen/trams/zügen handelt es sich um einen Zusatzservice des TNW und viele nutzen diesen Dienst nicht, wie zum Beispiel ich. Ich sehe es nicht ein warum ich für den Luxus anderer zahlen soll. Noch dazu sind wie Dome richtig bemerkt 3-5 Fr. auch nicht viel, also wer disen Luxus in Anspruch nehmen will, soll dafür selber zahlen, so meine Meinung.


    Edit: Titterten hat mit der Linie 71 einen stündlichen Anschluss nach Reigoldswil und Liestal, was will man mehr?

    Einmal editiert, zuletzt von St. Wagner ()

  • Also das mit der Linie 71 stimmt so leider nicht. Die Zeiten sind ganz und gar nicht stündlich gehalten, oft auch 1,5h bis 2h oder mehr dazwischen. Am Morgen zwischen 9 und 12 Uhr und 14 Uhr bis 16 Uhr findest du keinen Kurs!
    Vom Wochenende will ich gar nicht anfangen ;)

  • ui.. jetzt gehts aber ab hier :D


    Ihr bedenkt sicher auch mit, dass man ja noch das normale Ticket kaufen muss - also wer kein U-Abo hat bezahlt immer noch recht viel, um nach Hause zu fahren.


    Das Argument mit dem Lohn ist auch so eine Sache: Züge und Busse fahren ja auch meist bis 1 Uhr Nachts, verdient da ein Zug- und oder Busfahrer nicht auch mehr als einer, wo am Tag "arbeitet"?


    Weiter funktioniert das U-Abo nur mittels Subventionen. Also ist auch das Argument betreffend Netz erhaltung und Ausbau auch nicht haltbar. Beides finanzieren wir mittels Steuern.


    Ich lese auch oft, dass es hier um ein Angebot geht, dass ja nicht viele in Anspruch nehmen. Wenn das als Argument für den Nachttarif ist, warum kostet dann z.B. eine Fahrt am frühen Sonntag Morgen nicht auch einen Zuschlag? Soviele reisen um die Zeit gar nicht.



    So wie ich das verstehe läuft das Nachtnetz kostenneutral mit dem Nachtzuschlag. Die Frage ist doch nun: Warum ist dieses Angebot kostenneutral wo hingegen das Tagesangebot massiv subventioniert wird?